Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Traktorstrahl" steuert Wellenmuster im Wasser

12.08.2014

Objekte können ohne Berührung in bestimmte Richtung gelenkt werden

Forscher der Australian National University (ANU) http://anu.edu.au haben einen "Traktorstrahl" entwickelt, der im Wasser funktioniert und dort Strömungsmuster kontrollieren kann.


Ölpest: könnte unter Kontrolle gebracht werden

(Foto: pixelio.de/E. Westendarp)

Dabei kommen eine Pumpe und ein Wellengenerator zum Einsatz. Mittels dieser Technologie können Objekte sowohl in Richtung der Wellen als auch entgegengesetzt bewegt werden. Der futuristische Strahl könnte zum Beispiel dazu dienen, Gegenstände wiederzufinden, die auf hoher See abgetrieben worden sind.

Einsetzbarkeit noch begrenzt

Zukunftsforscher Ulrich Reinhardt von der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen http://stiftungfuerzukunftsfragen.de hält diese Innovation eher für begrenzt einsetzbar. "Mit Druck und Unterdruck Objekte im Wasser zu bewegen, kennen wir aus dem Wellenbad ebenso wie aus der heimischen Badewanne.

Wirklich neu wäre dieser Ansatz nur, wenn er über eine größere Distanz möglich wäre und dabei noch den Gezeiten im Meer trotzen würde", schildert der Experte. Bis dahin werde es aber noch ein langer Weg sein.

Der Traktorstrahl ist von Michael Shats und Horst Punzmann, Professoren an der ANU Research School of Physics and Engineering http://physics.anu.edu.au , gebaut worden und erinnert stark an Szenen aus Star Trek sowie Star Wars. Bei diesem Gerät sind die Laser allerdings durch Wasser ersetzt worden.

Es funktioniert demnach nur in Flüssigkeiten, wo Wellen mithilfe von Generatoren gezielt manipuliert werden können. Bei Untersuchungen ist es den Wissenschaftlern sogar gelungen einen Tischtennisball in Richtung des Generators und anschließend in dessen Gegenrichtung zu lenken.

Kontrolle von Ölteppich vorstellbar

Experten hoffen, die Technologie zukünftig einsetzen zu können, um Ölverschmutzungen im Wasser nach einem Unfall oder größere Schiffsflotten zu kontrollieren. Den Physikern zufolge ermöglicht dieser Ansatz eine beliebige Bewegung von Gegenständen ohne jegliche Berührung.

"Wir haben eine Möglichkeit gefunden, Wellen zu erzeugen, die ein Objekt dazu bringen, gegen die Strömungsrichtung der Welle zu schwimmen", erklärt Horst Punzmann in einem Statement. Dennoch hätte niemand mit derart überzeugenden Resultaten gerechnet.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=ZUYCkHWgVss

Carolina Schmolmüller | pressetext.redaktion

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Energieträger: Biogene Reststoffe effizienter nutzen
29.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Sauerstoffkrisen in der Adria sind nicht nur vom Menschen verursacht
28.03.2017 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten