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Siemens liefert getriebelose Mühlenantriebe für Aurox-Eisenerzprojekt in Westaustralien

08.05.2008
Die Siemens-Division Industry Solutions hat von der australischen Aurox Resources Ltd., Perth, den Auftrag erhalten, für das Balla-Balla-Eisenerzprojekt in Westaustralien getriebelose Antriebe „Simine Mill GD“ für zwei Erzmühlen zu liefern.

Beide Mühlen werden mit dem „Frozen Charge Shaker“ ausgestattet. Dieser ermöglicht ein kontrolliertes Ablösen festgeklebter Ladung im Mahlrohr. Der Auftrag hat ein Volumen von mehr als 20 Millionen Euro. Das Projekt soll im dritten Quartal 2010 abgeschlossen sein.

Aurox entwickelt zurzeit die in der westaustralischen Pilbara-Region gelegene Balla-Balla-Magnetitlagerstätte. In diesem Rahmen errichtet das dänische Unternehmen FLSmidth & Co. A/S eine Erzaufbereitungsanlage mit einer jährlichen Kapazität von sechs Millionen Tonnen Eisenerzkonzentrat sowie Verladeeinrichtungen im nahegelegenen Hafen Port Headland. Die Aufbereitungsanlage ist so konzipiert, dass ihre Verarbeitungskapazität auf bis zu zehn Millionen Jahrestonnen ausgebaut werden kann.

Für die beiden Erzmühlen der Anlage liefert Siemens Direktumrichter gespeiste, getriebelose Ringmotor-Antriebssysteme. Die SAG-Mühle mit einem Durchmesser von 34 Fuß erhält einen Antrieb mit einer Leistung von 14 Megawatt, die 26-Fuß-Kugelmühle wird über eine Antriebsleistung von 17 Megawatt verfügen. Die Antriebssysteme basieren auf dem speziell für Erzmühlen entwickelten Lösungskonzept "Simine Mill GD".

Die drehzahlveränderlichen Antriebe werden mithilfe des patentierten Transvektorcontrol-Prinzips geregelt. Damit lässt sich der Betriebspunkt eines Antriebs einfach und präzise auf wechselnde Anforderungen einstellen. Sanftes Stoppen und Wiederanfahren reduziert den Verschleiß. Durch den Wegfall des Getriebes ist auch der Wartungs- und Reparaturaufwand gegenüber herkömmlichen Antrieben erheblich geringer. Kürzere Stillstandszeiten und längere Serviceintervalle erhöhen die Verfügbarkeit. Getriebelose Antriebe haben zudem einen höheren Wirkungsgrad und arbeiten energiesparender.

Dies senkt die Betriebskosten. Die Erzmühlen werden mit dem „Frozen Charge Shaker“ ausgerüstet. Dieses von Siemens entwickelte Verfahren dient zum kontrollierten Lösen festgeklebter Ladung (Frozen Charge) von der Innenwand der Mühle. Festklebende Ladung muss nicht mehr manuell im Rohr gelöst werden. Dies verkürzt Stillstandzeiten und erhöht die Verfügbarkeit. Beschädigungen der Mühle durch unkontrolliert herab fallendes Material werden vermieden. Für die zentrale Verfügbarkeit der gesamten Anlagendokumentation im Bedien- und Beobachtungssystem sorgt „eWD“ (electronic Web-based Documentation). Alle relevanten Dokumente werden in elektronischer Form zentral vorgehalten. Eine kontextsensitive Anbindung an das Bedien- und Beobachtungssystem mit automatischer Verlinkung von Dokumenten liefert dem Bedienpersonal einen jederzeit aktuellen Gesamtüberblick. Die integrierte Suchmaschine gewährleistet ein schnelles Auffinden wichtiger Informationen. Die Dokumentation lässt sich einfach aktualisieren und flexibel erweitern - auch um Unterlagen anderer Projektpartner.

Der Siemens-Sektor Industry ist der weltweit führende Anbieter von Produktions-, Transport- und Gebäudetechnik. Mit durchgängigen Hardware- und Software-Technologien und umfassendem Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität und Effizienz seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility, Drive Technologies und Osram. Mit weltweit rund 209 000 Mitarbeitern erzielte Siemens Industry im Geschäftjahr 2007 (30. September) einen Umsatz von etwa 40 Mrd. Euro (pro forma, unkonsolidiert).

Die Siemens-Division Industry Solutions (IS) gehört mit den Geschäftsaktivitäten Siemens VAI Metal Technologies, Linz/Österreich, Siemens Water Technologies, Warrendale, Pennsylvania/USA und Industry Technologies, Erlangen/Deutschland, zu den weltweit führenden Lösungsanbietern und Dienstleistern für Anlagen der Industrie und Infrastruktur. Mit eigenen Produkten, Systemen und Verfahrenstechnologien entwickelt und baut IS für Endkunden Anlagen, nimmt diese in Betrieb und betreut sie über deren gesamten Lebenszyklus.


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