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ATM – weniger Abgase mit temperierter Ansaugluft

14.12.2005


14. Dezember 2005

Behr GmbH & Co. KG, Systempartner der internationalen Automobilindustrie, hat mit dem Ansaugluft-Temperatur-Management eine Technologie entwickelt, mit der die Emissionen von HC (unverbrannte Kohlenwasserstoffe), CO (Kohlenmonoxid) und NOx (Stickoxide) bei Fahrzeugen gesenkt werden können. Ansaugluft-Temperatur-Management steuert intelligent das Zusammenspiel von indirekter Ladeluftkühlung, gekühlter Abgasrückführung und Motorkühlung für das Temperatur-Management. Vor allem im Hinblick auf die geplante Euro-5-Norm für Diesel-Pkw, die voraussichtlich 2010 in Kraft tritt, ist ATM für die Automobilindustrie interessant. Denn gegenüber der heutigen Euro-4-Norm fordert die Euro-5-Norm eine weitere Emissionsreduzierung – bei HC und NOx um 40 Prozent und bei Partikeln um 90 Prozent.

„Je nach Fahrsituation können wir mit Ansaugluft-Temperatur-Management die Ansaugluft kühlen oder erwärmen und dadurch die Verbrennungstemperatur im Motor erhöhen oder verringern“, sagt Dr.-Ing. Eberhard Pantow, Abteilungsleiter in der Vorentwicklung im Produktbereich Motorkühlung bei Behr. „Da beispielsweise die Stickoxidbildung exponentiell von der Verbrennungstemperatur abhängt, reduziert sich diese bei einer Temperatursenkung von zehn Grad Celsius um rund zehn Prozent. Zudem wird dadurch der Kraftstoffverbrauch um 0,5 bis ein Prozent gesenkt. Bei den zukünftig zu erwartenden höheren Abgasrückführraten, wird der Verbrauchsvorteil weiter zunehmen.“

Auch die HC- und CO-Emissionen, die vermehrt beim Kaltstart und in Fahrsituationen wie dem Stop-and-Go-Verkehr oder dem Stadtverkehr im Winter entstehen, können mit Ansaugluft-Temperatur-Management gesenkt werden.

Hierfür erhöht das Ansaugluft-Temperatur-Management die Verbrennungs- und somit Abgastemperatur, damit weniger HC und CO entstehen und sich deren Umwandlung im Katalysator steigert. Je nach Bedarf wird die Temperatur auf unterschiedliche Art und Weise angehoben: Es kann entweder die Ladeluftkühlung oder die Abgaskühlung ausgesetzt werden, aber auch das Zusammenspiel von beiden Optionen ist möglich. Außerdem kann über Ansaugluft-Temperatur-Management die Ladeluft zusätzlich aufgeheizt werden. Mit einer höheren Abgastemperatur vereinfacht sich zudem die Regeneration des Partikelfilters, denn um den eingelagerten Ruß zu verbrennen, muss die Abgastemperatur über der Rußzündtemperatur von 550 Grad Celsius liegen.

Mit Ansaugluft-Temperatur-Management können Ingenieure für die Motorkühlung Bauraum im Frontend einsparen, was sich aufgrund von Synergien zwischen Ladeluft- und Abgaskühlung und der bedarfsgerechten Verteilung der Kühlmittelströme ergibt. Dadurch können die installierte Kühlleistung und der Bauraum beträchtlich verringert werden, die Kühlerstirnfläche beispielsweise um bis zu zehn Prozent.

Weitere Informationen unter: www.behrgroup.com

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