Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Start-up bentekk: Schnelle Ergebnisse für Altlastenanalyse

17.07.2014

Die Studenten Matthias Schmittmann und Johannes Weber aus Class 14 des NIT Northern Institute of Technology Management haben zusammen mit dem Institut für Messtechnik der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) ein tragbares Umweltmessgerät entwickelt, das Schadstoffbelastungen bei Erkundungsmaßnahmen im Rahmen des Altlastenmanagements besonders effizient erfasst.

„Das Gerät analysiert Proben bis zu 30-mal schneller als herkömmliche Technologien“, sagt Chemie-Ingenieur Matthias Schmittmann. „Ab 30 Sekunden hat man bereits erste Ergebnisse.“ Johannes Weber, der als Wirtschaftsingenieur die Kostenvorteile im Blick hat, ergänzt: „So können erhebliche Personalkosten eingespart werden.“


bentekk (v.l.): Matthias Schmittmann und Johannes Weber

Der neuartige Mini-Gaschromatograph mit Photoionisationsdetektor (GC-PID) punktet neben Schnelligkeit auch mit Messgenauigkeit. So können beispielsweise freie Flächen mittels Bodenluftanalyse detailliert auf Schadstoffbelastungen von Benzinen oder Lösungsmitteln untersucht werden. Auch das gesundheits¬schädliche Benzol weist das Gerät nach.

Matthias Schmittmann und Johannes Weber schließen zurzeit ihr Masterstudium an der TUHH und dem Northern Institute of Technology Management ab. Parallel zum ingenieurwissenschaftlichen Studium haben sie am NIT den Studiengang Technology Management absolviert. In ihrem Schwerpunkt Entrepreneurial Management galt es, aus technischen Produkten und Verfahren mögliche Geschäftsideen zu entwickeln, zu analysieren und einen Businessplan zu erstellen. Die Idee lieferte in diesem Fall das Institut für Messtechnik der TUHH.

„Reizvoll war für uns, dass es bereits einen Prototyp gab“, sagt Johannes Weber. Denn so konnten sie bei ersten Kunden- und Expertengesprächen die Vorteile des Geräts demonstrieren und besser abschätzen, ob und wie sich das Messgerät auf dem Markt etablieren wird. 

Um den Prototyp des Messgeräts zur Marktreife zu bringen, haben die beiden 25-Jährigen gemeinsam mit Elektrotechnik-Ingenieur Ivalyo Radev ein Start-up gegründet: bentekk heißt das junge Unternehmen. Die Finanzierung ist fürs Erste gesichert:

Im Mai haben die drei das Exist-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erhalten. Außerdem gewannen sie mit dem Gaschromatographen den Hamburger Innotech-Preis 2014, einen Gründungswettbewerb von TuTech Innovation GmbH und hit-Technopark. Alles in allem sind das rund 100.000 Euro, die ihnen im kommenden Jahr für bentekk zur Verfügung stehen. Damit wollen die Jungunternehmer das Umweltmessgerät weiterentwickeln. Vorstellbar seien beispielsweise der Einsatz in der Gebäudediagnostik oder der Chemieindustrie.

Weitere Informationen:

http://www.nithh.de - Website des NIT Northern Institute of Technology Management
http://www.bentekk.com - Website von bentekk

Katrin Meyer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Von der Weser bis zur Nordsee: PLAWES erforscht Mikroplastik-Kontaminationen in Ökosystemen
20.09.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Der Monsun und die Treibhausgase
18.09.2017 | Forschungszentrum Jülich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik