Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ReSource-Resolution: Mehr politische Unterstützung für Europas Bergbaufolgelandschaften gefordert

30.08.2012
Mit der feierlichen Unterzeichnung einer Resolution zur „Proaktiven Entwicklung ehemaliger Bergbauregionen in Europa“ geht das EU-Projekt ReSource zu Ende.
Seit 2009 hat die Initiative grenzüberschreitend die nachhaltige Entwicklung von Bergbaufolgelandschaften unterstützt. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) hat das Projekt maßgeblich mitgestaltet und die wissenschaftliche Begleitforschung koordiniert.

Mit der „ReSource Resolution“ appellieren die Unterzeichner an nationale und europäische Entscheidungsträger, Bergbauregionen nach dem Ende bergbaulicher Aktivitäten in ihrem strukturellen Wandel stärker zu unterstützen. Dabei sollen sie alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel nutzen – die Gesetzgebung ebenso wie Fördermittel und persönliches Engagement.

Die Resolution enthält allgemeine und spezifische Forderungen und Handlungsvorschläge, die sich an verschiedene politische Ebenen richten. Sie sollen helfen, ernste strukturelle Entwicklungsblockaden zu beseitigen, die in Nachbergbau-Regionen sehr oft auftreten. Zu denken ist dabei an Umweltschäden, Industriebrachen und Qualifizierungsengpässe bei den Beschäftigten.

Die 35 Unterzeichner aus fünf Ländern verpflichten sich zum Erfolg der Resolution beizutragen und für eine Umsetzung der Einzelmaßnahmen zu werben. Zu ihnen gehören unter anderen die ReSource-Projektpartner, Abgeordnete aus dem Europäischen und nationalen Parlamenten, Repräsentanten von Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie Abgesandte von verschiedenen europäischen Projekten und Initiativen. Für das IÖR unterzeichneten Institutsdirektor Professor Bernhard Müller und Projektleiter Dr. Peter Wirth das Papier.

Die Resolution ist eines der Schlüsselergebnisse von ReSource. Drei Jahre lang widmete sich das EU-Projekt den Herausforderungen von Bergbaufolgelandschaften. Am Ende des Bergbaus stehen betroffene Städte und Regionen vor ökonomischen, sozialen und ökologischen Umbrüchen. Sie müssen mit großflächigen Industriebrachen, Arbeitslosigkeit und der Abwanderung der Bevölkerung umgehen. Im Projekt stand insbesondere die Frage im Vordergrund, wie die Hinterlassenschaften des Bergbaus als Potenziale zu verstehen sind und sich nachhaltig nutzen lassen.

Die intensive Arbeit fand ihren Abschluss auf einer Konferenz im slowenischen Zagorje ob Savi. Unter der Überschrift „Innovation meets tradition – post-mining potentials as unique regional assets“ führte die Abschlusskonferenz über 80 europäische Experten, insbesondere Politiker, Wissenschaftler und Repräsentanten anderer europäischer Projekte, zusammen.

Ansprechpartner im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung:
Dr. Peter Wirth (Projektleiter), Tel.: 0351/46 79-232, E-Mail: p.wirth@ioer.de
Jörn Harfst, Tel.: 0351/46 79-232, E-Mail: j.harfst@ioer.de
Weitere Informationen:
http://www.resource-ce.eu/ - Projekthomepage (englisch)
http://www.resource-ce.eu/en/project-results/resource-resolution-/ - Text der Resolution im Internet

Heike Hensel | idw
Weitere Informationen:
http://www.ioer.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Dünenökosysteme modellieren
23.06.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Es wird zu bunt im Gillbach: Weitere nichtheimische Buntbarschpopulation in Deutschland nachgewiesen
22.06.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie