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Naturschutzgroßprojekt „Baar“ sichert wichtigen Biotopverbund aus Mooren und Wäldern

27.08.2013
Ein neues Naturschutzgroßprojekt soll die Region „Baar“ als überregional und international wichtigen Standort im Biotopverbund stärken.

Die Hochebene im Südwesten Deutschlands vernetzt Schwarzwald, Schwäbische Alb und Schweizer Jura. Das Bundesumweltministerium fördert das Naturschutzgroßprojekt mit rund 4,3 Millionen Euro. Die Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, Beate Jessel, übergab heute den Förderbescheid in Villingen-Schwenningen.

„Die Moore und Wälder der Baar bilden wichtige Verbundachsen für zahlreiche Arten. Wenn wir es schaffen, die Baar als Drehkreuz der Biotope zu erhalten, dann leisten wir einen wichtigen Beitrag für den Naturschutz weit über die Region hinaus“, sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier. „Ich wünsche dem Schwarzwald-Baar-Kreis viel Erfolg bei dieser anspruchsvollen Aufgabe.“

Der Schwarzwald-Baar-Kreis wird als Träger des Vorhabens zunächst die Potenziale des Gebiets genau erfassen und sich mit allen beteiligten Personen, Verbänden und Institutionen auf anspruchsvolle Naturschutzmaßnahmen verständigen. Diese werden dann im weiteren Verlauf des Großprojekts umgesetzt.

Die Baar zeichnet sich durch große geologische und klimatische Vielfalt aus und beherbergt deshalb viele unterschiedliche Biotope auf engem Raum, unter anderem die größten Schluchtwälder Südwestdeutschlands, bis zu 400 Jahre alte Eichen-Hainbuchenwälder, und einen unverbauten Wildfluss, die Wutach. Mit dem Naturschutzgroßprojekt sollen auch die zahlreichen unterschiedlichen Moore wiederbelebt werden.

„Die Wiederherstellung und die dauerhafte Sicherung von Mooren sowie der Erhalt der Wälder in diesem Naturschutzgroßvorhaben haben eine außerordentliche Bedeutung für die Sicherung unseres Naturerbes. Sie sind wichtige Trittsteine für den überregionalen Biotopverbund wie auch als Rückzugsraum für Tier- und Pflanzenarten vor dem Hintergrund anstehender Veränderungen durch den Klimawandel. Damit ist das Projekt ein sehr gutes Beispiel für die Synergien zwischen Natur- und Klimaschutz“, sagte BfN-Präsidentin Beate Jessel.

Ziel der Maßnahmen ist der Schutz der zahlreichen speziellen Tier- und Pflanzenarten der Moore, die in ihren Beständen gesichert werden sollen. Ein weiteres Projektziel ist der Schutz der Wälder, die zum Teil wertvolle Altbaumstrukturen aufweisen. Das Waldverbundsystem der Baar bietet einen bedeutsamen Lebensraum, zum Beispiel für den Luchs, der hier noch großflächig wandern kann. Moore und Wälder binden zudem Kohlenstoff und leisten daher wichtige Beiträge zum Klimaschutz.

Das Naturschutzgroßprojekt wird aus Mitteln der "chance.natur-Bundesförderung Naturschutz" gefördert. Mit dem Programm leistet der Bund seit 1979 einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung des nationalen Naturerbes in Deutschland, indem er ausgewählte Regionen bei ihren Bemühungen unterstützt, national besonders schützenswerte Naturräume und historisch gewachsene Kulturlandschaften großräumig zu sichern. Die „Baar“ ist eines von derzeit 22 laufenden Naturschutzgroßprojekten; 55 Vorhaben konnten bislang erfolgreich abgeschlossen werden. Mit dieser Förderung konnte auf einer Fläche von mehr als 3.500 Quadratkilometern zum Erhalt der Landschafts- und Artenvielfalt Deutschlands beigetragen werden.

Weitere Informationen zu diesem Förderprogramm: http://bfn.de/0203_grossprojekte.html

Franz August Emde | Bundesamt für Naturschutz
Weitere Informationen:
http://www.bfn.de
http://www.bfn.de/0203_grossprojekte.html

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