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Wenn der König zum Macho wird, hat er viele Bewunderer!

05.09.2012
Der Hirsch und der Mensch: Es ist keine einfache Beziehung! Anlässlich des 6. Rotwildsymposiums, das die Deutsche Wildtier Stiftung im Oktober veranstaltet, beleuchtet sie dieses schwierige Verhältnis. Die erste Folge dieser Serie beschreibt den Rothirsch als Naturerlebnis für den Menschen.

Ein Hauch von Herbst liegt bereits in der Luft. Der Waldboden ist feucht, Nebelschwaden legen sich im Dämmerlicht wie zarte Seidentücher über die Landschaft. Wenn die bunten Blätter fallen, denkt der Rothirsch nur an das eine: Er will die Hirschkühe beschlagen!

Die hohe Zeit der Hirschbrunft ist gekommen. Und wenn Hirsche Hochzeit feiern, wird aus dem König ein Macho – und aus dem Menschen ein uneingeschränkter Bewunderer. Den Kampf um die Gunst der Hirschkühe will sich keiner entgehen lassen.

„Der Mensch liebt das Ritual der Brunftkämpfe und wartet oft stundenlang, um das Geschehen zu beobachten“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. „Selbst Städter, die das ganze Jahr über keine Berührungspunkte mit Rotwild haben, pilgern im Herbst in Scharen zu den traditionellen Brunftplätzen, an denen sich das Ritual Jahr für Jahr wiederholt.“ Der röhrende Hirsch – in der guten Stube der Großeltern in Öl verewigt und belächelt – gehört in freier Natur zu den faszinierendsten Erlebnissen!
„Die Wenigsten wissen, dass es eine herausfordernde Aufgabe ist, Rotwild in unserer dicht besiedelten und intensiv genutzten Kulturlandschaft zu managen, damit dieses Naturschauspiel auch in Zukunft wie selbstverständlich zum Herbstvergnügen gehört“, gibt Baron Münchhausen zu denken. „Um die Konflikte zwischen Hirsch und Mensch, zwischen den Ansprüchen des Rotwildes und den Interessen der Landnutzer zu lösen, müssen alle maßgeblichen Interessenvertreter eingebunden werden. Statt eines jagdlichen Revieregoismus braucht es großräumiges Denken, Planen und Handeln“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen.

Übrigens: Die Hirschbrunft hängt eng mit dem Testosteronspiegel zusammen. Beim Rothirsch erreicht er zur Brunft seinen Höchststand. Die Angriffslust ist hormonell gesteuert. Auf dem Brunftplatz geht es um Kampfgeist, Schnelligkeit und Kraft – beim Wildtier-Management hingegen um Zusammenarbeit, Kompromissbereitschaft und Verständnis.

Das 6. Rotwildsymposium der Deutschen Wildtier Stiftung findet vom 18. bis 20. Oktober 2012 in Moritzburg bei Dresden statt. Im Mittelpunkt stehen Hegegemeinschaften. Sie sind für die Deutsche Wildtier Stiftung eine geeignete Organisationsform, um die Bedürfnisse des Rotwildes mit den Interessen von Landnutzer in Einklang zu bringen.

Weitere Informationen:

Eva Goris
Pressesprecherin

Deutsche Wildtier Stiftung
Billbrookdeich 216
22113 Hamburg
Telefon +49 (0)40 73339-1874
Fax +49 (0)40 7330278
E.Goris@DeWiSt.de

Eva Goris | Deutsche Wildtier Stiftung
Weitere Informationen:
http://www.DeutscheWildtierStiftung.de

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