Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

MISTRALS: Beobachtung und Untersuchung des Mittelmeerraums

31.03.2011
Als historische Wiege vieler Zivilisationen ist der Mittelmeerraum eine Region von großem geostrategischen Interesse.

Sie muss sich jedoch zahlreichen politischen, sozialen und umweltbezogenen Problemen stellen, wodurch sie verwundbar wird und ihre Bewohnbarkeit in der Zukunft gefährdet ist.

Seismische und vulkanische Aktivitäten, die Verschmutzung der Luft, des Meeres, der Binnengewässer und der Böden, ausgedehnte Trockenperioden, Brände oder Wassermangel stellen Bedrohungen für die Biodiversität, für den Zugang zu natürlichen Ressourcen und für die Lebensbedingungen der Bevölkerung in dieser Region dar.

Gemeinsam mit elf französischen Einrichtungen [1] organisieren das CNRS [2] und das IRD [3] vom 30. März bis zum 1. April 2011 in Malta das Internationale Symposium MISTRALS [4] über die Zukunft des Mittelmeerraumes. 180 Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger und Geldgeber der Mittelmeerregion werden an diesem Symposium teilnehmen, um das fachübergreifende Forschungsprogramm MISTRALS auf internationaler Ebene zu fördern. Ziel des Programms ist ein besseres Verständnis der Auswirkungen des globalen Wandels auf die Region und die Erstellung einer Prognose über die Entwicklung der Lebensbedingungen im Mittelmeerraum für das kommende Jahrhundert. Das Forschungsprojekt ist auf 10 Jahre angelegt (2010-2020).

2008 vom CNRS ins Leben gerufen, zielt MISTRALS auf die Koordinierung der fachübergreifenden Forschungsprogramme im Mittelmeerraum und der angrenzenden Ländern ab, die sich mit der Untersuchung der Atmosphäre, der Hydrosphäre, der Lithosphäre und des Paläoklimas sowie der Umweltökologie und den Geistes- und Sozialwissenschaften beschäftigen. Auf der Grundlage der im Rahmen des Programms MISTRALS erhaltenen Daten werden die politischen Entscheidungsträger in Bezug auf die Ressourcen und die Umwelt beraten. Sie werden des Weiteren dazu beitragen, die notwendigen Anpassungsmaßnahmen festzulegen.

Das Ziel des MISTRALS Symposiums ist es, die Länder und Organisationen des Mittelmeerraums zusammenzuführen, um die wissenschaftlichen Ziele stärker an die gesellschaftlichen Bedürfnisse in dieser Region anzupassen und die Themen festzulegen, die vorrangig behandelt werden sollten.

[1] ADEME (Behörde für Umweltschutz und Energie), BRGM (Organisation für Geologie und Bergbauforschung), CEA (Behörde für Atomenergie und alternative Energien), Cirad (Internationales Kooperationszentrum für Entwicklung im Bereich Agrarforschung), Cemagref (Zentrum für Landmaschinenwesen, Agrartechnik, Gewässer und Forstwesen), CNES (Raumfahrtforschungszentrum), Ifremer (Forschungsinstitut zur Nutzung der Meere), IFP (Erdölinstitut), INRA (Institut für Agrarforschung), IRSN (Institut für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit), Météo-France

[2] CNRS - französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung - http://www.cnrs.fr

[3] IRD - Forschungsinstitut für Entwicklung - http://www.ird.fr

[4] MISTRALS: Mediterranean Integrated STudies at Regional And Local Scales.

Weitere Informationen unter:

Website von MISTRALS: http://www.mistrals-home.org/spip/?lang=fr

Kontakt:

- Laetitia Louis, CNRS Presse - Tel: +49 (0)144 69 51 371 - E-Mail: laetitia.louis@cnrs-dir.fr

Quelle: Pressemitteilung des CNRS – 18.03.2011 http://www2.cnrs.fr/presse/communique/2135.htm

Redakteurin: Myrina Meunier, myrina.meunier@diplomatie.gouv.fr

Myrina Meunier | Wissenschaft-Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.wissenschaft-frankreich.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Totes Holz für mehr Leben im See
18.05.2018 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Vor einem Jahr sagten Wittener Studierende dem Verpackungsmüll den Kampf an
18.05.2018 | Universität Witten/Herdecke

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics