Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Die Wiesenweihe: Graziler Greifvogel, weit gereist und stark bedroht

20.11.2009
Der Forschungspreis 2009 der Deutschen Wildtier Stiftung zeichnet Forschungsvorhaben zum Schutz der Wiesenweihe aus

Anzeige

Die Wiesenweihe ist selten geworden. Nur noch rund 400 bis 450 Brutpaare leben in Deutschland. Auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird die Wiesenweihe als "stark gefährdet" klassifiziert. Um den Schutz des seltenen Greifvogels zu verbessern, unterstützt die Deutsche Wildtier Stiftung das Forschungsvorhaben der in Kürze promovierten Diplom-Biologin Christiane Trierweiler mit ihrem diesjährigen Forschungspreis.


50.000 Euro stehen der jungen Wissenschaftlerin jetzt zur Verfügung. Vom Institut für Vogelforschung "Vogelwarte Helgoland" in Wilhelmshaven aus wird sie die Bedeutung der afrikanischen Rast- und Überwinterungsgebiete für den Schutz der Wiesenweihe untersuchen. Dabei baut sie auf eigene Studien auf, bei denen mit Satellitentelemetrie belegt wurde, dass ein Schutz der Wiesenweihe allein in den Brutgebieten nicht ausreicht. Bei Zugvögeln besteht Handlungsbedarf sowohl in den Sommer- wie den Winterlebensräumen. Für das Überleben der Wiesenweihe müssen darüber hinaus auch die neu entdeckten Rastgebiete in Nordafrika geschützt werden.

"Mit unserer Förderung legen wir die Grundlagen, damit endlich ein umfassendes Schutzprogramm für die Wiesenweihe entwickelt werden kann, das auch den Vogelzug und die Überwinterungsphase berücksichtigt", erläutert Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. "Die Erkenntnisse daraus können dann auch auf andere Greifvögel mit ähnlichen Zugrouten übertragen werden."

Als Bodenbrüter und Langstreckenzieher ist die Wiesenweihe gleich mehrfachen Gefährdungen ausgesetzt: Der ursprüngliche Lebensraum der Wiesenweihe im Brutgebiet, die Moore und Heidelandschaften, wurde in den letzten 50 Jahren zunehmend zerstört. Annähernd 90 % der Wiesenweihen brüten deshalb heute in Deutschland in Getreidefeldern, wo Gelege und Jungvögel zum Beispiel durch die Erntearbeiten gefährdet sind. Eine erfolgreiche Brut ist dort möglich, wo die Nester in Zusammenarbeit mit den Landwirten gesichert werden. Zusätzlich ist die Wiesenweihe auf ihren Zugwegen und in den Überwinterungsgebieten durch großflächige Zerstörung von Lebensräumen und durch Wilderei gefährdet.

Mit ihrem Forschungspreis fördert die Deutsche Wildtier Stiftung innovative Forschungsvorhaben junger Wissenschaftler rund um einheimische Wildtiere. "Ohne wildbiologische Erkenntnisse ist kein Ziel führender Artenschutz möglich", begründet Hilmar Freiherr von Münchhausen die Forschungsförderung. In den vergangenen Jahren ging der Forschungspreis an Arbeiten zum Birkhuhn, Siebenschläfer und Kleinspecht.

Pressekontakt
Eva Goris, Pressesprecherin, Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg, Telefon 040 73339-1874, Fax 040 7330278, E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de

Eva Goris | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.deutschewildtierstiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?
09.02.2012 | GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen in der Öffentlichen Verwaltung
09.02.2012 | Öko-Institut e. V. - Institut für angewandte Ökologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler machen Eisen durchsichtig


Erstmals gezeigt, dass Atomkerne transparent werden

Einem Team von DESY-Wissenschaftlern um Dr. Ralf Röhlsberger gelang es an der hochbrillanten Synchrotronlichtquelle PETRA III, Atomkerne mit Hilfe von Röntgenlicht transparent zu machen. Sie entdeckten dabei gleichzeitig ein neues Prinzip, um einen optisch gesteuerten Schalter für Licht herzustellen, also Licht mit Licht zu beeinflussen, ein wichtiger Baustein auf dem ...

Im Focus: Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert


Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst

Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...

Im Focus: Datenspeicher mit Lachs-DNA und Nano-Silber


Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.

Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.

Das System ...

Im Focus: VLT liefert detailreichstes Infrarotbild des Carinanebels


Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.

Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.

Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...

Im Focus: Automatisch Lücken im Funkspektrum erkennen


Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.

Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?

09.02.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung

09.02.2012 | Studien Analysen

Ocean warming causes elephant seals to dive deeper

09.02.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

7. Mannheimer Arbeitsrechtstag am 14. März mit Experten aus Theorie und Praxis

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

International Forum on Terahertz Spectroscopy and Imaging

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Teams aus neun Ländern treffen sich an der Leibniz Universität zum 6th Hanover PreMoot

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp