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Modell- und Demonstrationsvorhaben „Mittelwaldähnliche Waldrandgestaltung“ erfolgreich abgeschlossen

06.03.2013
Durch die geschickte Verknüpfung heutiger Nutzungsansprüche und historischer Nutzungsformen können im Rückgang befindliche Baum- und Straucharten auf größerer Fläche langfristig erhalten werden. Jetzt liegen der Projektbericht sowie die Kurzfassung zu dem von der BLE geförderten Modell- und Demonstrationsvorhaben „Mittelwaldähnliche Waldrandgestaltung“ vor.

Mittelwälder leisten zum Erhalt der biologischen Vielfalt in mitteleuropäischen Wäldern einen wichtigen Beitrag. Das von der BLE koordinierte Projekt stieß bereits auf der von Bundespräsident Joachim Gauck im vergangenen Jahr initiierten „Woche der Umwelt“ auf große Resonanz.

Auf sieben Modellflächen zeigen das Regionalforstamt Hochstift und die Landschaftsstation im Kreis Höxter e.V., wie im Rückgang begriffene lichtliebende Baumarten durch das Überführen in eine mittelwaldähnliche Bewirtschaftung gefördert werden können.

Waldränder werden zur Schaffung oder zum Erhalt eines vertikal gestuften Waldrandes sowie zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit unter Belassung von Überhältern regelmäßig abschnittsweise auf den Stock gesetzt. Das geworbene Holz wird regional genutzt. Umweltschonende Erntetechniken werden optimiert und die Entwicklung der Artenvielfalt umfangreich dokumentiert.

Kombination von Nutzungsansprüchen

Die Verknüpfung moderner Nutzungsansprüche mit historischen Nutzungsformen eröffnet neue Möglichkeiten, zahlreiche bedrohte Pflanzen- und Tierarten auf größerer Fläche landschaftsökologisch zielführend und ökonomisch tragfähig zu erhalten.

Im Projekt werden sowohl die ökonomischen als auch ökologischen Aspekte beleuchtet. Zielbaumarten sind insbesondere die in ihren Beständen im Rückgang befindlichen, lichtliebenden Baumarten Trauben-Eiche (Quercus petraea), Stiel-Eiche (Quercus robur), Hainbuche (Carpinus betulus), Feld-Ahorn (Acer campestre), Winter-Linde (Tilia cordata), Elsbeere (Sorbus torminalis), Wacholder (Juniperus communis) und Eibe (Taxus baccata).

Weitere Informationen
Die BLE veröffentlicht unter http://www.ble.de den Projektbericht sowie eine Kurzfassung, in der die wichtigsten Ergebnisse vorgestellt werden. Für weitergehende Fragen wenden sich Interessenten an das BLE-Referat 314, Telefon 0228/ 68 45 -2965 oder direkt an die Projektakteure.

Tassilo Frhr. v. Leoprechting | idw
Weitere Informationen:
http://www.ble.de

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