Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mächtige Verbraucher: Was jeder gegen den Klimawandel tun kann

06.01.2009
BMBF gibt Broschüre über Forschung zum klimafreundlichen Verhalten heraus

Die Analysen werden immer genauer, der Befund ist längst eindeutig: Der Klimawandel ist heute in vollem Gange - mit gravierenden Folgen für Mensch und Umwelt.

Mit ihrer "Hightech-Strategie für den Klimaschutz" hat die Bundesregierung gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft ein umfassendes Programm im Kampf gegen den Klimawandel auf den Weg gebracht. Außer neuen Technologien ist allerdings auch wichtig, dass sich die Menschen klimabewusst verhalten. Mit diesem Aspekt beschäftigt sich die sozial-ökologische Forschung. Es geht darum, welche Handlungsspielräume Konsumenten und Politiker vor Ort in den Kommunen haben, um den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu reduzieren.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat zu dieser Forschung nun eine Broschüre veröffentlicht. Die Publikation "Klimaschutz erfordert Handeln. Beiträge der sozial-ökologischen Forschung" informiert darüber, was es bringt, wenn sich Verbraucher bewusst für sparsamen Energieverbrauch, die Nutzung sauberer Energien und umweltfreundliche Verkehrsmittel entscheiden. Beeindruckendes Ergebnis: Verbraucherinnen und Verbraucher können über ihr Verhalten und ihre Kaufentscheidungen rund zwei Drittel ihrer Treibhausgas-Emissionen beeinflussen. Das betrifft den unmittelbaren Energieverbrauch jedes einzelnen, aber auch die Kaufentscheidung an der Ladentheke und die Auswahl von Dienstleistungen.

Die Broschüre nennt konkrete Beispiele: Eine Nachwuchs-Forschergruppe hat zum Beispiel untersucht, wie stark der Treibhaus-Ausstoß sinkt, wenn die Bewohner einer Großstadt vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen - und was getan werden muss, damit die Menschen sich auch entsprechend verhalten. Um eine Verhaltensänderung zu erleichtern, sind zum Beispiel auch neue Dienstleistungen wie Gepäcktransporte, Car-Sharing und Miet-Fahrräder im Stadtzentrum wichtig. Die Forschung kommt zu dem Schluss, dass man viel stärker als bisher am Alltag der Menschen, ihren Bedürfnissen und ihren Wünschen ansetzen muss, um die Motivation für nachhaltige Verhaltensänderungen langfristig zu stärken.

Die Broschüre "Klimaschutz erfordert Handeln. Beiträge der sozial-ökologischen Forschung" kann im Internet unter www.sozial-oekologische-forschung.org heruntergeladen werden. Dort finden Sie auch weitere Informationen zum Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung.

Die Printversion kann bestellt werden über:

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Referat 722, Geistes- Sozial- und Kulturwissenschaften, Postfach 30 02 35, 53182 Bonn

sowie per Telefon (01805-262 302), Fax (01805-262 303) und E-Mail: books@bmbf.bund.de.

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE