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Weniger Stickoxide aus Siedlungsabfall-Verbrennungsanlage

08.07.2011
Für ein Pilotprojekt des Zweckverbandes für Abfallwirtschaft in Nordwest-Oberfranken in Dörfles-Esbach (Bayern) stellt das Bundesumweltministerium 897.800 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm zur Verfügung. Mit Hilfe eines neuen Verfahrens kann der gesetzlich vorgeschriebene Grenzwert für den Ausstoß von Stickoxiden deutlich unterschritten werden.

Der Zweckverband betreibt unter anderem eine Siedlungsabfall-Verbrennungsanlage, die neben der Entsorgung von Abfall auch der energetischen Nutzung von Hausmüll und Gewerbeabfällen dient. Hausmüll und Gewerbeabfälle enthalten Stickstoffverbindungen, die bei der Verbrennung zum Teil als Stickoxid (NOx) in das Abgas übergehen.

Mit dem Vorhaben soll der Emissionsgrenzwert für NOx von 200 Milligramm pro Kubikmeter als Tagesmittelwert deutlich unterschritten werden. Betriebswerte von deutlich unter 100 Milligramm werden dabei erwartet. Dafür wird eine Verbrennungslinie des Müllheizkraftwerks auf ein neues Verfahren umgestellt. Der Prozess nutzt die interne Abgas-Rückführung in Kombination mit einer reduzierten Luftzufuhr, um im unteren Feuerraum den Sauerstoffüberschuss zu mindern. Damit bilden sich weniger Brennstoff-NOx.

Durch die Umrüstung der Anlage sinken außerdem die zu entsorgenden Kesselaschemengen. Zudem werden der energetische Wirkungsgrad der Gesamtanlage gesteigert und der CO2-Ausstoß verringert.

Weitere Informationen unter: www.bmu.de/foerderprogramme

Dr. Christiane Schwarte | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de
http://www.bmu.de/foerderprogramme

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