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M+W Zander soll nach Trennung von Jenoptik weiter wachsen

13.04.2006


11. April 2006

Springwater Capital wird 72,89 Prozent der Anteile an M+W Zander halten

Die Jenoptik AG, Jena, hat ihre Anteile an der M+W Zander Holding AG, Stuttgart, an die Investmentgruppe Springwater Capital, Genf/London, verkauft. Die Closing-Bedingungen des am 18. Dezember 2005 geschlossenen Vertrages zwischen Jenoptik und Springwater Capital sind bis auf den abschließenden Finanzierungsvertrag des Fremdkapitalgebers eingetreten.

Auf einzelne Bedingungen wurde verzichtet. Der Vollzug des Verkaufsvertrages soll im Verlauf des 2. Quartals erfolgen. Dies gaben Vertreter der beteiligten Unternehmen heute auf der Bilanzpressekonferenz der JENOPTIK AG in Jena bekannt. Über die weitere Entwicklung bei M+W Zander äußerte sich Martin Gruschka, Gründungspartner des neuen Mehrheitseigentümers des Stuttgarter Technologie-Konzerns optimistisch: "Wir setzen auf ein zügiges und profitables Wachstum der M+W Zander Gruppe. Dies soll sowohl organisch als auch durch Zukäufe erfolgen. Die enorme Zunahme des Auftragseingangs um rund 50 Prozent sowie die Zunahme beim Auftragsbestand sogar um 56 Prozent stützen unsere Wachstums-Erwartungen."

Gestützt auf die bestehende starke Marktposition in den Kerngeschäftsfeldern Internationaler Anlagenbau und Facility Management rechnet M+W Zander für 2006 mit einem Umsatzanstieg um circa 25 Prozent auf rund zwei Milliarden Euro, verbunden mit einem Anstieg der Profitabilität. Bedingt durch weiteres Wachstum im Elektroniksektor verzeichnet M+W Zander im Geschäftsfeld Internationaler Anlagenbau auf Grund seiner Marktstellung einen Rekordauftragsbestand. Für das Geschäftsfeld Facility Management wird ebenfalls mit einem stabilen und profitablen Wachstum durch neue Kunden sowie durch Auftragserweiterungen von Bestandskunden gerechnet. Bei wichtigen Tochtergesellschaften wie beispielsweise M+W Zander Products und LSMW konnte 2005 ein Turnaround erzielt werden, so dass dort für 2006 ebenfalls mit einem Umsatz- und Gewinnzuwachs gerechnet wird. Der Bereich Automation (Lang&Peitler, BIAS) wird auch 2006 an die bisherigen guten Wachstumsraten anknüpfen. Im Bereich Informationstechnik mit dem IT-Dienstleister caatoosee ag konnte ebenfalls ein deutlicher Turnaround erzielt werden.

Nach der Kaufpreiszahlung an Jenoptik wird die Investmentgruppe Springwater Capital 72,89 Prozent der Anteile an der M+W Zander Holding AG als Führungsgesellschaft der weltweit operierenden M+W Zander Gruppe halten. Die restlichen 27,11 Prozent bleiben unverändert im Familienbesitz. Die Übertragung der Anteile an Springwater Capital sowie die Kaufpreiszahlung erfolgen in Kürze.

Auf der Bilanzpressekonferenz über das abgelaufene Geschäftsjahr hat Jenoptik letztmalig auch die Jahresabschluss-Zahlen von M+W Zander vorgestellt. Diese sind stark vom Verkauf der Unternehmensgruppe und der damit verbundenen Neubewertung aller Geschäftsaktivitäten sowie durch die Bereinigung von im Verkaufsvertrag enthaltenen Sonderthemen beeinflusst.

Zahlen für 2005 von Einmaleffekten geprägt

Der Umsatz der M+W Zander Gruppe erreichte 1.509,5 Mio Euro. Im Jahr 2004 hatte der Umsatz noch bei 2,15 Mrd Euro gelegen. Allerdings waren in diesem Betrag noch die Umsätze der M+W Zander Gebäudetechnik GmbH mit 450 Mio Euro enthalten. M+W Zander hat 2005 die Mehrheit der Anteile an diesem Unternehmen abgegeben, so dass die Umsätze dieser Gesellschaft 2005 nicht mehr ausgewiesen wurden. Mit 1.098,7 Mio Euro lag der Umsatz im Geschäftsfeld Internationaler Anlagenbau etwas unterhalb des um die Gebäudetechnik bereinigten Vorjahresniveaus (i.Vj. 1.759,1 Mio Euro). Das Geschäftsfeld Facility Management erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 417,0 Mio Euro (i.Vj. 408,0 Mio Euro). Das Plus betrug 2,2 Prozent, trotz des Verkaufs der D.I.B. PersonalDienste GmbH, deren Umsatz 2004 rund 10 Mio Euro ausmachte und 2005 nur noch anteilig bis September enthalten war. Das organische Wachstum betrug somit rund 10 Prozent.

Das EBIT von M+W Zander betrug minus 34,9 Mio Euro (i.Vj. plus 46,0 Mio Euro). Darin sind für zusammen rund 70 Mio Euro negative Sondereffekte aus dem oben genannten Verkaufsvertrag enthalten, ohne die das EBIT von M+W Zander bei rund 35 Mio Euro im Plus gelegen hätte. Zu den negativen Effekten zählen neben den Kosten des ursprünglich geplanten Börsengangs einer Tochter in Singapur die im Verkaufsvertrag definierten Sonderthemen.

Rekord bei Auftragseingang und -bestand

Den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte erhielt M+W Zander mit rund 700 Mio Euro Ende 2005. Dieser Auftrag für eine Chipfabrik im Nahen Osten trug maßgeblich zum neuen Rekord bei Auftragseingang und -bestand bei. Der Auftragseingang erreichte 2.221,0 Mio Euro (i.Vj. 1.475.0 Mio Euro). Der Auftragsbestand lag Ende 2005 bei 2.263,5 Mio Euro (i.Vj. 1.445,6 Mio Euro).

Personalzuwachs

Die Mitarbeiterzahl stieg von 6.607 Ende 2004 auf 7.204 Ende 2005. Die Zunahme kommt in erster Linie aus dem Bereich Facility Management.

Weitere Informationen:

Zum Jahresabschluß: www.jenoptik.com

Über Springwater Capital:

Springwater Capital ist eine Private-Equity-Gesellschaft, geführt von Martin Gruschka und Manilo Marocco. SWC investiert in börsennotierte und private Unternehmen sowie in Immobilien, die ein klares Potenzial zur Wertsteigerung haben. Strategie ist es, in "champions" zu investieren, die über bewährte Geschäftsmodelle und erfahrene Managementteams verfügen. Insbesondere investiert SWC dort, wo wertsteigernde Maßnahmen (einschließlich Restrukturierung und Akquisitionen) schnell und effizient umsetzbar sind.

Um diese Strategie umzusetzen verfügt SWC über ein erfahrenes Team mit einem starken Investment Track Record. Die Partner haben umfangreiche Erfahrungen in Bereichen Private Equity, Investment Management und Industrie. Die SWC-Partner und assoziierte Partner verfolgen eine klare "hands on"-Strategie bei der Unterstützung ihrer Portfolio-Unternehmen. Zu den Investments zählen bisher unter anderem ComputecMedia, Medicforma und The Carbo Group.

Über M+W Zander:

Die M+W Zander Holding AG bietet mit ihren Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften weltweit ein ganzheitliches Leistungsspektrum rund um Firmengebäude, High-Tech-Produktionsanlagen und Industrie-komplexe. Vom Beraten, Planen und Bauen bis hin zum Betreiben und Modernisieren begleitet die Unternehmensgruppe die Wertschöpfungs-kette von Immobilien und Anlagen aus einer Hand. Arbeitsschwerpunkte liegen in der Reinraumtechnik für die Elektronik-, Solar-, Pharma-, Lebensmittelindustrie und für Forschungseinrichtungen, in der Produktion von Reinraumkomponenten, in der Gebäudetechnik sowie im Facility Management. Als technischer Generalunternehmer übernimmt M+W Zander den Bau von Fertigungsanlagen von der Planung bis zur schlüsselfertigen Übergabe. In den wichtigsten Geschäftsfeldern zählt M+W Zander zu den Marktführern: weltweit im Anlagenbau Elektronik, in Europa beim Facility Management, in Deutschland bei der Technischen Gebäudeausrüstung sowie bei erneuerbaren Energien.

Weitere Informationen unter www.mw-zander.com

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