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Der "Moorochse" soll bald wieder im Schilf brüten

21.09.2009
Wiederansiedelung der Rohrdommel am Niederrhein - DBU hilft bei Großprojekt

Wegen ihres typischen Rufs wird sie auch als "Moorochse" bezeichnet: die Rohrdommel.

Das Überleben des Vogels ist gefährdet - er steht auf der Roten Liste der vom aussterben bedrohten Arten. Der Verlust von Schilfflächen an Seen und Teichen durch Entwässerungen und Absenken des Grundwasserspiegels machen der Rohrdommel zu schaffen.

An den Krickenbecker Seen bei Nettetal soll dem Vogel nun geholfen werden. In einem groß angelegten Naturschutzprojekt der Biologischen Station Krickenbecker Seen sollen der Vogel wieder angesiedelt und die Moorflächen wiederbelebt werden.

"Wir freuen uns, dass wir mit unserer Förderung einen wichtigen Beitrag zu einem zukunftsorientierten Naturschutz leisten können", sagte Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), zum Projekt, von dem sich die Öffentlichkeit und Nordrhein-Westfalens Umweltminister Eckhard Uhlenberg heute einen Überblick verschaffen konnten.

Das Projekt, das die DBU mit rund 273.000 Euro fördert, gehe über den Schutz der Rohrdommel hinaus, Brickwedde: "Es geht um die Wiederbelebung ehemaliger Niedermoorflächen, damit wir zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten erhalten können." Zudem trage der erhöhte Wasserspiegel zu einem verbesserten Landschaftswasserhaushalt und Klimaschutz bei, sagte Brickwedde. Sogenannte geflutete Flächen gäben bedeutend weniger klimaschädliche Gase an die Luft ab als trockengelegte Moore.

Im Vogelschutzgebiet Maas-Schwalm-Nette wurde bereits auf einer Fläche von rund zehn Hektar die Humusauflage entfernt, die Fläche überflutet und Schilf angepflanzt. Die Maßnahmen wirkten sich, so Brickwedde, nicht nur auf den Natur- und Artenschutz positiv aus, sondern auch auf den Hochwasserschutz in der Nette-Aue. Die Wiedervernässung werde bereits jetzt von der Bevölkerung mit großer Zustimmung aufgenommen. Besuchern sollen bald Schilder den Weg zeigen und zu Beobachtungspunkten führen.

Franz-Georg Elpers | DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

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