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Mobile Navigation : Kunden verlangen neue Nutzerinterfaces

16.03.2006


16. März 2006

Schnell und einfach zum Ziel


Die Situation, pünktlich zu einem vereinbarten Termin erscheinen zu müssen und sich durch die Strassen einer fremden Stadt zu kämpfen, kennt jeder. Für manchen Autofahrer der wahre Horror. Doch diese Zeiten sind vorbei. Mit Hilfe von Navigationssystemen ist jedes Ziel schnell und einfach erreichbar. Außerdem belegen Studien, dass Navigationssysteme das Unfallrisiko verringern können und das Selbstvertrauen des Fahrers erhöhen.

Gerade bei den kleinen mobilen Geräten mangelt es jedoch oft an einem klaren Nutzerinterface. Sie verfügen oft über sehr kleine und während der Fahrt schlecht ablesbare Displays. Zudem belasten schlechte Sprachansagen, Übersetzungsfehler, mangelnde Verständlichkeit und irreführenden Formulierungen das Fahrerlebnis.

Bei der Entwicklung eines mobilen Gerätes sollten Sie darauf achten, dass das Navigationssystems beispielsweise regelmäßig über relevante Verkehrsinformationen informiert und diese mittels Text-to-Speech (TTS) vorliest. Ganz oben auf der Wunschliste für eine verbesserte Zielführung steht außerdem die Einbeziehung von Hinweisschildern in die Fahranweisungen. Statt der bisherigen standardisierten Ansage „Bitte rechts abbiegen“, werden Fahrer nun durch Ansagen wie „Bitte rechts abbiegen auf die A9 Richtung München“ unterstützt. Darüber hinaus ermöglicht TTS die Umsetzung weiterer nützlicher Features, wie das Vorlesen von empfangenen Nachrichten. Damit können Fahrer die Zeit am Steuer sinnvoll und ohne Ablenkung vom Straßengeschehen nutzen.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass flexible Sprachausgabelösungen mittels TTS Nutzerfreundlichkeit, Komfort und Sicherheit beim Fahren erhöhen. Aufgrund dieser Vorteile hat sich TTS bereits seit längerem als Standardfeature für Festeinbausysteme durchgesetzt. Neben der Luxusklasse wird TTS zunehmend auch in Modellen der Mittelklasse eingeführt.

Quo Vadis, mobile Navigation?

Der Siegeszug der mobilen Geräte in den letzten Jahren beruhte auf der Bereitstellung einer preisgünstigen Antwort auf das Grundbedürfnis Navigation. Mittels fortwährender Zyklen von Kostensenkungen und Produktionsausweitungen wurde der Massenmarkt für mobile Navigation erschlossen. Die Anbieter konzentrierten sich folglich auf Standard-Hardware und Grundfunktionen.

Nun haben jedoch neue Nutzergruppen die Vorteile mobiler Navigation erkannt und sich zu den bisherigen Schnäppchenjägern gesellt: Profi-Nutzer zum Beispiel sind mit häufig wechselnden Fahrzeugen unterwegs, in denen sie jederzeit ihr Navigationsgerät einsetzen möchten. Dabei wollen sie auf die üblichen Features der Festeinbausystseme ebenso wenig verzichten wie auf die Verfügbarkeit von PDA-Funktionen und schnellem Datenzugriff. Demgegenüber sind andere Nutzer technisch weniger affin. Kleine Displays und Tasten sowie eine Vielzahl von Funktionen verunsichern und überfordern sie. Diese Nutzergruppe wünscht eine möglichst einfache Bedienung des Gerätes. Ein Sprachinterface mit erweiterten Hintergrundinformationen kann den Gebrauchswert für diese Gruppe deutlich steigern.

Im reifenden Markt für mobile Navigation stehen die Anbieter vor der Herausforderung, diese neuen Marktsegmente durch geeignete Produktdifferenzierungen zu erschließen. Der Einsatz von TTS-basierten Sprachausgabesystemen eröffnet die Chance, flexibel auf die spezifischen Bedürfnisse neuer Kundengruppen einzugehen.

Laut und deutlich: Wegweiser zur erfolgreichen Integration

Die Integration von TTS ist technisch durchaus anspruchvoll. Die Hersteller müssen ihre mobilen Navigationsgeräte zum Beispiel mit einer lauten und deutlichen Stimme ausstatten. Schließlich erwarten die Konsumenten auch bei lauten Umgebungsgeräuschen verständliche Anweisungen. Da die Geräte gewöhnlich jedoch nur mit kleinen und leistungsschwachen Lautsprechern ausgestattet sind, ist eine vorausschauende Optimierung der Sprachausgabe obligatorisch.

Hochqualitative Sprachausgabe bringt jedoch Speicheranforderungen mit sich, die aufgrund der geringen Hardware-Ressourcen mobiler Geräte nicht immer leicht zu erfüllen sind. Eine Lösung für diesen Konflikt von Qualitäts- und Resourcenanforderungen kann die Kombination von vorgefertigten Sprachaufnahmen und TTS sein. Während Erstere die vom Nutzer wahrgenommene Spachqualität der Ansagen heben, ermöglicht TTS die Ausgabe von dynamischen Texten. Das resultierende System bietet ein ausgewogenes Verhältnis von Qualität und Funktionsumfang, und unterstützt damit die Produktdifferenzierung und Markenpositionierung des Anbieters.

Die Zürcher SVOX AG bietet ein TTS-System, das die Verwendung von Sprachaufnahmen oder TTS automatisch beurteilt. Bislang mussten derartige Entscheidungen in der Navigationssoftware mühsam programmiert werden. Der Umfang der Applikationen führte so zu komplizierten Prozessen mit hohem Speicherplatzbedarf. Der neue SVOX-Ansatz hingegen minimiert den Speicherplatzbedarf bei unveränderter Antwortzeit.

Aber auch die Vielzahl von Zielplattformen stellt die Anbieter mobiler Navigation vor große Herausforderungen. Angesichts kurzer Produktionszyklen muss die Software einfach und schnell zu integrieren und anzupassen sein. Die Systemarchitektur von SVOX zeichnet sich durch die konsequente Trennung von TTS-Engine und sprachspezifischen Daten (Lingware) aus. Die TTS-Engine kann also in allen Geräten weltweit problemlos integriert und die Lingware lokal nach Bedarf angepasst bzw. hinzugefügt werden. Damit unterstützt SVOX die Wiederverwendung derselben Sprachlösung für verschiedene Plattformen und Sprachkonfigurationen. Skaleneffekte können erzielt und lokale Sprachgegebenheiten berücksichtigt werden.

Als Resultat vieler erfolgreicher Integrationsprojekte hat das Schweizer Unternehmen Best Practice Prozesse für Sprachausgabelösungen in Navigationsgeräten definiert. Mit den gewonnenen Erkenntnissen werden seine Partner bei der Konzeption und Umsetzung der optimalen Lösung unter Beachtung von Endkundenbedürfnissen, technischen und kommerziellen Überlegungen unterstützt.

Weitere Informationen unter www.svox.com

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