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Der Iberische Luchs – Rettung vor dem Aussterben

05.07.2011
Ein neues Online-Portal informiert über die aktuelle Forschung zum Thema Iberischer Luchs.

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Ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes reproduktionsbiologisches Forschungsprojekt soll helfen, die Zucht von Iberischen Luchsen zu verbessern. Die Zucht in Gefangenschaft (ex-situ) ist eine von mehreren Grundvoraussetzung für den Erhalt des Iberischen Luchses (Lynx pardinus).


Das neue zweisprachige Internet-Portal „www.izw-berlin.de/luchs“ berichtet über die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Erhalt der weltweit am stärksten bedrohten Wildkatzenart. Es wird erklärt, wie es für den Iberischen Luchs zu einer derartigen Bedrohungssituation kommen konnte und welche Schritte unternommen werden, um diese charismatische europäische Wildkatze zu erhalten.

Die Forschung des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) leistet einen wesentlichen Beitrag zum spanischen Erhaltungszuchtprogramm des Iberischen Luchses (Iberian Lynx Ex-situ Conservation Breeding Programme). Gemeinsam mit den spanischen Partnern wurde im November 2010 eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben, die es ermöglicht, die verschiedenen wissenschaftlichen Expertisen zu bündeln.

Auf der Iberischen Halbinsel leben aktuell etwa 200 bis 250 Iberische Luchse. Nur in Spanien in der Sierra Morena und im Doñana-Nationalpark kommen die Wildkatzen noch in intakten Populationen vor. Seit der Mensch die Lebensräume des Iberischen Luchses zerstört und sich dessen Hauptnahrungsquelle Kaninchen durch Krankheiten und Jagd drastisch verringert hat, ist die Art akut vom Aussterben bedroht. Das IZW beteiligt sich daher an einem Schutzprogramm, in dem Wissenschaftler und Tierärzte mit einer Zucht den Bestand der Luchse stabilisieren wollen. Gemeinsame Projekte dienen der Erforschung der Lebensweise, Gesundheit und Fortpflanzung und zielen letztendlich auf eine Auswilderung von Jungtieren in ehemalige Lebensräume ab. Das 2002 gestartete Zuchtprogramm läuft so erfolgreich, dass bereits Ende letzten Jahres die ersten Iberischen Luchse freigelassen werden konnten.

Das neue Luchs Internet-Portal informiert umfassend und spricht neben der allgemeinen Öffentlichkeit und wissenschaftlichen Kooperationspartner insbesondere Kinder an. Beispiele sind: Luchsikon (Lexikon über Luchse), Luchsquiz, Buchempfehlungen, Ausmalbilder und vieles mehr.

Kontakt:
Steven Seet, Presse-und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) im Forschungsverbund Berlin e.V.
Alfred-Kowalke-Straße 17
10315 Berlin
Tel. + 49 - 30 - 51 68 - 108
Fax + 49 - 30 - 51 26 - 104

Steven Seet | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.izw-berlin.de/luchs

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