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Forschung für effizientere Bewässerung des nördlichen Gazastreifens

09.07.2010
In den palästinensischen Autonomiegebieten im Gazastreifen wird Schmutzwasser in großen Becken gefiltert und anschließend für die Bewässerung der Felder verwendet.

Damit das verschmutzte Wasser nicht ins Grundwasser versickert und zugleich als kostbare Ressource genutzt werden kann, müssen zahlreiche Pumpen rund um die Uhr laufen. Professor Mohamed Abdelati von der Islamic University of Gaza forscht daran, wie die Steuerung für dieses komplexe Bewässerungssystem automatisiert werden kann.

Als Georg-Forster-Stipendiat der Alexander von Humboldt Stiftung verbringt er dafür achtzehn Monate am Lehrstuhl für Automatisierungstechnik von Professor Georg Frey an der Universität des Saarlandes.

Täglich werden heute 15.000 Kubikmeter Schmutzwasser in großen Becken im nördlichen Gazastreifen gefiltert. Wenn demnächst eine neue Filteranlage in Betrieb genommen wird, werden es mehr als doppelt so viel sein. Das gefilterte Wasser kann zwar nicht als Trinkwasser genutzt werden, angesichts der Wasserknappheit im Gazastreifen ist es jedoch eine wichtige Quelle für die Bewässerung der Felder. Die palästinensische Wasserbehörde (PWA) hat 27 Brunnen rund um die Filterbecken installiert, mit denen das gefilterte Wasser aus der Tiefe wieder nach oben gepumpt wird.

Das Forschungsziel von Professor Mohamed Abdelati ist es, dieses Bewässerungssystem zu automatisieren und dabei laufend die Wasserqualität und den Wasserbedarf der landwirtschaftlichen Flächen aufeinander abzustimmen. Die dafür zu entwickelnde Software und elektronische Steuerung soll der palästinensischen Wasserbehörde für den Praxisbetrieb zur Verfügung gestellt werden. Sie soll außerdem palästinensischen Elektrotechnik-Studenten der Islamic Unviersity of Gaza als Fallstudie dienen.

Am Mittwoch, 14. Juli um 14 Uhr hält Professor Mohamed Abdelati von der Islamic University of Gaza einen Gastvortrag zum Thema „An Electrical System for Effluent Recovery and Irrigation at North Gaza” im Gebäude A 5.1, Hörsaal I auf dem Saarbrücker Uni-Campus.

Hinweis für Hörfunk-Journalisten: Sie können Telefoninterviews in Studioqualität mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes führen, über Rundfunk-ISDN-Codec. Interviewwünsche bitte an die Pressestelle (0681/302-3610) richten.

Irina Urig | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-saarland.de

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