Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Energetisch sinnvoll angebaut: Multimar Wattforum mit neuer Ausstellung

24.11.2008
DBU gibt 100.000 Euro für Energiekonzept des dritten Bauabschnittes - Vorbildhaft für Umweltbildungsstätten

Anzeige

Heute öffnete der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen die Türen des neuen Anbaus des Nationalpark-Zentrums Multimar Wattforum in Tönning.


Gemeinsam mit Dr. Gerd Meurs, Leiter des Multimar Wattforums, war er der erste Besucher der neuen Ausstellung "Wasserland Schleswig-Holstein" über die Binnengewässer des Bundeslandes und die Fischerei in der Nordsee. Hauptattraktion: das neue Großaquarium, in dem sich nordseebeheimatete Schwarmfische, Glatthaie und Dorsche in 250.000 Liter Salzwasser hinter einer sechs mal sechs Meter großen Glasscheibe tummeln.

Damit sie sich bei 13 bis 14 Grad wohlfühlen, muss das Wasser täglich energieaufwändig gekühlt werden. Deshalb entschied sich das Multimar Wattforum für einen besonders energieeffizienten Anbau ans Umweltinformationszentrum. Knapp 100.000 Euro gab die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) für das Energiekonzept dazu.

"Dieses Demonstrationsvorhaben zeigt die technischen Möglichkeiten und wirtschaftlichen Potenziale einer umweltfreundlichen Lüftung, Kühlung und Klimatisierung in einer Umweltbildungsstätte", sagte DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers anlässlich der Eröffnung des Erweiterungsbaues. Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und knapper finanzieller Mittel sei es wichtig, dass öffentliche und private Bauherren diese Erkenntnisse künftig zur Grundlage ihrer Planungen machen. "Schließlich müssen Ausstellungen über die Umwelt technisch auch besonders umweltfreundlich konzipiert werden." Die besondere Herausforderung des Konzeptes liege hier in den unterschiedlichen Nutzungszonen des Raumes, insbesondere in der Kühlung der unterschiedlichen Aquarien. Damit werde, so Elpers, nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet, sondern die Betriebskosten würden für das Multimar namhaft gesenkt.

Drei verschiedene Komponenten bildeten das Energiekonzept. Genutzt werde Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung. Die von einem Blockheizkraftwerk erzeugte Wärme werde im Sommer zum Betrieb einer Kältemaschine zur Klimatisierung verwendet. Auch werde Kälte aus dem Erdreich genutzt und kühle Außenluft. Ein natürliches Lüftungssystem sorge für angenehme Raumluft. Elpers: "Gegenüber einer konventionellen Variante halbiert sich mit der umweltfreundlichen Technik der Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid." Den Besuchern wird das nachhaltige Energiekonzept in einer eigenen Ausstellung veranschaulicht. Ab heute zeigt ein Gebäudemodell das Zusammenwirken der technischen Lösungen. Und den Besuchern werden Möglichkeiten für das Handeln im eigenen Haus mit auf den Weg gegeben. Über zwei Jahre lang wird der Energieverbrauch nun genau aufgezeichnet und ausgewertet, um das Verfahren und die eingesetzte Technik zu beobachten. 2010 sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden.

Mit dieser Förderung hat die DBU das Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum insgesamt mit über drei Millionen Euro unterstützt. 1999 wurde der Erstbau eröffnet, 2003 folgte die DBU-geförderte Ausstellung "Wale, Watt und Weltmeere".

Franz-Georg Elpers | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.dbu.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht El Niño Weather and Climate Change Threaten Survival of Baby Leatherback Sea Turtles
25.05.2012 | Drexel University

nachricht Bark Beetle May Impact Air Quality, Climate
25.05.2012 | Southern Illinois University Carbondale

Alle Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ein Kompass für Pollenschläuche - Forscher überwinden Barrieren für die Kreuzung von Pflanzenarten


Seit Jahrzehnten ist es ein Traum von Biologen und Pflanzenzüchtern auf der ganzen Welt: Der Genpool an Nutzpflanzen ließe sich wesentlich erweitern und verbessern, wenn die bestehenden Barrieren für die Kreuzung von Pflanzenarten überwunden werden könnten. Davon würde vor allem die Agrarwirtschaft profitieren.

Allerdings konnten die molekularen Grundlagen vieler Kreuzungsbarrieren und die Vorgänge bei der doppelten Befruchtung von Blütenpflanzen lange Zeit nicht untersucht werden. Viele Kreuzungsversuche schlugen fehl, weil es nicht gelang, das Wachstum des männlichen Pollenschlauchs (der die Spermazellen transportiert) zum weiblichen Eiapparat anzuregen.

Ein Forschungsteam der Universität Regensburg unter der Leitung von ...

Im Focus: Erster Einsatz für neuartiges Meeresbodenobservatorium


GEOMAR installiert MoLab an Kaltwasserkorallen-Riff vor Nordnorwegen

Morgen startet das Kieler Forschungsschiff POSEIDON vom norwegischen Bergen aus zu einer Expedition ins Europäische Nordmeer. An Bord befindet sich das neu entwickelte Ozeanboden-Observatorium MoLab. Die Wissenschaftler werden es erstmals für vier Monate an einem Kaltwasserkorallen-Riff vor Nordnorwegen installieren.

Bisher hatten Meeresforscher die Qual der Wahl, wenn sie komplexe Prozesse ...

Im Focus: Möglicher neuer Ansatz gegen Krebs im Frühstadium entdeckt


Zellen nutzen zur Kommunikation untereinander eine ganze Reihe an Proteinen. Darunter auch ein Zelloberflächenprotein, das in bestimmten Fällen die Entstehung von Krebs fördert, wie Berner Zellbiologen herausgefunden haben.

Schaltet man es aus, wird dadurch auch Krebs gehemmt oder gar verhindert. Da dieses Protein bereits in den ersten sich teilenden Krebszellen vorhanden ist, versprechen diese Ergebnisse völlig neue Ansätze zur Krebsbekämpfung in einem sehr frühen Stadium.

Prof. Eduardo Moreno und sein Team vom Institut für Zellbiologie der Universität Bern ...

Im Focus: Wie Magmafluss, Kristallwachstum und seismische Aktivität zusammenhängen


Autopsie einer Eruption
Forscher der RUB und aus Bristol berichten in Science

Wie die Vorgänge tief im Inneren von Vulkanen mit den an der Oberfläche gemessenen seismischen Daten zusammenhängen, berichten Forscher des Bereichs Petrologie der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit Kollegen aus Bristol in der Zeitschrift Science. Sie analysierten das Wachstum von Kristallen in der Magmakammer und nutzten Aufzeichnungen der seismischen Aktivität. Die ...

Im Focus: Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit


Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.

Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.

„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Forschungscampus caMPlusQ der Saarbrücker Materialwissenschaft und Werkstofftechnik eröffnet

25.05.2012 | Materialwissenschaften

Energieoptimiert Bauen

25.05.2012 | Architektur Bauwesen

NTU and I²R scientists invent revolutionary chipset for high-speed wireless data transfer

25.05.2012 | Informationstechnologie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

Von Urheberrechtsfragen bis hin zur Cyberkriminalität und Wirtschaftsspionage

25.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Das zweite Leipziger Fachgespräch Feste Biomasse 2012 findet am 13. Juni statt

25.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Familie und Wissenschaft

25.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp