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Mit Innovationen weltweit erfolgreich

09.05.2008
Bilanzpressekonferenz 2008: Kooperationen mit Kunden treiben Innovationen voran

Linsen aus „selbstheilendem“ Suprasil® 501 – eine Innovation für die Mikrolithografie


Silberhaltige Pasten stellen die Ableitung des
Solarstromes aus den Siliziumzellen bei möglichst
geringer Abschattung der Solarzelle sicher.

Mit 25 eigenen Entwicklungszentren und über 4700 Patenten Heraeus weltweit innovativ. 97 neue Basispatente sind im Geschäftsjahr 2007 hinzu gekommen.

Die Innovationsrate (Umsatz mit Produkten jünger als drei Jahre) konnte auf einem hohen Niveau von über 20 % gehalten werden. „Innovationen sind der Motor unserer unternehmerischen Tätigkeit und ein wichtiges Standbein unserer Wachstumsstrategie.

Sie sollen neue Marktsegmente erschließen und Plattformen für neue Technologien für unser Unternehmen ermöglichen“, erläuterte Dr. Frank Heinricht, stellv. Vorsitzender der Geschäftsführung der Heraeus Holding GmbH auf der Bilanzpressekonferenz Ende April 2008 die Innovationsstrategie des Unternehmens. Bei der Entwicklung neuer Produkte und Innovationen spielen verschiedene Erfolgsfaktoren eine Rolle. So gibt es bei Heraeus keine zentrale Forschung & Entwicklung.

„Bei unserer Vielfalt an Produkten und Industriebranchen, in denen wir aktiv sind, schafft nur eine dezentral aufgestellte Entwicklung in den Konzernbereichen die notwendige Markt- und Kundennähe, um neue Produkte bzw. Produktlösungen für unsere Kunden zu entwickeln“, so Heinricht. Internationale und interdisziplinäre Kooperationen und Partnerschaften mit Universitäten und Forschungsinstituten, z. B. mit der Northeastern University Shenyang, China, helfen, neue Ideen zu erschließen und länderspezifische Kundenanforderungen zu erfüllen.

Eine wichtige Grundlage für neue Produkte ist die langjährige Zusammenarbeit mit Kunden. „Ein gutes Beispiel ist unsere Zusammenarbeit mit dem Optikunternehmen Carl Zeiss SMT“, hob Frank Heinricht hervor. „Wir sind offizieller ‚Carl Zeiss SMT Supply Chain Partner’. Unser auf hoher Vertrauensbasis aufgebautes Kunden-Lieferanten- Verhältnis fördert innovative Entwicklungen in der Mikrolithografie.

Wir arbeiten intensiv mit Carl Zeiss zusammen, um die optischen Eigenschaften und Qualitäten von synthetischem Quarzglas immer weiter zu optimieren.“ Die jüngste Innovation auf diesem Gebiet ist eine langzeitstabile, selbstheilende Quarzglas-Generation für Linsensysteme für die Mikrolithografie zur Herstellung von Mikrochips. In seinem Leben als Linsenmaterial muss Quarzglas u. a. den Beschuss von über 200 Milliarden Laserpulsen unbeschadet überstehen. Diese Anforderung erfüllt Suprasil® 501. Grund: Im Quarzglas vorhandene Wasserstoffmoleküle heilen laserinduzierte Defektzentren wieder aus, die ansonsten eine Verschlechterung der hervorragenden optischen Eigenschaften verursachen würden.

Als Markt- und Technologieführer mit den Kernkompetenzen Edelmetalle, Sensoren, Dental- und Medizinprodukte, Quarzglas sowie Speziallichtquellen für Infrarot und Ultraviolett orientiert sich Heraeus bei Entwicklung neuer Produkte gezielt an neuen Wachstumsfeldern wie Gesundheit, Kommunikation und Umwelt. Dabei stehen nicht immer neue Produktentwicklungen im Fokus, sondern auch neue Serviceangebote. In der Dentalindustrie wird immer häufiger Zahnersatz durch rechnerunterstützte Entwürfe und Fertigungstechniken (CAD/CAM-Technik) hergestellt. Mit einem hochmodernen Fräszentrum mit CAD/CAM-Technik in Hanau bietet Heraeus einen Komplettservice für Zahntechniker an. Kronen, Brücken, Implantataufbauten und andere zahntechnische Konstruktionen auf Basis von Keramiken wie Zirkondioxid können individuell und just-in-time produziert werden.

Der Markt wächst überproportional. „Mit der neuesten Technik und einem durchdachten Gesamtprozess hat Heraeus die Tür zu diesem Markt weit aufgestoßen“, so Heinricht.

Innovationen für die Umwelt und Photovoltaik Schon seit 1916 stellt Heraeus einen Katalysator-Klassiker her - feinmaschige Platinnetze, die bei der Ammoniakverbrennung zur Produktion von Salpetersäure zum Einsatz kommen. Die katalytische Wirkung der bis zu sechs Meter durchmessenden Netze wurde in den letzten Jahrzehnten immer weiter verbessert. Heute leistet eine innovative Kombination dieser Netze mit einem Zusatzkatalysator aus edelmetallbeladenen Keramikträgern einen wichtigen Beitrag für die Umwelt. Bei der Ammoniakverbrennung entsteht als Nebenprodukt Lachgas. Dieses Gas verfügt über das 310fache Treibhausgaspotenzial von Kohlendioxid. Mit dem neuen Katalysatorsystem werden aber bis zu 90 % des Lachgases zerstört.

Die umweltfreundliche Photovoltaik erlebt derzeit einen Boom. Zahlreiche Produkte von Heraeus wie Infrarotlampen oder Sputtertargets spielen bei der Produktion von Solarzellen eine Rolle. Solarzellen werden heute zum überwiegenden Teil aus Silizium-basierten Wafermodulen hergestellt. Ein alternatives Herstellungskonzept sind Dünnschichtmodule. Verglichen mit kristallinen Solarzellen aus Siliziumwafern sind Dünnschichtzellen hundertmal dünner. Heraeus entwickelt für beide Konzepte Produkte zur Beschichtung, Verbindungstechnik und Wärmetechnik. Neben Sputtertargets gehören dazu silberhaltige Pasten, die die Ableitung des Solarstromes aus den Siliziumzellen bei möglichst geringer Abschattung der Solarzelle sicherstellen.

Auch Infrarotwärme kommt bei der Produktion der Solarzellen zum Einsatz. Bei der Herstellung der Zellen erhalten die Basismaterialien Beschichtungen bei hohen Temperaturen im Vakuum. Heraeus hat für die Photovoltaik neue Strahler mit einem Reflektor aus opakem Quarzglas entwickelt, mit dem Wärmeprozesse bei der Fertigung von Solarzellen stabilisiert und optimiert werden können.

Kontakt:
Dr. Jörg Wetterau
Heraeus Konzernkommunikation
Leiter Technologiepresse & Innovation
e-mail: joerg.wetterau@heraeus.com
e-mail: technologyreport@heraeus.com

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