Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltwassertag 2015: „Blinde Passagiere“ an Bord – nicht mit UV Licht

20.03.2015

UV-Desinfektion von Ballastwasser kann zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichts beitragen – Heraeus hilft mit langlebigen UV-Lampen

„Wasser und nachhaltige Entwicklung“ lautet das Thema des Weltwassertages 2015, den die Vereinten Nationen (UN) jährlich am 22. März durchführen. Der diesjährige Weltwassertag ruft international zum Schutz der Wasservorkommen und deren nachhaltiger Nutzung auf. Dies gilt auch für Ballastwasser, das große Schiffe zur Stabilität und für den Gewichtsausgleich benötigen.


High-Power Amalgamlampen werden zur effizienten und umweltfreundlichen Aufbereitung von Ballastwasser in Schiffen eingesetzt. (Bild: Heraeus Noblelight GmbH)


Das 254 nm-Spektrum eines UV-Strahlers (blau) und Wirkungsspektrum zur Inaktivierung von Mikroorganismen (schwarz). (Bild: Heraeus Noblelight GmbH)

Rund zehn Milliarden Tonnen Ballastwasser werden jährlich aus den Weltmeeren in die Schiffsrümpfe gepumpt und an andere Stelle wieder abgepumpt, schätzt die Internationale Seefahrtorganisation (IMO – International Maritime Organisation).

Durch Ballastwasser werden jedoch auch regelmäßig winzige Organismen wie Plankton, wirbellose Tiere, Fischlarven und Krankheitserreger aufgenommen und in fremde Ökosysteme eingeschleppt. Auf diese Weise reisen viele Meeresbewohner und Krankheitskeime als blinde Passagiere um die Welt. Mit leistungsstarken UV-Lampen von Heraeus können auf Schiffen die unerwünschten „blinden Passagiere“ jedoch gezielt abgetötet werden.

UV-Methode ist sehr umweltschonend

Aus fremden Gewässern eingeschleppte Kleinstlebewesen wie Fischlarven, Zebramuscheln, Quallen oder sogar Cholerabakterien gehören zu den größten Bedrohungen für das Gleichgewicht unserer Meere. Sie werden mit dem Ballastwasser der Schiffe rund um den Erdball „geschippert“ und können dann in fremden Gebieten enorme Schäden anrichten. Für den Erhalt des biologischen und ökologischen Gleichgewichts ist es daher sinnvoll, dieses Wasser frei von Organismen wie Bakterien und Krankheitserregern zu halten.

Die von der IMO festgelegten Standards für sauberes Ballastwasser, die nach der Ratifizierung, spätestens ab 2016, in Kraft treten sollen, werden helfen, die Invasion der gefährlichen „blinden Passagiere“ einzudämmen. Umweltschonende Behandlungsanlagen für Ballastwasser sollen zukünftig auf allen Seeschiffen Vorschrift sein. So müssen etwa Schiffe bei der Einschiffung in amerikanische Hoheitsgewässer heute schon Wasseraufbereitungsanlagen mit sich führen.

Eine mögliche Behandlungsmethode ist die Wasseraufbereitung durch intensives UV-Licht. Das spezielle Licht desinfiziert das Wasser. Es zerstört im UVC-Bereich bei einer Wellenlänge von 254 Nanometern die Erbsubstanz (DNA) der Bakterien, Krankheitserreger und Kleinstlebewesen, inaktiviert sie und verhindert damit ihre Vermehrung. Für diesen Prozess entwickelt und fertigt Heraeus UV-Spezialstrahler sowie komplette Module und Vorschaltgeräte zur Integration in moderne Ballastwasseranlagen.

„Die Wasseraufbereitung mit ultraviolettem Licht wird durch zusätzliche Vorfilterung der groben Verschmutzung optimiert. Im Vergleich zu chemischen oder physikalischen Verfahren stellt das UV-Verfahren eine besonders umweltschonende Methode dar“, erklärt Erik Roth, UV-Experte für Ballastwasser bei Heraeus.

High-Power Amalgamlampen kommen bei der Wasseraufbereitung zum Einsatz. Die speziellen UV-Lampen wurden so entwickelt, dass sie die gehobenen Anforderungen des Schiffbaus erfüllen. Salzwasser-, säure- und ölbeständig, rüttelfest, kompakt und druckstabil bis 16 Bar sind nur einige Anforderungen an die kleine Lampe aus Quarzglas.

Quarzglas findet sowohl bei der Lampe als auch bei ihrem Hüllrohr Verwendung, denn es intensiviert die Transmission des UV-Lichts. Von der äußerst langen Lampenlebensdauer profitieren auch die Schiffsbetreiber, denn die zusätzliche Wartung für die kompakte UV-Einheit tief im Schiffsrumpf kann eingespart werden.

Heraeus Speziallichtquellen werden je nach Kundenanforderung entwickelt und hergestellt, entsprechend angepasstes Zubehör wie beispielsweise Vorschaltgeräte oder Halterungen können zusätzlich mitgeliefert werden. Damit spart auch der Schiffsbauer Aufwand und Zeit beim Bau von kompakten Anlagen.

Mehr zu Speziallichtquellen zur Behandlung von Wasser erfahren Sie unter www.heraeus-noblelight.com


Der Technologiekonzern Heraeus mit Sitz in Hanau ist ein1851 gegründetes und heute weltweit führendes Familienunternehmen. Wir schaffen hochwertige Lösungen für unsere Kunden und stärken so nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit. Unsere Aktivitäten haben wir auf die Märkte Chemie und Metall, Energie und Umwelt, Kommunikation und Elektronik, Gesundheit, Mobilität sowie Industrieanwendungen ausgerichtet. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte Heraeus einen Produktumsatz von 3,6 Mrd. € und einen Edelmetallhandelsumsatz von 13,5 Mrd. €. Mit weltweit rund 12.500 Mitarbeitern in mehr als 110 Gesellschaften hat Heraeus eine führende Position auf seinen globalen Absatzmärkten.


Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Dr. Jörg Wetterau
Corporate Communications & Marketing Services
Leiter Technologiekommunikation & Fachpresse
Heraeus Holding GmbH
Heraeusstr. 12-14
63450 Hanau / Germany
Tel. +49 (0) 6181.35-5706
Fax +49(0) 6181.35-4242
E-Mail: joerg.wetterau@heraeus.com
www.heraeus.de

Dr. Jörg Wetterau | Heraeus Holding GmbH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Dünenökosysteme modellieren
23.06.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Es wird zu bunt im Gillbach: Weitere nichtheimische Buntbarschpopulation in Deutschland nachgewiesen
22.06.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften