Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

VDI stellt in Brüssel technische Regeln zur Reduktion von Treibhausgasen vor

03.12.2014

Auf der „Conference on Greenhouse Gases“ am 24. November in Brüssel standen die Bemühungen der Europäischen Union zur Reduktion von Treibhausgasen in energieintensiven Industrien im Fokus.

Vorgestellt wurden die Ergebnisse der mandatierten CEN-Standardisierungsarbeiten zur Quantifizierung der Treibhausgasemissionen aus den fünf energieintensiven Industrien Stahl- und Eisenerzeugung, Zement-, Aluminium-, Kalk- und Eisenlegierungsherstellung. Die VDI-Fachgesellschaft Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) organisiert diese Standardisierungsarbeiten auf europäischer und weltweiter Ebene.

Im Rahmen dieser Standardisierungsarbeiten wurden von der KRdL mit Beteiligung der Industrie sechs EN ISO-Entwürfe erarbeitet, die harmonisierte Methoden zur Quantifizierung von Treibhausgasen für die jeweiligen Industriebranchen festlegen. Mit Hilfe von Feldversuchen an bestehenden Anlagen wurden die zu standardisie-renden Methoden messtechnisch überprüft und verifiziert.

Mit diesen Standards ist eine Bewertung der Leistungsfähigkeit von Produktionsprozessen hinsichtlich der Treibhausgasemissionen an spezifischen Produktionsstandorten möglich. Darüber hinaus werden Methoden etabliert, die vertrauenswürdige, genaue und quantitativ hochwertige Informationen für die Berichterstattung und die Verifizierung von Treibhausgasemissionsmengen gewährleisten. Eine weltweite Akzeptanz der in den Entwürfen beschriebenen Regeln zur Quantifizierung von Treibhausgasen soll durch die Veröffentlichung als ISO-Standards sichergestellt werden.

VDI-Direktor Ralph Appel lobte die sehr gute Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, die die Verifizierung und Standardisierung der beschriebenen Methoden in diesem Umfang möglich gemacht hat. Appel unterstrich, dass die Konferenz auch dazu diene, weitere energieintensive Branchen von den Vorteilen solcher weltweiten Standards zu überzeugen und um die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven Industrien im Zusammenhang mit der globalen Klimapolitik zu stärken.

Das EU-Mandat ist noch für andere energieintensive Industriesektoren offen. Diese wurden aufgerufen, ihre spezifischen Methoden zur Quantifizierung von Treibhausga-sen zu standardisieren.
Unter www.vdi.de/krdl  stehen alle auf der Konferenz gezeigten Präsentationen sowie weitere Informationen zum Download. Die Aktivitäten des VDI in der Luftreinhaltung zeigt der Videoclip „Luft zum Leben“ unter www.youtube.com/meinvdi .

Der VDI – Sprecher, Gestalter, Netzwerker
Ingenieure brauchen eine starke Vereinigung, die sie bei ihrer Arbeit unterstützt, fördert und vertritt. Diese Aufgabe übernimmt der VDI Verein Deutscher Ingenieure. Seit über 150 Jahren steht er Ingenieurinnen und Ingenieuren zuverlässig zur Seite. Mehr als 12.000 ehrenamtliche Experten bearbeiten jedes Jahr neueste Erkenntnisse zur Förderung unseres Technikstandorts. Das überzeugt: Mit 152.000 Mitgliedern ist der VDI die größte Ingenieurvereinigung Deutschlands.


Weitere Informationen:

http://www.vdi.de/krdl

Stephan Berends | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Mit Urzeitalgen zu gesundem Wasser: Wirtschaftliches Verfahren zur Beseitigung von EDC im Abwasser
27.04.2017 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

nachricht Plastik – nicht nur Müll
26.04.2017 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie