Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Steinbeis-Europa-Zentrum und Europäische Kommission setzen auf Öko-Innovationen

22.06.2009
Öko-Innovation, umweltfreundliche Produktion und intelligente Energien sind zentrale Themen der europäischen Förderpolitik, zu denen das Steinbeis-Europa-Zentrum den Unternehmen und Forschungseinrichtungen beratend zur Seite steht.

Als Koordinator des EU-Projekts ECOINNO2SME möchte das Steinbeis-Europa-Zentrum die Verwertung und Verbreitung von Forschungsergebnissen von kleinen und mittleren Unternehmen im Bereich Öko-Innovationen stärken.

Nachhaltigkeit ist ein Schlüsselbegriff und Teil einer Strategie, die in den letzten Jahren die Industriepolitik der Europäischen Kommission bestimmt hat. Öko-Innovation, umweltfreundliche Produktion und intelligente Energien sind zentrale Themen der europäischen Förderpolitik, zu denen das Steinbeis-Europa-Zentrum den Unternehmen und Forschungseinrichtungen beratend zur Seite steht.

Als Koordinator des EU-Projekts ECOINNO2SME möchte das Steinbeis-Europa-Zentrum die Verwertung und Verbreitung von Forschungsergebnissen von kleinen und mittleren Unternehmen im Bereich Öko-Innovationen stärken. Es unterstützt die Unternehmen bei der Suche nach Kooperationspartnern in Europa und dem Zugang zu ausländischen Märkten. Zu diesem Zweck wurden Forschungsergebnisse aus abgeschlossenen EU-Projekten mit Fokus auf den Lebenswissenschaften (Biotechnologie, Lebensmittel), Umwelt und Energie evaluiert. 117 Unternehmen aus sieben Ländern (Deutschland, Estland, Italien, Schweden, Spanien, Großbritannien und Ungarn) haben Stellung bezogen und ihre Verwertungsstrategien dokumentiert.

Folgende Fragen standen im Zentrum der Befragung:

Wurde die Innovation im Unternehmen umgesetzt? Wurde daraus ein neues Produkt oder eine Technologie entwickelt? Wurden die Forschungsergebnisse unmittelbar verwertet? Ist das Produkt auf dem Markt? Konnte das Unternehmen Gewinn damit erzielen?

Die Ergebnisse der Befragung zeigen:

Eine Verwertung der Projektergebnisse ist umso erfolgreicher, wenn die Projektpartner bereits am Anfang des Projekts einen Technologieverwertungsplan aufgestellt haben und wenn bereits Erfahrungen mit Strategien zur Verwertung vorhanden sind. Eine Verwertung ist erfolgreich, wenn die Innovation zur Kernkompetenz des Unternehmens gehört, das Unternehmen mit dem Management von Projekten bereits Erfahrungen gesammelt hat und bereits bei Projektstart die geistigen Eigentumsrechte der Partner geklärt sind.

Ist das Unternehmen Projektkoordinator, besteht eine größere Motivation, die Projektergebnisse zu vermarkten. Große Relevanz für den Verwertungserfolg hat zudem die Motivation und Aussicht in neuen Märkten aktiv zu werden.

EU-Fördermittel sollen Lücke zwischen Forschung und Markteinführung schließen

30 Mio. Euro stellt die Europäische Kommission allein für Öko-Innovation in der aktuellen Ausschreibung des CIP Programms zur Verfügung.

Eine umwelt- und klimabezogene Nachhaltigkeit bei gleichzeitigem wirtschaftlichem Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung - dies ist der Anspruch, den die Kommission im Juli 2008 mit ihrem "Aktionsplan für Nachhaltigkeit in Produktion und Verbrauch und für eine nachhaltige Industriepolitik" formuliert hat. Im Mittelpunkt des Aktionsplans steht eine Produktpolitik, die dazu beitragen soll, dass mehr umweltfreundliche Produkte auf den Markt kommen. Die Europäische Kommission fordert die Industrieunternehmen in Europa auf, im Bereich der Umweltverträglichkeit führend zu bleiben. Zugleich unterstützt sie die Nachfrage nach energieeffizienten Produkten.

Die Europäische Kommission einen Aufruf im Bereich Öko-Innovation veröffentlicht. Die Initiative Öko-Innovation ist Teil des Programms für unternehmerische Initiative und Innovation (EIP -Entrepreneurship and Innovation Programme), das wiederum zum CIP (Competitiveness and Innovation Framework Programme - Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation) gehört. Ziele des Programms sind die Unterstützung der Erstanwendung und Marktetablierung von innovativen Technologien und Verfahren, die Überbrückung der Kluft zwischen Forschung, Energie und der Industrie sowie die Überwindung der noch vorhandenen Marktschranken.

Gefördert werden Vorhaben, die darauf ausgerichtet sind, Hindernisse für die Entwicklung und breitere Anwendung von Öko-Innovationen zu beseitigen, Märkte für entsprechende Produkte zu schaffen oder zu erweitern und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen auf dem Weltmarkt zu stärken. Zugleich sollen die Projekte Umweltfolgen verringern, die Ressourceneffizienz erhöhen und das Leistungsniveau der Unternehmen in Bezug auf die Umwelt verbessern. Unterstützt werden Vorhaben im Zusammenhang mit öko-innovativen Produkten, Techniken, Dienstleistungen oder Verfahren von Bedeutung für die Gemeinschaft, die technisch bereits mit Erfolg demonstriert wurden, aber aufgrund eines Restrisikos den Markt noch nicht durchdrungen haben.

Obschon das Programm branchenoffen ist, wird durch die Förderrichtlinie die Priorität auf Unternehmen aus den Sparten Recycling, Gebäude- und Bausektor, Lebensmittel und Getränke sowie Grüne Unternehmen und grüner Einkauf festgelegt. Das Programm fördert vorrangig kleine und mittlere Unternehmen sowie private Organisationen, steht aber auch allen juristischen Personen offen. Das Budget für das Jahr 2009 beträgt ca. 30 Millionen Euro. Bis zum 10.09.2009 können Förderanträge für das Programm Eco-Innovation gestellt werden. Die Erfolgschancen lagen im vorherigen Aufruf um die 30%.

Weitere spezifische Fördermöglichkeiten bietet die Priorität Umwelt im 7. Forschungsrahmenprogramm. Der nächste Aufruf wird voraussichtlich im Juli 2009 veröffentlicht mit einem geplanten Budget von ca. 213 Mio und Abgabetermin im Januar 2010.

Das Steinbeis-Europa-Zentrum bietet in Informations- und Sprechtagen Hintergrundinformation zu den Programmen aber auch individuelle Beratung für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Es unterstützt die Antragstellung und Durchführung von EU-Projekten, die Partnersuche bis hin zum Projektmanagement und zur Verwertung der Forschungsergebnisse. Darüber hinaus bietet es maßgeschneiderte Trainings für Antragstellung und Projektmanagement an. Im Zentrum steht dabei vor allem das 7. Forschungsrahmenprogramm.

Kontakt:
Teresa Puerta
Tel.: 0711 123 4013
Email: puerta@steinbeis-europa.de
Charlotte Schlicke
Tel.: 0711 123 4018
Email: schlicke@steinbeis-europa.de
Hartmut Welck
Tel.: 0711 123 4031
Email: welck@steinbeis-europa.de

Teresa Puerta | Steinbeis-Europa-Zentrum
Weitere Informationen:
http://www.steinbeis-europa.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index
21.08.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

US-Spitzenforschung aus erster Hand: Karl Deisseroth spricht beim Neurologiekongress in Leipzig

24.08.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

US-Spitzenforschung aus erster Hand: Karl Deisseroth spricht beim Neurologiekongress in Leipzig

24.08.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie