Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Startschuss für beispielgebende Deutsch-Chinesische Zusammenarbeit für kommunalen Klimaschutz

02.03.2011
Stiftung Mercator fördert Projekt am Wuppertal Institut mit 1,65 Millionen Euro

In diesem Monat startet unter Federführung des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie ein Forschungsprojekt mit dem ehrgeizigen Ziel, für die chinesische Stadt Wuxi und für die Region Düsseldorf umfassende kommunale Klimaschutzstrategien zu erarbeiten und in die Anwendung zu bringen. Die Stiftung Mercator stellt dafür 1,65 Millionen Euro zur Verfügung.

Im Unterschied zu vielen anderen Ansätzen, sollen Bausteine für Stadtentwicklungskonzepte erarbeitet werden, die neben der zentralen Anforderung der Senkung von Treibhausgasemissionen zugleich auch Wege zur Minderung des Ressourcenverbrauchs sowie zur Anpassung an die nicht vermeidbaren Folgen des Klimawandels aufzeigen. Dieser integrative Ansatz, der erstmals in dieser Größenordnung entwickelt wird, soll weit über die beteiligten Ballungsräume hinaus wirken und Anstöße für eine nachhaltige Entwicklung der Städte der Zukunft geben. Konsequenterweise werden deshalb auch angrenzende Regionen, allen voran die Stadt Ratingen, die seit 2007 eine Städtepartnerschaft mit dem Wuxi-Bezirk Huishan verbindet, in das Projekt einbezogen.

Das Projekt wird im engen Austausch mit politischen und administrativen Entscheidungsträgern vor Ort stattfinden und soll einen intensiven Dialog zwischen beiden Regionen initiieren. In dem Prozess geht es um ein „gemeinsames Lernen“, denn beide Städte sind bereit, zum „Vorreiter“ für den Übergang in eine nachhaltige Zukunft zu werden.

In Städten werden derzeit 80 Prozent der globalen anthropogenen Treibhausgase emittiert. Der Trend ist steigend, denn immer mehr Menschen – zurzeit etwa die Hälfte der Weltbevölkerung – leben in Städten. Hier wird der größte Teil der Ressourcen unwiederbringlich verbraucht, hier haben wir es mit langlebigen Infrastrukturen zu tun. Frühes Handeln zahlt sich hier also besonders aus.

Das Forschungsprojekt "Low Carbon Future Cities" wird von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Wuppertal Institut in enger Zusammenarbeit mit anderen deutschen und chinesischen Wissenschaftlern durchgeführt: China Environment Research (CER), Tsinghua University, Research Centre for International Environmental Policy (RCIEP), China Meteorological Aministration, National Climate Centre (NCC), Chinese Society for Sustainable Development (CSSD), Wuxi Low Carbon Development Research Centre (WLCDRC) und dem UNEP/Wuppertal Institute Collaborating Center for Sustainable Consumption and Production (CSCP).

Stimmen zum Projektstart:

Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen:

„Die urbanen Ballungsräume und die Kommunen sind ein zentraler Schlüssel für den Erfolg im Klimaschutz, ganz besonders in Nordrhein-Westfalen. Ich freue mich, dass die Landeshauptstadt diese Herausforderung annimmt und mit Unterstützung der Stiftung Mercator und der wissenschaftlichen Expertise des Wuppertal Instituts Impulse für andere Städte und Regionen gibt. Das Projekt unterstreicht das Potenzial Nordrhein-Westfalens für eine Führungsrolle beim Klimaschutz.“

Dirk Elbers, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf:
„Der Umstand, dass die Landeshauptstadt Düsseldorf in dem vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH durchgeführten, wissenschaftlichen Projekt mit der Region Wuxi der deutsche Projektbeteiligte ist, ist als Auszeichnung für die städtischen Klimaschutzaktivitäten zu verstehen. Ich freue mich, dass die Mercator Stiftung dieses Projekt unterstützt. Das Projekt wird uns helfen, die gemeinsamen Bemühungen um eine klimaneutrale Welt voranzutreiben. Wenn wir mehr voneinander lernen, entstehen Vertrauen und Mut zu lokalen Initiativen.“
Yang Weize, Parteisekretär der Städtekommission der Provinz Jiangsu sowie der Stadt Wuxi:

„Nur wenn Wuxi seinen Klimaschutzpfad ausbaut, kann die Stadt den Druck der Energienachfrage senken und Energiesicherheit erreichen. Im Zuge der wirtschaftlichen Globalisierung und Integration sowie durch die enorme Umwelt- und Ressourcenbelastung, die täglich aufgrund des schnellen Wirtschaftswachstums in Wuxi entstehen, ist der Aufbau einer „Low Carbon City“ die einzige Alternative für eine Strategie der Nachhaltigen Entwicklung.“

Dr. Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator:
„Mit diesem Projekt verknüpft die Stiftung Mercator zwei ihrer zentralen Wirkungsbereiche: ihren Einsatz für die Reduktion von Treibhausgasen und die Förderung des Deutsch-Chinesischen Austauschs zu zentralen Zukunftsfragen. Vertrauensbildung durch gegenseitiges Lernen ist für die Stiftung Mercator ein zentraler Pfeiler, auf dem ein international abgestimmtes Vorgehen zur Verhinderung eines gefährlichen Klimawandels fußen muss.“
Prof. Dr. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts:
„Seit seiner Gründung 1991 arbeitet das Wuppertal Institut an Visionen für eine ressourcensparende und CO2-arme Gesellschaft. Mittlerweile verfügt es über einen großen Erfahrungsschatz in der Erarbeitung von Zukunftsszenarien, in der Entwicklung von Klimaschutzkonzepten sowie von Strategien zum Ressourcenmanagement und zur Anpassung an den Klimawandel, insbesondere auch auf der Ebene von Städten. Gerade durch die Integration dieser Forschungsansätze und durch seine Praxisnähe hat dieses Projekt das Potenzial, beispielgebend für andere Städte auf der Welt zu sein.“

Kontakt:

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
Prof. Dr. Manfred Fischedick,
Dr. Daniel Vallentin
(Projektleiter)
Tel. (+49 (0)202 24 92-309
daniel.vallentin@wupperinst.org
Dorle Riechert
(Leiterin Öffentlichkeitsarbeit)
Tel. (+49) (0)202 2492 -180
pr@wupperinst.org
Stiftung Mercator
Dr. Lars Grotewold
(Projektmanager)
Tel. (+49) (0)201-24522-32
lars.grotewold@stiftung-mercator.de
Marisa Klasen
(Kommunikationsmanagerin)
Tel. (+49) (0) 201 245 22 53
marisa.klasen@stiftung-mercator.de

Gritje Hartmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.stiftung-mercator.de
http://www.facebook.com/StiftungMercator
http://www.wupperinst.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Das Schweigen der Hummeln
15.11.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Nachhaltige Wasseraufbereitung löst Algenprobleme
26.10.2017 | SCHOTT AG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte