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Klimagerät in Nkw ist wichtigste Extra-Ausstattung

29.09.2004


Studie von Behr und icon brand navigation zeigt: Klimagerät sorgt für zufriedene Fahrer und schafft Wettbewerbsvorteile

Stuttgart, Juli 2004

Klimageräte im Auto werden immer beliebter. Aber nicht nur Pkw-Fahrer wissen die Frischluftversorger zu schätzen – vor allem wer regelmäßig mit einem Nutzfahrzeug unterwegs ist und weite Strecken zurücklegt, kennt die Vorteile eines gut temperierten Fahrerhauses. Welchen Stellenwert ein Klimagerät für Fuhrparkmanager im Vergleich zu anderen Zusatzausstattungen in Nutzfahrzeugen hat, untersucht die Studie „Klimageräte in Nutzfahrzeugen aus der Sicht von Fuhrparkmanagern“, die Behr in Zusammenarbeit mit icon brand navigation durchgeführt hat. Für die Studie befragte icon brand navigation im April 2004 telefonisch insgesamt 120 Fuhrparkmanager von Lkw-Flotten in Deutschland.

Klimagerät gilt als wichtigste Zusatzausstattung im Fahrerhaus

Ein Klimagerät in Nutzfahrzeugen hat höchste Priorität – das ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie. Rund ein Drittel der 120 befragten Fuhrparkmanager von Lkw-Flotten in Deutschland nannte das Klimagerät als die wichtigste Zusatzausstattung im Nkw. Damit liegt es in der Gunst der Fuhrparkverantwortlichen vor Komfortsitzen und der Standheizung mit jeweils 18 Prozent. Dieses Urteil spiegelt sich auch in den Kriterien, die künftige Kaufentscheidungen der Fuhrparkmanager beeinflussen:

Während 36 Prozent das Fahrzeug mit Klimaautomatik ausstatten lassen würden, gaben sogar rund 45 Prozent der Befragten an, sich beim Kauf eines neuen Nkw „in jedem Fall“ oder zumindest „höchstwahrscheinlich“ für ein manuell einstellbares Klimagerät zu entscheiden. Ein Klimagerät, das das Fahrerhaus auch bei ausgeschaltetem Motor kühlt, ist für ein gutes Viertel der Studienteilnehmer interessant. Wichtiger ist den Fuhrparkmanagern allerdings, dass die Fahrer nicht frieren. 60 Prozent gaben an, beim Kauf eines neuen Fahrzeugs zumindest „höchstwahrscheinlich“ auf eine Standheizung zu achten. Nur so lässt sich sicherstellen, dass das Fahrerhaus auch im Stau, bei längeren Wartezeiten oder in Ruhepausen gut beheizt ist.

Komfort vor allem im Fernverkehr wichtig

Die Ansprüche, die Fuhrparkmanager an die Ausstattung ihrer Fahrzeuge stellen, sind von den Strecken abhängig, die mit den Nkw zurückgelegt werden. Denn je länger die Fahrer unterwegs sind, desto wichtiger wird der Fahrkomfort. Während Lkw-Fuhrparkverantwortliche, deren Fahrer vorwiegend im europaweiten Fernverkehr unterwegs sind, großen Wert auf Zusatzausstattungen im Allgemeinen legen, sind diese für ihre Kollegen im regionalen und bundesweiten Verkehr weniger bedeutsam. Dass die Nkw ihrer Fahrer mit komfortablen Sitzen ausgestattet sind, hat nur für 40 Prozent der Fuhrparkmanager mit regionalen Einsatzgebieten höchste Priorität.

55 Prozent der Fuhrparkmanager mit deutschlandweitem Einsatzgebiet würden beim Kauf eines neuen Nkw „in jedem Fall“ oder „höchstwahrscheinlich“ auf Luxus-Sitze achten. Bei den Verantwortlichen mit europäischen Einsatzgebieten sind es mehr als 70 Prozent.

Angenehmes Klima sorgt für zufriedene Fahrer und höhere Sicherheit

Warum Zusatzausstattungen – vor allem im Fernverkehr – wichtig sind, liegt auf der Hand: Um auf langen Strecken konzentriert zu bleiben und sicher ans Ziel zu kommen, müssen Fahrer sich am Steuer möglichst wohl fühlen. Nach Ansicht der befragten Fuhrparkmanager kann ein Klimagerät hierzu beitragen: 76 Prozent stimmen der Aussage zu, dass ein klimatisierter Innenraum ihren Fahrern die Arbeit erleichtert. Bei den Verantwortlichen für Lkw-Flotten, die Güter im Fernverkehr transportieren, sind es sogar 91 Prozent. Insbesondere in den Pausen, in denen sich die Fahrer ausruhen und erholen sollen, ist ein angenehmes Klima im Fahrerhaus wichtig. 82 Prozent der befragten Verantwortlichen für Fernverkehr-Flotten meinen, dass ein Klimagerät die Fahrer in heißen Nächten besser schlafen lässt.

Zudem sehen die Befragten einen Zusammenhang zwischen einem gut temperierten Fahrerhaus und der Leistung ihrer Mitarbeiter. 74 Prozent der Fuhrparkmanager von Fernverkehr-Flotten und 48 Prozent ihrer Kollegen im Nahverkehr glauben, dass ein Klimagerät die Leistungsfähigkeit ihrer Fahrer erhöht. 71 Prozent sind der Ansicht, dass es die Motivation steigert, bei den Nahverkehrs-Verantwortlichen sind es 44 Prozent. Davon profitieren in erster Linie die Kunden, denn die Fracht in einem Nkw mit Klimagerät kommt sicherer an: Jeweils fast die Hälfte der Befragten ist der Ansicht, dass eine Klimaanlage die Sicherheit im Nkw erhöht und dazu beiträgt, Unfälle zu vermeiden. Für Fernverkehr-Verantwortliche sind die Vorteile eines Klimagerätes noch offensichtlicher: 79 Prozent glauben an mehr Sicherheit, 76 Prozent an weniger Unfälle.

Folgen des Rekord-Sommers 2003

Klimageräte machen sich vor allem bei extremen Wetterbedingungen bezahlt. Das bekamen Autofahrer in ganz Deutschland im vergangenen Jahr zu spüren. Der Sommer 2003 brach alle Rekorde: Die Wetterdienste meldeten wochenlang Spitzenwerte, mancherorts überschritt das Quecksilber regelmäßig die 40-Grad-Marke. Berufsfahrer, die den Großteil des Tages im Fahrerhaus verbringen, litten besonders unter der anhaltenden Hitze. Das zeigt auch die Studie: Die Hälfte der befragten Fuhrparkverantwortlichen gibt an, dass Fahrer im Sommer 2003 vermehrt über die erschwerten Arbeitsbedingungen klagten. Die Situation für die Fahrer schätzen sie unabhängig von der zurückzulegenden Strecke in etwa gleich ein. Gut die Hälfte der Fernverkehr-Verantwortlichen und 47 Prozent ihrer Kollegen im Nahverkehr berichten, dass Fahrer über die hohen Temperaturen im Nkw klagten.

Die Hitzewelle wirkte sich auch auf die Leistung der Lkw-Fahrer aus.

40 Prozent der Studienteilnehmer stellten körperliche Erschöpfung bei den Fahrern fest, die sie auf die hohen Temperaturen zurückführen. Die meisten der befragten Fuhrparkmanager bemerkten einen Leistungsabfall ihrer Fahrer, an zweiter Stelle beobachteten sie schnellere Ermüdungserscheinungen. Fast ebenso viele Befragte gaben an, dass die Fahrer bei der Arbeit weniger motiviert waren. Einige stellten Konzentrationsschwächen bei ihren Mitarbeitern fest.

Die Konsequenz aus den Erfahrungen des Rekord-Sommers: Fast die Hälfte der Fuhrparkmanager ist überzeugt, dass Klimageräte im Nkw daraufhin deutlich wichtiger geworden sind, im Fernverkehr stimmen dem sogar fast zwei Drittel zu. Dass der Sommer 2003 diesbezüglich keine Auswirkungen hatte, glauben nur 14 Prozent.

Return on Investment? – Zufriedene Fahrer und Wettbewerbsvorteile

Auch aus wirtschaftlichen Gründen sind Klimageräte in Nutzfahrzeugen interessant – denn Fahrer, die sich bei der Arbeit wohl fühlen, sind verlässlicher im Einsatz. 28 Prozent der Fuhrparkmanager glauben, dass Fahrer, die in einem klimatisierten Fahrerhaus unterwegs sind, vor allem im Sommer seltener krank werden. Unternehmen, die über Nkw mit Klimageräten verfügen, sind außerdem für Bewerber attraktiver: 39 Prozent der Befragten meinen, dass ein Klimagerät die Suche nach qualifizierten Fahrern erleichtert, im Fernverkehr sind es sogar fast 60 Prozent.

Auch wenn der Nkw im eigenen Unternehmen einmal ausgedient hat, macht sich die Investition in ein Klimagerät noch bezahlt: Knapp zwei Drittel der Verantwortlichen im Fernverkehr und gut die Hälfte ihrer Kollegen im Nahverkehr gaben an, dass Nutzkraftfahrzeuge mit Klimageräten sich besser verkaufen lassen.

Die Studie zeigt: Zusatzausstattungen im Lkw sind mehr als ein „Nice-to-have“. Denn sie können dazu beitragen, die Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrer zu verbessern und so die Voraussetzung schaffen, um im Wettbewerb zu bestehen. In der Logistikbranche wird der Wettbewerb in den kommenden Jahren stark zunehmen – davon sind die Befragten überzeugt. 78 Prozent gehen davon aus, dass der Kostendruck künftig steigt, für 67 Prozent wird die Zukunft der Branche von höherem Zeitdruck bestimmt. Jeweils zwei Drittel der Befragten glauben zudem, dass die Verkehrsdichte zunimmt und höhere Sicherheitsanforderungen herrschen. Vor allem Manager von Fernverkehr-Flotten können künftig auf Zusatzausstattungen nicht verzichten, weil sie die Arbeit der Fahrer erleichtern und ihre Leistungsfähigkeit erhöhen.

65 Prozent glauben, dass Navigationssysteme künftig bedeutender werden, für 62 Prozent ist dies bei der Standheizung der Fall. Auch Zusatzausstatt-ungen, die für ein gut temperiertes Fahrerhaus sorgen, können erfolgsent-scheidend sein: Rund 44 Prozent glauben, dass automatische Klimageräte und solche, die das Fahrerhaus auch bei ausgeschaltetem Motor kühlen, einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Letztere stehen vor allem bei Verantwortlichen für Fernverkehr-Flotten hoch im Kurs: Jeder Zweite gibt an, beim Nkw-Kauf „in jedem Fall“ oder zumindest „höchstwahrscheinlich“ auf eine Standkühlung zu achten. Denn vor allem für Fahrer, die häufig im Stau stehen oder im Fahrerhaus übernachten, bedeutet sie einen echten Mehrwert.

Besonders großes Interesse besteht an innovativen Klimageräten, die Standheizung und Standkühlung miteinander verbinden. Mehr als 50 Prozent der Fuhrparkmanager im Fernverkehr würden ein solches Gerät wahrscheinlich bestellen.

Das Fazit: Klimageräte in Nutzfahrzeugen erhöhen – ebenso wie im Pkw – den Fahrkomfort und sind vor allem auf langen Strecken ein Muss. Wer im Nkw auf die Frischluftversorger setzt, erhöht zudem die Leistungsfähigkeit seiner Fahrer und trägt dazu bei, dass die Lieferung sicher ankommt. Klimageräte im Nkw sind also mehr, als nützliche Zusatzausstattungen, die die Arbeit der Fahrer angenehmer machen – mit ihnen sind Logistik-Unternehmen auf extreme Wetterbedingungen vorbereitet und können sich einen wichtigen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

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