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Inbetriebnahme der neuen Freiform-Schmiede

18.04.2008
ThyssenKrupp VDM investiert 56 Millionen Euro in den Standort Unna und sichert damit Arbeitsplätze

Mit umfangreichen Investitionen wird die Wettbewerbsfähigkeit der ThyssenKrupp VDM deutlich gestärkt. Rund 56 Millionen Euro sind unter anderem für den Bau einer neuen Schmiedeanlage im Werk Unna aufgewendet worden, die heute ihren Betrieb aufgenommen hat.

"Damit verfügen wir jetzt in Unna über einen der weltweit modernsten Freiform-Schmiedebetriebe", betonte Jürgen Fechter im Rahmen der offiziellen Einweihung der Anlage, an der auch NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben teilgenommen hat. "Für uns ergeben sich daraus neue Möglichkeiten, weitere Kunden insbesondere in der zukunftsträchtigen Luftfahrtindustrie zu gewinnen", so der Vorstandsvorsitzende der ThyssenKrupp Stainless AG. Mit dem Ausbau der Schmiedeaktivitäten war gleichzeitig die Aufstockung der Belegschaft am Standort um rund zehn Prozent verbunden.

"In diesen Tagen ist viel von Verantwortung der Unternehmen die Rede. Ich freue mich daher mit ThyssenKrupp VDM einmal mehr ein Unternehmen anzutreffen, das in modernste Produktionsanlagen investiert und mit diesem Einsatz den Industriestandort Nordrhein-Westfalen stärkt und den hier lebenden Menschen eine gute und sichere Existenz- und Lebensgrundlage bietet", erklärte Christa Thoben auf der Veranstaltung.

Die ThyssenKrupp VDM GmbH arbeitet intensiv daran, ihre Position als einer der weltweit führenden Anbieter von Hochleistungswerkstoffen aus Nickellegierungen langfristig zu festigen und auszubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind vor etwa zwei Jahren im Rahmen einer Vorwärtsstrategie verschiedene Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von mehr als 70 Millionen Euro auf den Weg gebracht worden. Dazu zählen am Standort Unna die Erweiterung der Umschmelzkapazitäten sowie die Errichtung der neuen Schmiedepresse, die mit einem Druck von fast 5.000 Tonnen arbeitet.

"Wir schließen damit die technologische Lücke im Fertigungsprozess von Langprodukten in Nickelwerkstoffen und vergrößern unser Angebot deutlich", sagte Dr. Olbrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der ThyssenKrupp VDM, bei der offiziellen Inbetriebnahme. Die Produkte aus Nickellegierungen und Sonderedelstählen kommen in Luft- und Raumfahrt, Öl und Gas, Energie- und Umwelttechnik, Automobilindustrie und vielen weiteren Anwendungen zum Einsatz. Schon jetzt liefert ThyssenKrupp VDM Hochleistungswerkstoffe, die für den Bau der neuen Großraummaschinen wie Airbus A 380 und Boeing 787 "Dreamliner" verwendet werden. Künftig will das Unternehmen auch im Bereich der rotierenden Teile von Flugzeugen mit seinem Material vertreten sein.

Der Ausbau der Schmiedeaktivitäten in Unna wirkt sich auch auf die Zahl der Arbeitsplätze im Werk aus, die um etwa 30 auf knapp 320 Mitarbeiter gestiegen ist. Einige der Beschäftigten, die bisher in der von Bärenstein nach Werdohl verlagerten Drahtfertigung tätig waren, haben hier neue Aufgaben gefunden. Thyssenkrupp VDM hat außerdem in Aussicht gestellt, dass die Zahl der Stellen am Standort Unna weiter zunehmen könnte.

Die ThyssenKrupp VDM GmbH, eine Tochtergesellschaft der ThyssenKrupp Stainless AG, entwickelt seit mehr als 75 Jahren Hochleistungswerkstoffe für besonders anspruchsvolle Anwendungen und Verfahren. Hier zählt ThyssenKrupp VDM GmbH zu den weltweit führenden Herstellern von Nickellegierungen und hoch legierten Sonderedelstählen. Zum Produktprogramm gehören Bänder, Bleche, Stangen, Schmiedeteile, Röhrenvormaterial und Drähte sowie Produkte der Feinwerktechnik. Sitz des Unternehmens ist Werdohl, weitere Produktionsstätten befinden sich in Unna, Altena und Siegen. In den USA ist ThyssenKrupp VDM mit den Werken in Florham Park (New Jersey) und Reno (Nevada) vertreten, die sich speziell mit der Fertigung von hochwarmfesten Werkstoffen für die Luftfahrtindustrie beschäftigen.

Eine weltweit operierende Vertriebsorganisation mit 14 Niederlassungen, verbunden mit Service-Centern in Guangzhou (China) und Melbourne (Australien), stellt durch ihre Kundennähe eine optimale Präsenz auf den Weltmärkten in den Segmenten Anlagenbau, Energiegewinnung, Öl und Gas, der Elektro- und Elektronikindustrie sowie Automotive-, Luft- und Raumfahrtindustrie sicher. Im Geschäftsjahr 2006/2007 verzeichnete das Unternehmen Lieferungen von etwa 50.000 Tonnen und erwirtschaftete mit weltweit rund 1.800 Mitarbeitern einen Umsatz von über 1,4 Milliarden Euro.


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