Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Nebelwälder unter ökologischem Druck

10.02.2004

Anzeige


Wissenschaftler warnen vor drohenden Wasserversorgungsproblemen


...mehr zu:
Höhenlagen Nebelwälder Wolke Wälder

Zu den am meisten gefährdeten Regionen der Erde gehören nach Ansicht zahlreicher Experten die Nebelwälder. Die Warnung kommt vom Treffen des World Conservation Monitoring Centre, einer Unterorganisation der United Nations Environmental Organisation UNEP, bei der Convention on Biological Diversity, die derzeit im malaysischen Kuala Lumpur stattfindet. Die Nebelwälder beherbergen nicht nur tausende seltener Tiere und Pflanzen, sondern sind auch notwendig für die Trinkwasser-Versorgung von Millionen von Menschen, berichtet BBC-Online.

Nach den jüngsten Berichten der Forscher, die sich auf Satellitendaten stützen, umfassen diese Wälder rund 400.000 Quadratkilometer und machen damit nur 2,5 Prozent der Gesamtfläche aller tropischen Regenwälder aus. 60 Prozent der Nebelwälder befinden sich in Asien, etwa 25 Prozent in Lateinamerika und die restlichen 15 Prozent in Afrika. Die meisten der Nebelwälder sind in Höhenlagen zwischen zwei und 3.000 Metern über dem Meeresspiegel, obwohl es in Küstenregionen auch Nebelwälder in Höhenlagen von 500 Metern gibt. Zu den typischen Nebelwäldern zählt etwa der La Tigra National Park in Honduras, der mehr als 40 Prozent der 850.000 Bewohner der Hauptstadt Tegucigalpa mit Trinkwasser versorgt. Die Nebelwälder bilden aber auch Genpools für Nutzpflanzen, da zahlreiche wildlebende Formen von Nahrungspflanzen in diesen Habitaten heimisch sind.

Die Nebelwälder sind durch Landwirtschaft, illegalen Holzeinschlag, Feuer, Straßenbau und die Einführung artfremder Spezies bedroht. Nach Angaben der Experten stellt aber die Klimaänderung die größte Bedrohung dar. "Einzigartig in diesen Wäldern ist die Tatsache, dass sie die Feuchtigkeit durch Kondensation der Wolken halten können", so Studienautor Philip Bubb von der UNEP. "Wenn die Temperaturen um nur einen Grad in den Niederungen steigen, bedeutet das einen Temperaturanstieg um zwei Grad in den Wäldern. Daraus resultiert das Aufsteigen der Wolken und das Austrocknen des Waldes", zeichnet der Forscher das Bild. Viele der Wälder sind daher rund um Berggipfel zu finden, da dort die Temperaturen kühler sind. Zunehmende Hitze sorgt aber dafür, dass die Wolken höher steigen und dass damit auch die höchstgelegenen Wälder austrocknen.

Wolfgang Weitlaner | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.unep-wcmc.org
www.biodiv.org

Weitere Berichte zu: Höhenlagen Nebelwälder Wolke Wälder

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht El Niño Weather and Climate Change Threaten Survival of Baby Leatherback Sea Turtles
25.05.2012 | Drexel University

nachricht Bark Beetle May Impact Air Quality, Climate
25.05.2012 | Southern Illinois University Carbondale

Alle Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ein Kompass für Pollenschläuche - Forscher überwinden Barrieren für die Kreuzung von Pflanzenarten


Seit Jahrzehnten ist es ein Traum von Biologen und Pflanzenzüchtern auf der ganzen Welt: Der Genpool an Nutzpflanzen ließe sich wesentlich erweitern und verbessern, wenn die bestehenden Barrieren für die Kreuzung von Pflanzenarten überwunden werden könnten. Davon würde vor allem die Agrarwirtschaft profitieren.

Allerdings konnten die molekularen Grundlagen vieler Kreuzungsbarrieren und die Vorgänge bei der doppelten Befruchtung von Blütenpflanzen lange Zeit nicht untersucht werden. Viele Kreuzungsversuche schlugen fehl, weil es nicht gelang, das Wachstum des männlichen Pollenschlauchs (der die Spermazellen transportiert) zum weiblichen Eiapparat anzuregen.

Ein Forschungsteam der Universität Regensburg unter der Leitung von ...

Im Focus: Erster Einsatz für neuartiges Meeresbodenobservatorium


GEOMAR installiert MoLab an Kaltwasserkorallen-Riff vor Nordnorwegen

Morgen startet das Kieler Forschungsschiff POSEIDON vom norwegischen Bergen aus zu einer Expedition ins Europäische Nordmeer. An Bord befindet sich das neu entwickelte Ozeanboden-Observatorium MoLab. Die Wissenschaftler werden es erstmals für vier Monate an einem Kaltwasserkorallen-Riff vor Nordnorwegen installieren.

Bisher hatten Meeresforscher die Qual der Wahl, wenn sie komplexe Prozesse ...

Im Focus: Möglicher neuer Ansatz gegen Krebs im Frühstadium entdeckt


Zellen nutzen zur Kommunikation untereinander eine ganze Reihe an Proteinen. Darunter auch ein Zelloberflächenprotein, das in bestimmten Fällen die Entstehung von Krebs fördert, wie Berner Zellbiologen herausgefunden haben.

Schaltet man es aus, wird dadurch auch Krebs gehemmt oder gar verhindert. Da dieses Protein bereits in den ersten sich teilenden Krebszellen vorhanden ist, versprechen diese Ergebnisse völlig neue Ansätze zur Krebsbekämpfung in einem sehr frühen Stadium.

Prof. Eduardo Moreno und sein Team vom Institut für Zellbiologie der Universität Bern ...

Im Focus: Wie Magmafluss, Kristallwachstum und seismische Aktivität zusammenhängen


Autopsie einer Eruption
Forscher der RUB und aus Bristol berichten in Science

Wie die Vorgänge tief im Inneren von Vulkanen mit den an der Oberfläche gemessenen seismischen Daten zusammenhängen, berichten Forscher des Bereichs Petrologie der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit Kollegen aus Bristol in der Zeitschrift Science. Sie analysierten das Wachstum von Kristallen in der Magmakammer und nutzten Aufzeichnungen der seismischen Aktivität. Die ...

Im Focus: Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit


Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.

Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.

„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Forschungscampus caMPlusQ der Saarbrücker Materialwissenschaft und Werkstofftechnik eröffnet

25.05.2012 | Materialwissenschaften

Energieoptimiert Bauen

25.05.2012 | Architektur Bauwesen

NTU and I²R scientists invent revolutionary chipset for high-speed wireless data transfer

25.05.2012 | Informationstechnologie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

Von Urheberrechtsfragen bis hin zur Cyberkriminalität und Wirtschaftsspionage

25.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Das zweite Leipziger Fachgespräch Feste Biomasse 2012 findet am 13. Juni statt

25.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Familie und Wissenschaft

25.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp