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Internationales Jahr des Riffes 2008

09.12.2008
Mehr Verantwortung für die ‚Regenwälder der Meere’

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Astrid Klug hat mehr Verantwortung für den Schutz der Korallenriffe gefordert.

„Wir dürfen es nicht zulassen, dass die ‚Regenwälder der Meere’ weiterhin zerstört werden!“, sagte sie bei der Abschlussveranstaltung des „Internationalen Jahres des Riffes 2008“ (IYOR) im Museum für Naturkunde in Berlin. Bei der Veranstaltung wurde auch der „Globale Zustandsbericht über Korallenriffe 2008“ vorgestellt, der von 372 Riffexperten aus 96 Ländern erstellt wurde und mit Blick auf die Berichte des Weltklimarates als „IPCC-Report der Riffe“ gilt.

Astrid Klug unterstrich, dass die extrem sensiblen Korallenriffe oft eine größere biologische Vielfalt aufweisen, als die tropischen Regenwälder. Zugleich sind Korallen durch vom Menschen verursachte Faktoren wie Klimawandel, Ozeanversauerung und Überfischung oft stärker vom Aussterben bedroht als die meisten landlebenden Tierarten. Bis 2050 könnten 54 Prozent der Korallenriffe absterben.

„Die Schutzwürdigkeit der Korallenriffe muss allgemein anerkannt und ihre nachhaltige Nutzung gefördert werden“, forderte Astrid Klug. Deutschland übernimmt im Rahmen seines derzeitigen Vorsitzes des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) eine besondere Verantwortung für den Schutz des einzigartigen Ökosystems Riff. „Wir werden uns weiterhin engagiert für die Schaffung eines globalen Netzwerks von Meeresschutzgebieten bis spätestens 2012 einsetzen“, so Astrid Klug.

Das Internationale Jahr des Riffes 2008 will auf die Gefährdung der Korallenriffe aufmerksam machen und über ihre Bedeutung für die gesamte Menschheit informieren. Dabei soll das öffentliche Bewusstsein für die ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Bedeutung der Riffe gestärkt werden. Außerdem soll auf die ernsten Bedrohungen von Korallenriffen und benachbarten Ökosystemen hingewiesen werden. Riffe sind Frühwarnsysteme für globale Umweltveränderungen und bilden einen höchst sensiblen Lebensraum. Geschätzte 500 Millionen Menschen profitieren von den vielfältigen Leistungen der Korallenriffe. Sie haben große Bedeutung für Küstenschutz, Fischfang, Medizin, aber auch für den Tourismus, der in vielen Regionen eine entscheidende Einnahmequelle ist.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.iyor2008.de/
http://www.bmu.de/presse

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