Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Über Verwertungs- und Recyclingmöglichkeiten von Biopolymerprodukten gut informiert

15.05.2013
Aufbau einer Beratungsstelle gestartet

Die Menge an biobasierten Polymeren und die Zahl verschiedenster daraus hergestellter Produkte nehmen immer weiter zu. Im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft müssen auch die Fragen zum Produktlebensende ausreichend beantwortet werden.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fördert aktuell über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), die Etablierung einer Beratungsstelle, die sich mit Fragen zum Recycling und Verwerten von Produkten aus biobasierten Polymeren befasst. Die Beratungsstelle wird bei der Knoten Weimar GmbH eingerichtet und startet im Mai 2013 mit ihrer Arbeit.

Die Tätigkeiten der Beratungsstelle integrieren sich in die Aktivitäten des Biopolymernetzwerkes bei der FNR (www.biopolymernetzwerk.de).

Bisher spielten biobasierte Kunststoffe aufgrund ihrer geringen Produktions- und damit auch Abfallmengen nur eine untergeordnete Rolle im Bereich des Stoffstrommanagements von Kunststoffen. Doch mit zunehmender Menge und Zahl an Produkten aus biobasierten Kunststoffen sind diese vermehrt im Abfall wiederzufinden. Während sich chemisch gleichartige Kunststoffe wie z.B. biobasiertes PET (Polyethylenterephtalat) oder PE (Polyethylen) in die bekannten Verwertungskreisläufe integrieren, können neuartige Kunststoffe wie z.B. PLA (Polylactid) oder Stärkeblends zu Störungen in den etablierten Recyclingprozessen führen.

Zusätzlich stellen rechtliche Änderungen wie z.B. das Auslaufen der Ausnahmeregelung für biologisch abbaubare Kunststoffe in der Verpackungsverordnung und eine erhöhte Aufmerksamkeit bei Verbrauchern sowie Umweltverbänden die Unternehmen vor weiteren Herausforderungen.

Mit dem Aufbau einer Beratungsstelle für die verschiedenen Interessensgruppen – vom Hersteller über den Entsorger bis hin zum Rezyklatverarbeiter und darüber hinaus auch für kommunale Entscheider – steht ab sofort nicht nur ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung, sondern es werden auch weitergehende Informationen und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Die Beratungsstelle unterstützt das Biopolymernetzwerk fachlich in der Thematik Verwertung und Recycling von biobasierten Polymeren. Zusammen sollen Fachgespräche zu dieser Thematik durchgeführt, Informationsdefizite und Handlungsoptionen eruiert und eine sinnvolle Verknüpfung mit weiteren Themen wie z.B. der Verarbeitung von biobasierten Polymeren und dem Produktdesign geschaffen werden. Angesprochen sind alle beteiligten Akteure bis hin zu den Herstellern der Produkte im Sinne einer Produktverantwortung.

Informationen und Ansprechpartner zum Vorhaben stehen in der Projektdatenbank der FNR auf www.fnr.de, Menü Projekte & Förderung unter dem Förderkennzeichen 22018112 bereit.

Aktivitäten und Ergebnisse aus dem Kompetenznetzwerk werden auf den Internetseiten des Biopolymernetzwerkes bei der FNR (www.biopolymernetzwerk.de) veröffentlicht. Nr. 2013-22

Dr. Torsten Gabriel | idw
Weitere Informationen:
http://www.nachwachsenderohstoffe.de/projekte-foerderung/projekte/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Das Schweigen der Hummeln
15.11.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Nachhaltige Wasseraufbereitung löst Algenprobleme
26.10.2017 | SCHOTT AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte