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Klimaschutz durch Erhaltung von Mangroven im Südpazifik

10.12.2009
Bundesministerium fördert Vorhaben mit 2,3 Millionen Euro

Bundesumweltminister Norbert Röttgen unterstützt den Schutz von stark gefährdeten Mangrovenwäldern in fünf Staaten des Südpazifik. Mit Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums in Höhe von 2,3 Millionen Euro wird die Weltnaturschutzunion (IUCN) in den kommenden fünf Jahren in Fiji, Vanuatu, den Salomonen, Samoa und Tonga den Mangrovenschutz vorantreiben. Dabei wird das Projekt eng mit der lokalen Bevölkerung in den Mangrovengebieten zusammen arbeiten.

„Mangroven sind für kleine Inselstaaten außerordentlich wichtig zum Schutz der Küsten vor den Folgen des durch den Klimawandel hervorgerufenen Meeresspiegelanstiegs“, so Bundesumweltminister Röttgen. „Überdies tragen sie dazu bei, große Mengen Kohlenstoff im Boden und in den Ozeanen festzulegen und auf diese Weise der Klimaerwärmung entgegen zu wirken, und sie schützen vor Naturkatastrophen wie Stürmen und Tsunamis. Mit diesem Vorhaben unterstützen wir die Anwohner mangrovenbestandener Küsten dabei, durch den Schutz und eine klügere Nutzung der Mangroven auch ihre eigenen Lebensgrundlagen zu erhalten.“

Das Projekt setzt erste Empfehlungen der vom Bundesumweltministerium und der Europäischen Kommission initiierten internationalen Studie “The Economics of Ecosystems and Biodiversity“ (TEEB) um, die nicht nur die ökologische, sondern auch die wirtschaftliche Bedeutung intakter natürlicher Lebensräume klar herausstellt. So kosteten beispielsweise das Anpflanzen und der Schutz von fast 12.000 ha Mangroven in Vietnam 1,1 Milo. US Dollar, gleichzeitig wurden damit aber Kosten in Höhe von 7,3 Milo. US Dollar an Instandhaltungskosten für Deiche eingespart.

Mangroven bilden auch die Grundlage für die küstennahe Fischerei, da in ihnen die Jungtiere vieler Fischarten heranwachsen. Dennoch sind sie durch Übernutzung stark gefährdet. Das nun bewilligte Projekt wirkt dem durch eine Kombination verschiedener Schritte entgegen, zu denen die Einbeziehung der lokalen Bevölkerung in das Management von Mangroven, die Wiederherstellung degradierter Mangrovenflächen sowie Aufklärungs- und Bildungsmaßnahmen gehören.

Mit der 2008 ins Leben gerufenen Internationalen Klimaschutzinitiative finanziert das Bundesumweltministerium mit Auktionserlösen aus dem Emissionshandel Projekte in Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern zur Emissionsminderung, zum Erhalt der biologischen Vielfalt mit Klimarelevanz sowie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Dr. Christiane Schwarte | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

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