Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Recycling gefährlicher Mineralfasern wird effizienter und günstiger

16.04.2009
Hessisches Unternehmen erhält für neues Verfahren Gelder aus dem Umweltinnovationsprogramm

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel stellt über 370.000 Euro aus dem Um-weltinnovationsprogramm für ein Pilotprojekt der Woolrec GmbH aus Braunfels (Hessen) zur Verfügung.

Das Unternehmen plant, die derzeit bundes- und europaweit einzige Anlage zum Recycling gefährlicher Mineralfaserabfälle aus der Bauwirtschaft um eine Kunststoffwaschanlage und eine Metallaufbereitungsanlage zu erweitern. Gabriel: „Das Projekt zeigt anschaulich, wie kleine Unternehmen mit pfiffigen Ideen erfolgreich am Markt bestehen können.“

Das neue Verfahren zur Verarbeitung gefährlicher Abfälle schließt Stoffkreisläufe, erhöht die Ressourceneffizienz und leistet einen Beitrag zu einer nachhaltigen Abfallwirtschaft. Darüber hinaus entfällt die Entsorgung von mehr als 2.000 Tonnen verunreinigter Folien pro Jahr als Sondermüll, was Kosten spart.

Im Unternehmen werden seit 2003 Mineralfaserabfälle stofflich verwertet, indem den Fasern Ton und natürliche Bindemittel beigemischt werden. Dieses Granulat („Woolit“) wird zur Verbesserung der Wärmedämmung von Ziegeln verwandt. Der Aufbau dieser Anlage wurde ebenfalls aus dem Umweltinnovationsprogramm gefördert.

Die Mineralfaserabfälle enthalten jedoch eine Reihe von Störstoffen (Kunststoffe aus der Anlieferung, Drahtgeflechte), die bisher wegen ihrer Verunreinigung teuer als Sondermüll entsorgt werden mussten. Mit dem neuen Projekt plant Woolrec auch diese Abfallströme einer stofflichen Verwertung zuzuführen. Die neu entwickelten Verfahren zur Säuberung der Folienstücke und der Metalle erlauben eine praktisch vollständige Ablösung der Mineralfasern, sodass sortenreine Stoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückgegeben werden können. Die abgetrennten Mineralfasern gelangen in den Prozess der Woolit-Herstellung und werden dort verwertet.

Weitere Informationen im Internet: www.bmu.de/foerderprogramme/pilotprojekte_inland/doc/2330.php

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse
http://www.bmu.de/foerderprogramme/pilotprojekte_inland/doc/2330.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Es wird zu bunt im Gillbach: Weitere nichtheimische Buntbarschpopulation in Deutschland nachgewiesen
22.06.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Mit der Filtermembran auf den Weltmarkt
12.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt

22.06.2017 | Physik Astronomie

Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Spinflüssigkeiten – zurück zu den Anfängen

22.06.2017 | Physik Astronomie