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Ökostrom bei EcoTopTen: Auf den ökologischen Zusatznutzen kommt es an!

24.03.2009
Nicht jedes grüne Angebot hat einen Mehrwert für die Umwelt / EcoTopTen-Marktübersicht aktualisiert

Das Geschäft mit Ökostrom boomt. Immer mehr Energieversorger haben in ihrem Portfolio auch ein grünes Angebot. Doch nicht jedes bringt der Umwelt die Pluspunkte, die Kunden vielleicht erhoffen.

"Es kommt auf den ökologischen Zusatznutzen an", sagt Martin Möller, Experte für nachhaltigen Konsum am Öko-Institut. "Dieser ist nur gegeben, wenn durch die Nachfrage nach einem solchen Tarif der Anteil an Ökostrom am gesamten Strommix weiter zunimmt."

Das ist der Fall, wenn der angebotene Ökostrom aus neuen Kraftwerken stammt oder ein festgelegter Betrag des Strompreises in den Bau neuer Kraftwerke auf Basis erneuerbare Energien und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen fließt - und zwar über die bestehende staatliche Förderung und insbesondere über das Erneuerbare-Energien-Gesetz hinaus.

Dreizehn bundesweit verfügbare sowie weitere 134 lokale und regionale Ökostromangebote erfüllen die strengen EcoTopTen-Kriterien. "Bei diesen Tarifen ist der zusätzliche Nutzen für die Umwelt garantiert", sagt der Wissenschaftler. Erfreulich: Gegenüber dem Vorjahr ist die Liste der regionalen und lokalen Angebote um 52 gestiegen. "Ein deutliches Zeichen dafür, dass Ökostrom auch auf dieser Ebene immer konkurrenzfähiger wird", stellt Martin Möller fest.

Die aktualisierten EcoTopTen-Marktübersichten zu Ökostrom finden Sie hier: http://www.ecotopten.de/prod_strom_prod.php.

Die EcoTopTen-Kriterien für Ökostromangebote lesen Sie hier:
http://www.ecotopten.de/download/EcoTopTen_Kriterien_Strom_2009.pdf
EcoTopTen ist eine groß angelegte Kampagne für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die WissenschaftlerInnen eine Auswahl an hochwertigen, so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern. Sie finden sie im Internet auf http://www.ecotopten.de unter der Rubrik "Produktempfehlungen". Bis Ende 2010 folgen insgesamt 20 aktuelle Marktübersichten, die nächste zu Waschmaschinen und Wäschetrocknern.

Das EcoTopTen-Forschungsprojekt wurde bis März 2007 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, die EcoTopTen-Kampagne vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Stiftung Zukunftserbe. Seit Oktober 2007 wird EcoTopTen von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt im Rahmen des Kampagnenbündnisses energieeffizienz - jetzt! gefördert. Medienpartner ist das Monatsmagazin "natur&kosmos". Wollen Sie regelmäßig über EcoTopTen informiert werden? Abonnieren Sie den EcoTopTen-Newsletter und senden Sie eine E-Mail an anmeldung(at)ecotopten.de.

AnsprechpartnerIn:

Projektleiterin Dr. Dietlinde Quack, Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg, Institutsbereich Produkte & Stoffströme, Telefon 0761/45295-48, E-Mail: d.quack(at)oeko.de

Martin Möller, Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institutsbereich Produkte & Stoffströme, Telefon 0761/45295-57, E-Mail: m.moeller(at)oeko.de

Das Öko-Institut ist eines der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann. Das Institut ist an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin vertreten.

Christiane Rathmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.oeko.de/
http://www.oeko.de/mitmachen

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