Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eine Million Seemeilen im Dienst der Forschung

30.04.2009
Kapitän Walter Baschek, die Besatzung und Wissenschaftler des Forschungsschiffs "Meteor", dessen Einsätze auf allen Weltmeeren seit 23 Jahren durch die Leitstelle des FS Meteor an der Universität Hamburg koordiniert werden, feiern ein kleines Jubiläum: Auf den Reisen durch die Weltmeere hat das Forschungsschiff bisher eine Million Seemeilen zurückgelegt (das entspricht rund 1,8 Mio. km bzw. der fünffachen Entfernung von der Erde zum Mond).

Globaler Klimawandel heute und vor Millionen von Jahren, Biodiversität in der Tiefsee, Erdbebenrisiko an Kontinentalrändern - es gibt kaum ein Thema oder eine Fragestellung in der weltweiten meereskundlichen Forschung, zu deren Lösung das Forschungsschiff METEOR mit seinen inzwischen 78 Expeditionen nicht beigetragen hat.

Zurzeit befindet sich das FS METEOR im zentralen Südatlantik, auf dem Mittelatlantischen Rücken südlich der Insel Ascension. Hier werden unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Richard Seifert von der Universität Hamburg Untersuchungen an Hydrothermalquellen durchgeführt - Austrittsregionen von heißem Wasser aus dem Erdmantel. Mit Hilfe eines Tauchroboters werden Gesteins-, Sediment- und biologische Proben gewonnen, die Aufschluss über dieses einzigartige geologische und ökologische System geben sollen.

Finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung steht das FS METEOR allen deutschen Meeresforschern für ihre Arbeiten zur Verfügung - bis zu 30 Wissenschaftler, Techniker und Studenten können gleichzeitig mit diesem traditionsreichsten der deutschen Forschungsschiffe fahren und arbeiten, 24 Stunden am Tag und 340 Tage im Jahr. Das Schiff bietet immer noch die modernste technische Ausstattung für alle Disziplinen der Meeresforschung: 20 Laborräume mit insgesamt 400 Quadratmetern Nutzfläche; Aufstellungsmöglichkeiten für 20 Container; Forschungswinden mit Drähten und Glasfaserkabeln bis zu 11 km Länge; Echolotsysteme, die eine drei-dimensionale Kartierung des Meeresboden erlauben und bis zu hundert Meter tief in die Bodensedimente blicken.

Das FS METEOR wird seit 2006 von der renommierten Hamburger Reederei F. Laeisz bereedert, die logistische und operationelle Betreuung der Schiffseinsätze liegt bei der Leitstelle an der Universität Hamburg und die wissenschaftliche Planung der Expeditionen obliegt der Senatskommission für Ozeanographie der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Dieses Konzept einer Partnerschaft zwischen öffentlichen Institutionen und privaten Firmen garantiert den optimalen Einsatz des FS METEOR - nicht nur als Plattform für die wissenschaftlichen Nutzer, sondern auch als Botschafterin für die deutsche Meeresforschung in der Welt.

Für Rückfragen:

Prof. Dr. Detlef Quadfasel
Kapitän Niels Jakobi
Universität Hamburg, Institut für Meereskunde
Leitstelle METEOR/MERIAN
Tel.: 040 4 28 38-36 40
E-Mail: leitstelle@ifm.uni-hamburg.de
Prof. Dr. Karin Lochte
Alfred-Wegener Institut für Polar- und Meeresforschung
Senatskommission für Ozeanographie
Tel.: 0471 4831 1812
E-Mail: SeKom.Ozean@awi.de

Viola Griehl | idw
Weitere Informationen:
http://www.awi.de
http://www.ifm.zmaw.de/de/leitstelle/reisen-des-fs-meteor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer
20.10.2017 | Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg

nachricht Forscher untersuchen Pflanzenkohle als Basis für umweltfreundlichen Langzeitdünger
20.10.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Microfluidics probe 'cholesterol' of the oil industry

23.10.2017 | Life Sciences

Gamma rays will reach beyond the limits of light

23.10.2017 | Physics and Astronomy

The end of pneumonia? New vaccine offers hope

23.10.2017 | Health and Medicine