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Klimaschutz in der chemischen Industrie und die stoffliche Nutzung von Kohlendioxid

16.06.2010
Energieeffiziente chemische Prozesse und die Nutzung des Treibhausgases CO2 als Baustein für chemische Synthesen zu Kunststoffen und anderen Produkten – das sind die Ziele des Förderschwerpunkts „Technologien für Nachhaltigkeit und Klimaschutz – Chemische Prozesse und stoffliche Nutzung von CO2“, für den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) insgesamt 100 Mio. € über fünf Jahre bereit stellt. Ziele, Konzepte und erste Ergebnisse dieses neuen Förderschwerpunkts werden auf dem 1. Statusseminar am 17. Juni bei der DECHEMA in Frankfurt vorgestellt.

Der neue Förderschwerpunkt verfolgt zwei Ziele. Zum einen hat die chemische Industrie als Schlüsselindustrie am Beginn der Wertschöpfungsketten vieler Branchen großen Einfluss auf die Reduktion von CO2-Emissionen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Dieses Innovationspotential gilt es zu stärken um die deutschen Ziele beim Klimaschutz zu erreichen, nämlich bis 2020 die Energieproduktivität gegenüber 1990 zu verdoppeln und die CO2-Emission um bis zu 40 % zu senken.

Zum anderen stellt eine künftige stoffliche Nutzung von CO2 ein hochaktuelles Forschungsthema dar, das in dieser Form erstmals systematisch durch eine Fördermaßnahme der Bundesregierung abgedeckt wird. Im Rahmen dieses BMBF-Förderschwerpunkts werden Verfahren zur wertschöpfenden Nutzung von CO2, etwa als Baustein für wichtige chemische Grundstoffe zur Verbreiterung der Rohstoffbasis oder die Entwicklung alternativer Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren z.B. für Autos erforscht, entwickelt und getestet.

Wissenschaftler weltweit suchen nach sogenannten „Dream Reactions“, bei denen das reaktionsträge CO2 in industriellem Maßstab als chemischer Rohstoff genutzt werden kann. Diese Ansätze können wichtige Bestandteile einer zukünftigen Gesamtstrategie zum globalen CO2-Management bilden.

Dr. Christine Dillmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ChemieundCO2.de

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