Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Grünster" Standardrechner der Welt

17.07.2009
Höchstleitungsrechenzentrum der Uni Stuttgart ist Klassenbester in Sachen Energieeffizienz

Der im April am Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart (HLRS) in Betrieb genommene Cluster-Rechner vom Typ NEC HPC LX-2400 wird auf der jüngst veröffentlichten internationalen Green 500 Liste im Spitzenbereich geführt und ist die Nummer Eins in der Klasse der Gesamtrechner.

"Damit hat die Uni Stuttgart den 'grünsten' Standardrechner der Welt", freut sich der Leiter des HLRS, Prof. Michael Resch. "Nur Spezialrechner für eng begrenzte Anwendungen schneiden beim Stromverbrauch noch besser ab." Die Green 500 Liste bewertet die Energieeffizienz von Computern gemessen an deren Rechenkapazität.

Nach der internationalen Vergleichsliste erreicht das am HLRS installierte Höchstleistungsrechen-Cluster einen ausgezeichneten Wert von 273 Megaflops (Rechenoperationen) pro Watt und liegt damit vor allen anderen Clustern, die mit Intel oder AMD Prozessoren ausgestattet sind. Das HLRS verfolgt seit Jahren eine Strategie, die sich am energieoptimalen Einsatz von Höchstleistungsrechnern orientiert. "Wir wollen nicht nur durch unsere Simulationen zum Klimaschutz beitragen, sondern natürlich auch im Betrieb", sagt Prof. Resch.

Möglich wird die Sparsamkeit des neuen Rechners durch höchst effiziente Netzteile und Rechenknoten. Zudem konnte auf eigene Festplatten verzichtet werden, das Booten erfolgt über einen zentralen Management Server. "Energieeffiziente Systeme und damit verbundene Kosteneinsparungen sind in unserer heutigen Zeit von zentraler Bedeutung. Mit den neuen Cluster der LX-Serie haben wir die optimale Kombination aus geringem Energieverbrauch und hoher Leistungsfähigkeit realisiert", erklärt Dr. Andreas Findling, Product Manager bei NEC Deutschland GmbH.

Das am HLRS installierte System mit einer theoretischen Spitzenleistung von 62 Teraflops enthält insgesamt 1.400 so genannte Quadcore Prozessoren. Die damit einhergehende deutlich verbesserte Speicherbandbreite und Latenz (Reaktionszeit) erlaubt eine höhere Effizienz von Höchstleistungsrechen-Anwendungen. Ein hocheffizientes paralleles Filesystem von NEC stellt zudem sicher, das eine ausreichende Bandbreite zum Plattenspeicher geliefert wird.

Auf dem Weg zu einem hybriden System
Ergänzt wurde der Cluster durch 32 kompakte Server mit einer so genannten Multithreading-Architektur für Anwendungen in naturwissenschaftlichen, analytischen und sonstigen technischen Bereichen. Jeder Rechenknoten besitzt vier Grafikprozessoren mit 128 Prozessorkernen. Zusammen mit dem bereits im Dezember 2008 installierten SX-9 Cluster bestehen nun ideale Voraussetzungen für ein gemeinsames Forschungsprojekt, in dessen Rahmen NEC und das HLRS seit einiger Zeit an einem innovativem Konzept für einen hybriden Supercomputer arbeiten. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Prototyps, auf dem verschiedenste Applikationen sehr effizient laufen. NEC wird die hierfür erforderliche Technologie und eine gemeinsame Software-Entwicklungsplattform zur Verfügung stellen. Das Projekt wird mitfinanziert aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative "D-Grid" sowie von PRACE, der Partnerschaft für "Advanced computing in Europe".
Weitere Informationen bei Prof. Michael Resch, Höchstleistungsrechenzentrum, Tel. 0711/685-87200, e-mail: resch@hlrs.de,

http://www.green500.org/lists/listdisplay.php?month=06&year=2009&list=green500_200906.csv&start=1&line=101

Ursula Zitzler | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-stuttgart.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Tausende Holztäfelchen simulieren Plastikmüll
23.02.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen durch Klimawandel
20.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie