Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Forschungsschiff SOLEA läuft zur 600. Reise aus

19.01.2009
Heute, am 19. Januar sticht das Fischereiforschungsschiff SOLEA zu seiner 600. Forschungsreise in See.

Die Jubiläumsfahrt führt das Schiff und die Mannschaft von Cuxhaven aus in verschiedene Bereiche der Nordsee. Die Fischereibiologen des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) wollen mit dieser Reise, die in ein Langzeitmonitoring-Programm eingebunden ist, die Kenntnisse über die winterliche Verbreitung von Garnelen - umgangssprachlich auch Krabben oder Granat genannt - vertiefen.

Die jetzige SOLEA wurde im Juni 2004 in Dienst gestellt. Sie löste damit das Vorgängerschiff gleichen Namens ab. Durch modernste Techniken verursacht sie besonders wenig Geräusche beim Fahrtbetrieb - ein entscheidender Vorteil, um die Fische so wenig wie möglich zu verscheuchen und dadurch die Bestände möglichst genau abschätzen zu können. Ermöglicht wird dies unter anderem durch einen dieselelektrischern Antrieb und eine gedämpfte Aufhängung aller Aggregate, die den "Bauch des Schiffes" von der Außenhülle akustisch entkoppelt. Mit dieser Technologie war die 42 Meter lange SOLEA das erste Forschungsschiff seiner Klasse, das den entsprechenden Richtlinien des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) für reduzierte Schall-Emissionen entspricht.

Der wissenschaftliche Fahrleiter der Reise, Dr. Thomas Neudecker vom vTI-Institut für Seefischerei in Hamburg ist zuversichtlich, dass die Reise trotz des möglicherweise widrigen Wetters zu dieser Jahreszeit (Windstärken 8-11 werden zu Beginn der Reise erwartet) erfolgreich durchgeführt werden kann. "Auf unserer soeben beendeten Fahrt von der west- bis zur nordfriesischen Küste traten die Garnelen besonders häufig in einer Tiefe von 12 bis 20 Metern auf. Durch die jetzige Reise hoffen wir ein abgerundetes Bild von der diesjährigen winterlichen Verteilung zu bekommen", so der Wissenschaftler.

Rund 270 Tage pro Jahr ist die SOLEA auf See. Ihre Einsatzgebiete sind die Nord- und Ostsee. Für die wissenschaftlichen Arbeiten stehen Schwimm- und Bodenschleppnetze, Planktonnetze sowie ozeanographische Sonden zur Verfügung. Die Fänge können unter Deck in drei Laboratorien aufbereitet werden. Nähere Angaben zur SOLEA finden sich im Internet unter http://www.vti.bund.de/de/aktuelles/forschungsreisen/solea.htm.

Dr. Michael Welling | idw
Weitere Informationen:
http://www.vti-bund.de
http://www.vti.bund.de/de/aktuelles/forschungsreisen/solea.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

nachricht "Brauchen wir das?" Auf dem Weg zu einer umweltgerechten Bedarfsprüfung von Infrastrukturprojekten
09.08.2017 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie