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Vögel der Kulturlandschaft am Abgrund? Status - Ursachen - Strategien

13.10.2010
Mit finanzieller Förderung des Referats für Technik- und Wissenschaftsethik Baden-Württemberg und des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Unsere Kulturlandschaften stehen unter einem nicht nachlassenden Intensivierungsdruck. Über Jahrzehnte war es die weitgehende Produktionsmaximierung, welche der Vogelwelt der Wiesen und Äcker massiv zusetzte. Ein Umdenken mit flankierenden Programmen für Pro-duktionsbeschränkungen und Extensivierungen brachte in den 1990er Jahren durchaus hoffnungsvolle Perspektiven mit sich.

Viele Vogelarten sind sensible Indikatoren für Veränderungen in unserer Umwelt – für positive aber viel häufiger für negative Entwicklungen. Zahlreiche Arten zeigen jetzt schon durch deutliche Verhaltensänderungen Anpassungen auf den sich abspielenden Klimawandel. Für jeden Laien schon wahrnehmbar ist jedoch der dramatische Wandel der Vogelwelt in unserer direkten Umgebung, in unseren Wiesen, den Obstanbaugebieten und den Ackerlandschaften.

Mit dem Wegfall der obligatorischen Flächenstilllegung von Ackerflächen, dem nachlassenden Interesse an der Teilnahme von Agrar-Umweltprogrammen und aufgrund des zunehmenden Anbaus von Energiepflanzen sind die Populationen vieler Vogelarten unserer Kulturlandschaft seit kurzem regelrecht zusammengebrochen.

Das Jahr 2010 wurde durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum "Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt" erklärt. Von der Politik und der breiteren Öffentlichkeit wird dies jedoch kaum wahrgenommen. Die Hochschule Rottenburg möchte mit dieser Fachtagung einen Beitrag zu dieser langfristig bedeutenden Thematik leisten.

Mit der Fachveranstaltung, die gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) durchgeführt wird, möchten wir – basierend auf einem Überblick über die aktuelle Situation – über Strategien, Wege und Instrumente diskutieren, die erforderlich sind, um die Bestände der Vögel unserer Kulturlandschaften zu sichern und wieder aufzubauen.

Als Ansprechpartner stehen Ihnen Prof. Dr. Rainer Luick (luick@hs-rottenburg.de) und Frau Dr. Katrin Schwineköper (iaf@hs-rottenburg.de) zur Verfügung.

Petra Martin-Jacob | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-rottenburg.de/

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