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Die Vierzonen-Klimaanlage

22.07.2004


Mit der Vierzonen-Klimaanlage kann jeder Mitfahrer im Auto seine individuelle Wunschtemperatur einstellen. Dafür stehen zwei Bediengeräte zur Verfügung, eines im Cockpit, eines im Fond. Einmal eingestellt, sorgt ein Mikrocomputer dafür, dass die Wunschtemperaturen stets eingehalten werden. Dazu dosiert, temperiert und regelt der Computer mit Hilfe von elektronisch gesteuerten Elektromotoren bis zu 14 verschiedene Luftströme.

Mit maximal 18 Luftdüsen im Innenraum verfügt die Vierzonen-Klimaanlage über mehr Düsen als jede andere Fahrzeugklimaanlage. Damit bietet sie den Mitfahrern einen bisher nie erreichten thermischen Komfort. Aber die Vierzonen-Klimaanlage leistet noch mehr. Sie kühlt eine aufgeheizte Kabine schnell ab und hält die Scheiben frei von Beschlag. Darüber hinaus sorgt sie für eine angenehme Luftfeuchte im Innenraum und reinigt die Luft von Partikeln und Staub. Sie verhindert das Eindringen von schädlichen Gasen in die Kabine, macht das Fahren mit Kindern angenehmer und fördert Fahrkondition und Konzentration des Fahrers.

Um diese Leistungen zu verstehen, betrachten wir zuerst eine einfache, einzonige Klimaanlage, wie sie heute noch in vielen klimatisierten Autos im Einsatz ist.

Komfort steigt mit den Zonen

Bei einer einzonigen Anlage stellt der Fahrer die gewünschte Temperatur und Gebläsestufe ein. Da er körperlich und geistig aktiv ist, wird ihm schnell warm; bei dem heutigen, meist dichten Verkehr kommt er sogar leicht ins Schwitzen. Er stellt die Temperatur deshalb meist niedriger ein als für die anderen Mitfahrer angenehm ist. Richtet sich der Fahrer bei der Einstellung von Temperatur und Gebläsestufe dagegen nach den Wünschen der anderen, fühlt er sich nicht wohl. Wenn sich aber der Fahrer oder die Fahrerin unwohl fühlt, kann das gefährliche Folgen haben; denn der sogenannte Wärmestress belastet den Organismus: Ausdauer und Konzentration lassen nach, Fahrfehler häufen sich.

Ist das Fahrzeug voll besetzt, wird es noch schwieriger, angenehme Temperaturen herzustellen. Erstens erwärmt sich die gekühlte Luft auf dem Weg von der Klimaanlage in den Fond immer um einige Grad, die warme Luft hingegen kühlt sich ab; auch die Luftströmung lässt nach. Diese Verluste müssen durch eine stärkere Einstellung der Klimaanlage ausgeglichen werden. Auf den vorderen Plätzen wird es dann zu warm oder zu kalt. Zweitens haben auch die Fondpassagiere unterschiedliche thermische Bedürfnisse: Dem spielenden Kind ist es zu warm, seiner Großmutter daneben zu kalt. Kurz: Eine einzonige Klimaanlage kann auch nur eine Person thermisch vollkommen zufrieden stellen.

Bei einer Zweizonen-Klimaanlage, in der Mittel- und Oberklasse heute Standard, sieht es schon besser aus. Fahrer und Beifahrer können die Temperatur getrennt einstellen. Die Situation der Fondpassagiere ist jedoch weiterhin unbefriedigend: Im Winter ist es ihnen oft zu kalt, im Sommer zu warm. Bei Urlaubsfahrten in den Süden zum Beispiel leiden besonders Kinder unter der zu großen Hitze im Fond, was die „Quengelrate“ in gefürchtete Höhen treibt. Bleibt also nur die Vierzonen-Klimaanlage: Sie allein garantiert höchsten Klimakomfort für alle Insassen.

Kinder bleiben „cool“

Für kleine Kinder, die ihr Wunschklima selbst nicht einstellen können, kann der Fahrer die Temperatur am vorderen Bediengerät der Vierzonen- Klimaanlage entsprechend der kindlichen Bedürfnisse einstellen. Größere Kinder etwa benötigen für ihren Komfort meist niedrigere Temperaturen als Erwachsene, besonders wenn sie spielen oder anderweitig aktiv sind. Kleinere Kinder hingegen müssen, abhängig von der Bekleidung, durch höhere Temperaturen vor dem Auskühlen geschützt werden.

Solarsensor erfasst Sonneneinstrahlung

Bei direkter Sonneneinstrahlung kann es den betroffenen Mitfahrern ganz schön heiß werden. Eine Absenkung der Temperatur am Bediengerät bringt aber nicht viel, denn meist wird nur ein bestimmter Körperteil von der Sonne beschienen: Brust, Schulter oder ein Arm. Außerdem kommen durch die wechselnde Fahrtrichtung die Sonnenstrahlen mal von vorne, mal von der Seite, mal von hinten. Bei der Vierzonen-Klimaanlage wird der Einstrahlwinkel der Sonne durch einen Solarsensor jederzeit erfasst.

Dadurch „weiß“ die Klimaanlage, welcher Körperteil betroffen ist. Wenn zum Beispiel die Beifahrerin oder der Beifahrer von rechts vorne angestrahlt wird, wird die Temperatur des Luftstroms aus der rechten Seitendüse abgesenkt. Bei einer Bestrahlung von hinten links kommt ein kühlerer Luftstrom aus der linken B-Säule (Türholm). Auch die gesamte Aufheizung der Kabine durch die Sonne wird erfasst und Lufttemperatur und Gebläseleistung so angepasst, dass die eingestellten Wunschtemperaturen stets erhalten bleiben.

Kabinenluft wird gereinigt

Ein Luftgütesystem mit automatischer Umluftschaltung und einem Partikelund Geruchsfilter hält die Innenluft von Schad- und Geruchsstoffen weitgehend frei. Die Umluftschaltung reagiert auf ein Signal des Schadgassensors, der steigende Konzentrationen von Kohlenmonoxid und Stickoxiden in der Außenluft meldet. Solche Konzentrationen treten oft im Stau, im Tunnel und in Tiefgaragen auf.

Verhinderung von Scheibenbeschlag

Klimaanlagen halten die Scheiben frei von Beschlag. Ganz gleich ob die Luft schwül oder nasskalt ist, denn durch die Abkühlung der Luft kondensiert ihre Feuchtigkeit, so wie der Kochdunst in der Küche am kalten Fenster. Trockene Luft kann bei empfindlichen Menschen auf langen Fahrten jedoch einen Hustenreiz oder schmerzende Augen verursachen. Bei der Vierzonen- Klimaanlage wird dies durch eine Regelung der Feuchtigkeit verhindert. In der Kabine stellt sich so immer eine angenehme Luftfeuchtigkeit ein. Die Gefahr von Scheibenbeschlag ist dabei ausgeschlossen.

Die wichtigsten Merkmale der Vierzonen-Klimaanlage zusammengefasst:

· Temperatureinstellung in allen vier Raumzonen mit Bediengeräten vorne und im Fond

· Solarsensor zur automatischen Nachregelung der Temperatur bei direkter Sonneneinstrahlung

· Feuchte-Management zur Verhinderung von Scheibenbeschlag und Anhebung der Luftfeuchtigkeit bei zu trockener Kabinenluft

· Luftgütesystem aus Staubfilter, Schadgassensor und automatischer Umluftschaltung

· Links/rechts getrennt einstellbare Luftverteilung

· Einstellbare Belüftungsdüsen in der Instrumententafel, den B-Säulen sowie in der Mittelkonsole für die Fondbelüftung

Zum Unternehmen:

Die Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart, ist Systempartner der internationalen Automobilindustrie. Die Unternehmensgruppe ist spezialisiert auf Fahrzeugklimatisierung und Motorkühlung und zählt weltweit zu den führenden Erstausrüstern bei Pkw und Nutzfahrzeugen. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2003 rund 3,0 Mrd. EUR. Behr beschäftigt derzeit in 30 Entwicklungs- und Produktionsstandorten in Europa, Nord- und Südamerika, Südafrika und Asien rund 16.100 Mitarbeiter.

Umfrageergebnisse: Pro Klimaanlage
Was spricht für die Vierzonen-Klimaanlage
Wunsch nach individuellem Wohlfühlklima im Auto
Umfrageergebnisse: Was dem Familienfahrer an Klimaanlagen wichtig ist
Umfrageergebnisse: Was dem Fahrern, die ihr Auto als Ausdruck ihrer Persönlichkeit sehen, an Klimaanlagen wichtig ist
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