Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer ProcessNet-Arbeitskreis „Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft“ nimmt Arbeit auf

25.09.2014

Nach Schätzungen von Experten liegen in Deutschland rund 250.000 t Selten-Erd-Metalle in Form von Schlacken auf Deponien; gleichzeitig ist das Land in vielen Bereichen zu 100 % von Rohstoffimporten abhängig.

Der neue ProcessNet-Arbeitskreis „Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft“ will diesen Widerspruch angehen. Im Rahmen eines zunächst auf zwei Jahre angelegten Arbeitsprogramms wollen die Experten Sachanalysen durchführen und daraus Empfehlungen für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ableiten.

Innerhalb von nur zehn Jahren hat sich der Wert der deutschen Rohstoffeinfuhren verdreifacht. In vielen Bereichen ist Deutschland zu 100 % von Importen abhängig. Gleichzeitig werden bisher nur Kupfer, Aluminium und Stahl in nennenswertem Umfang recycelt.

Zwar ist in den letzten Jahren das Bewusstsein dafür gewachsen, dass die Schließung von Stoffkreisläufen nicht nur zu mehr Nachhaltigkeit, sondern auch zu geringeren wirtschaftlichen Abhängigkeiten beitragen könnte. Doch bisher fehlen viele Voraussetzungen, um die deponierten Rohstoffe besser zu nutzen.

Das reicht von fehlenden Katastern, die überhaupt erst die nutzbaren Rohstoffvorkommen ausweisen würden, über politische Rahmenbedingungen bis zum Fehlen von Technologien, um vor allem rohstoffreiche, aber schwer aufzuschließende Sekundärquellen wie Aschen oder Schlacken auszubeuten.

Der temporäre ProcessNet-Arbeitskreis „Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft“ will sich nicht nur auf wissenschaftlich-technische Fragestellungen konzentrieren, sondern auch die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigen.

In enger Abstimmung mit thematisch verwandten bestehenden Gremien, aber auch mit Industrieverbänden, Umweltverbänden und Behörden wollen die Experten Konzepte für eine bessere Sekundärnutzung von metallischen und mineralischen Rohstoffen entwickeln. 

Sechs Handlungsfelder mit unterschiedlichem Zeithorizont sind bereits umrissen. Dazu gehören Sammelsysteme und Logistik, die erst die Voraussetzung dafür schaffen, Stoffströme für das Recycling zugänglich zu machen, ebenso wie die Entwicklung neuer Trenntechnologien und die Erfassung der Wertstoffvorkommen in Deutschland.
Fachleute, die Interesse an der Arbeit des Gremiums haben, finden weitere Informationen unter www.processnet.org/tak_ruk

Weitere Informationen:

http://www.processnet.org/tak_ruk

Dr. Kathrin Rübberdt | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Tausende Holztäfelchen simulieren Plastikmüll
23.02.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen durch Klimawandel
20.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie