Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KLIFWA untersucht Auswirkungen von Klimaänderungen auf die Wasserressourcen in Niedersachsen

17.04.2009
Ministerium fördert Projekt mit mehr als 1,5 Millionen Euro

Hochwasserrisiko, Trockenheit und Gewässerbelastung: Der Klimawandel beeinflusst weltweit Wasserressourcen und -qualität - auch in Deutschland. Mit den Auswirkungen der Klimaänderungen auf den regionalen Wasserhaushalt in Niedersachsen befasst sich zurzeit ein Projekt am Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und landwirtschaftlichen Wasserbau der Leibniz Universität Hannover.

Das auf fünf Jahre angelegte Forschungsvorhaben "Auswirkungen von Klimaänderungen auf Wasserdargebot, Hochwasserrisiko und Gewässerbelastung in Niedersachsen" (KLIFWA) ist Teil des kürzlich gestarteten Forschungsverbundes KLIFF, der sich mit der Klimafolgenforschung befasst. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert das Teilprojekt mit mehr als 1,5 Millionen Euro.

Das Team unter Leitung von Prof. Uwe Haberlandt untersucht in Zusammenarbeit mit anderen Instituten der Leibniz Universität Hannover sowie Instituten der TU Braunschweig, der Georg-August-Universität Göttingen, dem Ingenieurbüro Prof. Hartung und Partner, den Harzwasserwerken und dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz die regionalen und lokalen Folgen des Klimawandels auf die Wasserressourcen in Niedersachsen. Untersuchungsgebiet ist das Aller-Leine-Einzugsgebiet, dessen rund 15.000 Quadratkilometer große Fläche auch einen Großteil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg umfasst.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befassen sich unter anderem mit der Frage, ob die Gefahr von Überschwemmungen steigt und ob es im Sommer häufiger Niedrigwasser geben wird. Dafür führen sie eine integrierte Analyse für die Bereiche Wasserverfügbarkeit, Hochwasserrisiko und Gewässerbelastung durch. Außerdem wenden sie Simulationsmodelle an und entwickeln sie weiter. Dabei gehen sie in drei Schritten vor. Zunächst analysiert das Team den Ist-Zustand und die bisherigen Veränderungen. Dann wollen die Forscherinnen und Forscher eine Prognose der Auswirkungen zukünftiger Klimaänderungen erstellen und einen Katalog möglicher Anpassungsstrategien entwickeln, die die Folgen des Klimawandels abmildern könnten, wie etwa eine veränderte Wasserbewirtschaftung.

Genaue Vorhersagen sind in diesem Bereich nur schwer zu erstellen, daher wollen die Beteiligten vor allem aufzeigen, welche Trends sich abzeichnen und welche Bandbreite der Entwicklung nach heutigem Forschungsstand am wahrscheinlichsten ist. Besondere Beachtung findet die Häufigkeit von extremen Ereignissen wie Hochwasser oder lang anhaltender Hitze mit Niedrigwasser.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Dr.-Ing. Jörg Dietrich vom Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und landwirtschaftlichen Wasserbau unter Telefon +49 511 762 2309 oder per E-Mail unter dietrich@iww.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Dr. Stefanie Beier | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Versauerung: Wie der Klimawandel die Süßgewässer belastet
12.01.2018 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Tote Bäume haben zahlreiche und treue Begleiter
10.01.2018 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie