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Handel mit Produkten der Raubfische verboten
Obwohl der große Weiße Hai nicht bei allen Menschen Sympathien hervorruft, wird seine Existenz unter besonderen Schutz gestellt: Bei der 13. Konferenz zum Washingtoner Artenschutzabkommen CITES, die derzeit in Bangkok stattfindet, wurde vereinbart den Handel mit Produkten des großen Hais zu verbieten. Der Antrag wurde von Australien und Madagaskar eingebracht und von allen Umweltorganisationen begrüßt.
Der Weiße Hai (Carcharodon carcharias) wird von den Menschen aufgrund seiner Zähne und seiner Kiefer aber auch wegen der Flossen stark bejagt. Haifischflossen zählen immer noch zu den größten und vor allem teuersten kulinarischen Spezialitäten in Südostasien. Die Antragseinbringer argumentierten auch damit, dass die Ausbeutung der Meere unbedingt international kontrolliert werden muss. Die Zahl der weltweit vorkommenden Weißen Haie ist nicht bekannt, allerdings nehmen Experten an, dass sie laufend fällt. Meeresbiologen sind der Ansicht, dass diese Raubfische eine lebenswichtige Rolle im marinen Ökosystem spielen und daher unbedingt unter Schutz gestellt werden müssen, wie etwa der Fachmann Ramon Bonfil von der Wildlife Conservation Society meint.
"Der weiße Hai wird gerne als Killer bezeichnet. Nun wird dieses Spezies ironischerweise das Opfer der weltweit gefährlichsten Spezies, des Menschen", meint Bonfil. Eine Unterschutzstellung der Spezies kontrolliert zumindest den Handel mit Produkten dieses Fisches. Der Weiße Hai ist allerdings nicht der einzige Knorpelfisch, der bereits unter Schutz gestellt ist. Zwei andere Haiarten stehen bereits auf der CITES-Liste. Insgesamt sind 82 Hai- und Rochenspezies auf der so genannten "roten Liste" der World Conservation Union eingetragen. Dort sollen demnächst weitere zehn hinzukommen. Auf der "roten Liste" befinden sich Tierarten, die von Experten der in der Schweiz ansässigen Organisation als vom Aussterben gefährdet gelten. Viele anerkannte Wissenschaftler greifen auf diese Listen zurück.
Wolfgang Weitlaner | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.cites.org
www.iucn.org
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