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Gabriel fördert Schutzgebiete in der Demokratischen Republik Kongo

28.01.2009
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel unterstützt die Demokratische Republik Kongo beim Ausbau des landesweiten Schutzgebietsnetzes. Kongo will 13 bis 15 Millionen Hektar seiner Regenwaldfläche als Schutzgebiete ausweisen, was etwa 15 Prozent der Landesfläche entspricht.

Aus den Mitteln seiner Klimaschutzinitiative wird das Bundesumweltministerium den Aufbau eines ersten Schutzgebietes im Westen des Kongo mit anfänglich 1,1 Millionen Euro fördern.

Mit dem Projekt ist die Demokratische Republik Kongo einer der ersten Partner der internationalen Schutzgebietsinitiative „Life Web“, die Bundesumweltminister Sigmar Gabriel auf der 9. Vertragsstaatenkonferenz über die biologische Vielfalt letztes Jahr in Bonn ange-stoßen hatte.

Mit rund einer Million Quadratkilometern hat die Demokratische Republik Kongo den größten Anteil an den Wäldern des zentralafrikanischen Kongobeckens. Diese bilden das weltweit zweitgrößte zusammenhängende Regenwaldgebiet mit einer einzigartigen biologischen Vielfalt – von Gorillas bis zu den seltenen Waldgiraffen, den Okapis. Darüber hinaus sind die Wälder Lebensgrundlage für Millionen von Menschen und stellen einen riesigen natürlichen Kohlenstoffspeicher dar, dessen Erhaltung aus Klimaschutzgründen im Interesse der ganzen Welt liegt.

Wesentlich für den Erhalt dieser wichtigen Waldgebiete und ihrer biologischen Vielfalt sind neben der Bekämpfung illegaler Rodungen die Einführung nachhaltiger Bewirtschaftungsprinzipien und ein Schutzgebietsmanagement für die artenreichen Waldvorkommen. Derzeit stehen 9 Prozent des kongolesischen Territoriums unter Naturschutz, was einer Fläche von 220.000 Quadratkilometern entspricht.

Die kongolesische Regierung will diese Fläche um bis zu 15 Millionen Hektar (150.000 Quadratkilometer) auf bis zu 15 Prozent der Landesfläche vergrößern. Partner des BMU in dem nun bewilligten Projekt sind die KfW Entwicklungsbank und die Umweltstiftung WWF Deutschland.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

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