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Q-Cells will eine Mrd. Euro in Malaysia investieren

03.06.2008
Sehen uns der Konkurrenz aus Fernost definitiv gewachsen

Der ostdeutsche Solarzellenhersteller Q-Cells beabsichtigt, rund eine Mrd. Euro in eine malaysische Produktionsanlage zu investieren.

Wie die Financial Times Deutschland unter Berufung auf die Financial Daily berichtet, will Q-Cells-Chef Anton Milner ersten Informationen nach den genannten Betrag investieren und in der ersten Phase vor Ort zwischen 800 und 900 neue Mitarbeiter einstellen.

Bereits im Februar hatte das Solar-Unternehmen aus Sachsen-Anhalt mitgeteilt, in der ersten Entwicklungsphase mehr als 200 Mio. Euro in das Werk zu stecken. Vorgesehen ist, dass die Produktionsanlage noch bis zum Anfang des kommenden Geschäftsjahres fertiggestellt wird. Mit einer Herstellung von Solarzellen könnte dann schon im zweiten Quartal begonnen werden, so der Bericht.

"Der Konkurrenz aus Fernost/China sehen wir uns definitiv gewachsen. Insofern ist der sukzessive Ausbau die richtige Strategie", sagt Q-Cells-Sprecher Stefan Dietrich gegenüber pressetext.

Wegen der starken Nachfrage nach Solarmodulen wolle Q-Cells weitere 1.600 bis 1.800 Mitarbeiter in den folgenden zwei Entwicklungsphasen des Komplexes einstellen. "Wir müssen hier sehr schnell expandieren, da wir eine große Nachfrage von unseren Tochtergesellschaften haben", so Milner. Die in Malaysia produzierten Solarzellen sollen nach Europa und in Schwellenländer verkauft werden. Bereits in das laufende Geschäftsjahr war Q-Cells mit einem Gewinnsprung gestartet. In den ersten drei Monaten verdoppelte sich der Nettogewinn fast von 33,7 Mio. auf nunmehr über 54,4 Mio. Euro.

Auch der Umsatz legte um 65 Prozent auf 269,7 Mio. Euro zu. Damit avancierte der Solarkonzern eigenen Angaben nach mit einem Schlag zum weltweit größten Solarzellen-Hersteller. Die Rahmenbedingungen gestalten sich nicht zuletzt aufgrund des hohen Ölpreises und eines damit verbundenen Umdenkens hin zu regenerativen Energieformen für die Branche derzeit positiv.

Erst gestern, Montag, teilte der Autozulieferer Bosch mit, die Mehrheit an ersol Solar zu übernehmen, worauf die Aktie um mehr als 60 Prozent in die Höhe schnellte (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080602014). Zudem verhinderte die SPD in der Bundesrepublik unlängst gegen den Widerstand einzelner Unionsabgeordnete, dass die Vergütung für Solarstrom künftig um bis zu 30 Prozent gekappt wird.

Insider werten dies als Reaktion der Politik, die sich in der Bedeutsamkeit der Solarbranche für die Gesamtwirtschaft zunehmend bewusst wird. Bisher scheuten Solarfirmen aufgrund der unsicheren politischen Rahmenbedingungen weitere Investitionen. "Von der bevorstehenden Entscheidung erhoffen wir uns keinen radikalen Schnitt bei den Vergütungen. Insofern gehen wir bis zum Jahresende davon aus, einen Gesamtumsatz von rund 1,275 Mrd. Euro zu erwirtschaften", so Dietrich abschließend.


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