Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Schutz für Gorillas, Wale und Delfine Bundesumweltministerium unterstützt „Jahr des Gorillas“

05.12.2008
Internationaler Naturschutz

Die 110 Vertragsstaaten der „Bonner Konvention zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten“ haben sich auf ihrer 9. Vertragsstaatenkonferenz in Rom auf konkrete Maßnahmen zum Schutz von Gorillas in Afrika und von Walen, Delfinen und Tümmlern verständigt.

Auf der heute zu Ende gehenden Konferenz wurden zwei Resolutionen zum besseren Schutz der Gorillas verabschiedet. Sie richten sich gegen Wilderei und fordern Überwachung und Forschung zur Bestandserhebung der hochgradig bedrohten Menschenaffen. Noch hat sich für die imposanten Primaten Afrikas die Überlebenschance keineswegs verbessert.

Zwar gibt es in den wichtigen Ursprungsländern Kongo, Ruanda, Kamerun und Uganda noch etwa 650-700 Berggorillas und etwa 200.000 Flachlandgorillas, doch sind die nächsten Verwandten von Homo sapiens zunehmend durch Wilderei, Habitatzerstörung aber auch Infektionskrankheiten wie Ebola bedroht. Deshalb wurde für 2009 das „Jahr des Gorillas“ ausgerufen. Die Kampagne soll nicht nur die Öffentlichkeitsarbeit fördern, sondern auch Spenden einbringen für mehr Wissenschaft und konkrete Schutzmaßnahmen. Das Bundesumweltministerium wird sich an der Kampagne mit 200.000 Euro beteiligen.

In Rom wurde auch eine Resolution zum besseren Schutz von Walen, Delfinen und Tümmlern verabschiedet, die vor allem auf die Vermeidung und Verminderung von Unterwasserlärm abzielt. Die Meereswelt wird zunehmend mit dem ständig wachsenden Schiffsverkehr, aber auch durch seismische Untersuchungen bei der Suche nach Bodenschätzen, sowie durch die Sonare der Militärs beschallt. In Nord- und Ostsee kommen Probleme mit Kriegsaltlasten dazu, die zur Beseitigung gesprengt werden. Die Resolution wurde vom Bundesumweltministerium entwickelt und durch die Europäische Gemeinschaft eingebracht hat.

Jedes Jahr sterben in den Weltmeeren hochgerechnet 650.000 Meeressäugetiere als Beifang in nicht für sie ausgebrachten Fischernetzen, etwa zur Hälfte Robben, sowie Wale und Delfine. Hin-zu kommen ungezählte Seevögel, wie Albatrosse, Meeresschildkröten und andere Meerestiere. Eine weitere Resolution zum Thema Beifang fordert Maßnahmen zur Verringerung von Beifängen und entsprechende Anpassungen im Fischereimanagement.

Unmittelbar nach Abschluss der Konferenz in Rom soll ein Abkommen zum weltweiten Schutz von Knorpelfischen, wie Haien und Rochen ausgehandelt werden.

Die Bonner Konvention verbietet ihren Vertragsstaaten, etwa 200 streng geschützte Tierarten vorsätzlich zu töten, zu jagen, zu fischen und zu fangen. Darüber hinaus sind die Länder verpflichtet, die Lebensräume zu erhalten bzw. wieder herzustellen und Hindernisse zu beseitigen, die die Wanderwege gefährden. Damit ist die Bonner Konvention eine bedeutende Konvention, die wichtige Voraussetzungen zum Überleben gefährdeter Arten trifft, und sie ist ein wichtiger Partner der Biodiversitätskonvention CBD.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.cms.int/press/index.htm
http://www.bmu.de/naturschutz_biologische_vielfalt/internationale_uebereinkommen/bonner_uebereinkommen/doc/6017
http://www.bmu.de/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Ins Herz der Blaualgenblüte: IOW-Segelexpedition „BloomSail“ geht an den Start
22.05.2018 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Totes Holz für mehr Leben im See
18.05.2018 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Raumschrott im Fokus

Das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) hat sein Observatorium in Zimmerwald um zwei zusätzliche Kuppelbauten erweitert sowie eine Kuppel erneuert. Damit stehen nun sechs vollautomatisierte Teleskope zur Himmelsüberwachung zur Verfügung – insbesondere zur Detektion und Katalogisierung von Raumschrott. Unter dem Namen «Swiss Optical Ground Station and Geodynamics Observatory» erhält die Forschungsstation damit eine noch grössere internationale Bedeutung.

Am Nachmittag des 10. Februars 2009 stiess über Sibirien in einer Höhe von rund 800 Kilometern der aktive Telefoniesatellit Iridium 33 mit dem ausgedienten...

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Raumschrott im Fokus

22.05.2018 | Physik Astronomie

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics