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Ein nordrhein-westfälischer Energie- und Klimarat mit führenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Institutionen soll zukünftig die Landesregierung bei der Umsetzung ihrer Energie- und Klimaschutzstrategie beraten.
Dies hat das Landes-Kabinett am 4. November beschlossen. Aufgabe des Gremiums ist es, die Umsetzung der Energie- und Klimaschutzstrategie zu überprüfen, das Erreichen der ehrgeizigen Energie- und Klimaschutzziele zu überwachen und gegebenenfalls eigene Verbesserungsvorschläge für diesen Prozess zu erarbeiten.
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat am 29. April 2008 ihre Energie- und Klimaschutzstrategie vorgelegt. Sie übernimmt damit in Deutschland eine Schrittmacherfunktion in der Energie- und Klimapolitik. Das zentrale Ziel ist eine nachhaltige, das heißt dauerhaft sichere, wirtschaftliche und klimafreundliche Energieversorgung. Im Miteinander von Politik, Bürgern, Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie allen gesellschaftlichen Gruppen Nordrhein-Westfalens wird diese Strategie umgesetzt.
Konkretes Ziel ist es, die energiebedingten CO2-Emissionen in Nordrhein-Westfalen ab dem Jahr 2020 um jährlich 81 Mio. t und damit um 28% gegenüber dem Jahr 2005 zu reduzieren.
Um dieses Ziel zu erreichen, nennt die Landesregierung in ihrer Energie- und Klimaschutzstrategie für Nordrhein-Westfalen insgesamt 43 landesspezifische Maßnahmen in den Bereichen
- Energiesparen
- Regenerative Energien
- Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung
- Fossile Energien
- Brennstoffzelle und Wasserstoff
- Export, Joint Implementation und Clean Development Mechanism
- Verkehr
- Kernenergie
Die Maßnahmen werden von den jeweils verantwortlichen Ressorts der Landesregierung umgesetzt.
Die Landesregierung wird die Umsetzung der Maßnahmen durch ein externes Monitoring begleiten, auswerten und ggf. Anpassungen vornehmen. In regelmäßigen Abständen, erstmals im Jahr 2010, werden die Ergebnisse in einem Bericht dargestellt. Der Energie- und Klimarat soll die Ergebnisse dieses Monitorings bewerten und ggf. Änderungs- und Ergänzungsvorschläge machen.
Mitglieder des Energie- und Klimarates der Landesregierung
Frank Asbeck
Vorstandsvorsitzender der Solarworld AG, Bonn
Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge
Boston Consulting Group (BCG), Stiftungsprofessor Energiewirtschaft der Universität zu Köln
Prof. Dr. Harald Bolt
Mitglied des Vorstands der Forschungszentrum Jülich GmbH, Bereich Energie und Umwelt
Wilhelm Bonse-Geuking
Vorsitzender der RAG-Stiftung, Essen
Claus Brinkmann
Sprecher der Geschäftsführung der Balcke-Dürr GmbH, Ratingen
Michael Grüll
Geschäftsführer der Stadtwerke Schwerte GmbH
Marianne Haug
Universität Hohenheim, Vorsitzende des Vorstandes des Forums für Zukunftsenergien, Berlin (bis 2007), Vorsitzende des Advisory Councils on Energy der EU
Dr. Thomas Köster
Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf
Dr. Jürgen Lenz
Vorstandsmitglied der E.ON Ruhrgas AG, Essen
Klaus Müller
Geschäftsführer der Verbraucherzentrale NRW, Düsseldorf
Dr. Klaus Schäfer
Vorsitzender der Geschäftsführung der Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen
Markus F. Schmidt
Vorsitzender der NRW-Landesgruppe des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, Bonn
Karl Schnadt
Mitglied des Vorstands der EVONIK-STEAG GmbH, Essen
Prof. Fritz Vahrenholt
Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Innogy, Essen
Prof. Dr. Martin Kaltschmitt
Leiter des Inst. Energetik und Umwelt der Universität Leipzig
Prof. Dr. Clemens Simmer
Leiter des Meteorologischen Instituts der Universität Bonn
Prof. Dr. Andreas Wahner
Leiter des Instituts „Chemie und Dynamik der Geosphäre (ICG 2) der Forschungszentrum Jülich GmbH
Dietmar Riecks
Vertreter der Architektenkammer NRW, Lehrbeauftragter der Bergischen Universität Wuppertal
Prof. Karl-Heinz Petzinka
Vorsitzender der Geschäftsführung der Treuhandstelle Wohnen GmbH
Kooptiert:
Dr. Manfred Fischedick
kom. Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie GmbH
Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher
Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW GmbH, Düsseldorf
Burghardt Dallosch
Geschäftsführer der Wohnungsbauförderungsanstalt Nordrhein-Westfalen Wfa
Iris Thiele | Quelle: EnergieAgentur.NRW
Weitere Informationen: www.energieagentur.nrw.de
Weitere Berichte zu: Brennstoffzelle und Wasserstoff > CO2-Emissionen > Energie- und Klimapolitik > Energiesparen > Energieversorgung > Export, Joint Implementation und Clean Development Mechanism > Fossile Energien > Kernenergie > Klimarat > Klimaschutzstrategie > Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung > Monitoring > NRW > Regenerative Energien
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