Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fischbestände in Europa - Leichte Erholung in Nord- und Ostsee

14.08.2013
Der Zustand der Fischbestände im Nordostatlantik entwickelt sich positiv.

Dennoch sind weiterhin knapp 40 Prozent überfischt, informiert die Europäische Kommission in einer Mitteilung über die Fangmöglichkeiten im kommenden Jahr. Im Jahr 2012 lag der Anteil noch bei 47 Prozent und in 2011 bei 63 Prozent.

Ist ein Fischbestand "überfischt", übertrifft die Fangmenge definitionsgemäß den Wert, der den maximalen Dauerertrag garantiert. Für weitere elf Bestände wird empfohlen, die Fänge auf das niedrigste Niveau zu senken. Dazu gehören Kabeljau und Seezunge in der Irischen See, Hering in der Keltischen See, Garnelen in der nördlichen Nordsee und Wittling westlich von Schottland.

Ein positives Beispiel ist der Ostsee-Dorsch, dessen östlicher Bestand sich mehr als verdreifacht hat. Auch beim Nordseekabeljau ist eine erfreuliche Entwicklung zu beobachten, erklärt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Der Fisch der Gattung Gadus morhua wird übrigens in der Ostsee Dorsch genannt und in der Nordsee Kabeljau. Es handelt sich aber dabei um dieselbe Art. Seit 2006 nimmt der Bestand langsam zu und liegt seit Anfang 2013 mit 72.000 Tonnen erstmals seit 1996 wieder oberhalb der Grenze, ab der eine rasche Erholung möglich ist.

Der Schollenbestand der Nordsee hat Anfang 2013 mit 663.000 Tonnen den höchsten Wert seit fünf Jahrzehnten erreicht. Sorgen bereiten dagegen Seelachs und Hering in der westlichen Ostsee, die nur wenig Nachwuchs produzieren konnten. Wissenschaftler führen die negative Bestandsentwicklung vor allem auf ungünstige Umweltbedingungen zurück.

Die Europäische Kommission wird für 2013 die Fangquoten der Mitgliedstaaten kürzen, die im vergangenen Jahr mehr Fisch gefangen haben als erlaubt. Das langfristige Ziel ist eine nachhaltige Nutzung gemeinsamer Fischereiressourcen. Die Überfischung ist im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen und der positive Trend soll fortgesetzt werden, erklärt EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki. Basis ist eine konsequente Umsetzung der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik.

Ab 2015 darf nur so viel Fisch gefangen werden, wie auch nachwachsen kann. Bis zum Jahr 2020 sollen die Bestände ein Niveau erreichen, auf dem sie langfristig stabil sind. Das Zurückwerfen von ungewollt gefangenem Fisch ins Meer, das häufig zum Tod der Tiere führt, soll ab Januar 2015 weitestgehend verboten werden. Die Umweltorganisation WWF bemängelt dagegen, dass Ausnahmen dieses Rückwurfverbot verwässern.

Denn mit Ausnahmegenehmigung ist es weiterhin erlaubt, bis zu fünf Prozent der jährlichen Gesamtfangmenge über Bord zu werfen. Die Regeln sollen für alle Schiffe unter europäischer Flagge gelten, auch wenn sie außerhalb der EU-Gewässer fischen.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/fisheries/cfp/fishing_rules/tacs/info/com_2013_319_de.pdf

www.was-wir-essen.de, Lebensmittel von A-Z, Lebensmittelkette Fisch

aid-Broschüre "Fisch und Fischerzeugnisse", Bestell-Nr. 1001, Peis: 5,00 Euro, http://www.aid-medienshop.de

Heike Kreutz | www.aid.de
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

Weitere Berichte zu: Bestände Erholung Europäische Kommission Fischbestand Nordsee Ostsee

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Luftreiniger und Schmutzpumpe: der indische Monsun
15.06.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht 100 % Ökolandwirtschaft in Bhutan – ein realistisches Ziel?
15.06.2018 | Humboldt-Universität zu Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Überdosis Calcium

Nanokristalle beeinflussen die Differenzierung von Stammzellen während der Knochenbildung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Basel haben einen Hauptschalter für die Regeneration von Knochengewebe identifiziert....

Im Focus: Overdosing on Calcium

Nano crystals impact stem cell fate during bone formation

Scientists from the University of Freiburg and the University of Basel identified a master regulator for bone regeneration. Prasad Shastri, Professor of...

Im Focus: AchemAsia 2019 in Shanghai

Die AchemAsia geht in ihr viertes Jahrzehnt und bricht auf zu neuen Ufern: Das International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production findet vom 21. bis 23. Mai 2019 in Shanghai, China statt. Gleichzeitig erhält die Veranstaltung ein aktuelles Profil: Die elfte Ausgabe fokussiert auf Themen, die für Chinas Prozessindustrie besonders relevant sind, und legt den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Innovation.

1989 wurde die AchemAsia als Spin-Off der ACHEMA ins Leben gerufen, um die Bedürfnisse der sich damals noch entwickelnden Iindustrie in China zu erfüllen. Seit...

Im Focus: AchemAsia 2019 will take place in Shanghai

Moving into its fourth decade, AchemAsia is setting out for new horizons: The International Expo and Innovation Forum for Sustainable Chemical Production will take place from 21-23 May 2019 in Shanghai, China. With an updated event profile, the eleventh edition focusses on topics that are especially relevant for the Chinese process industry, putting a strong emphasis on sustainability and innovation.

Founded in 1989 as a spin-off of ACHEMA to cater to the needs of China’s then developing industry, AchemAsia has since grown into a platform where the latest...

Im Focus: Li-Fi erstmals für das industrielle Internet der Dinge getestet

Mit einer Abschlusspräsentation im BMW Werk München wurde das BMBF-geförderte Projekt OWICELLS erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde eine Li-Fi Kommunikation zu einem mobilen Roboter in einer 5x5m² Fertigungszelle demonstriert, der produktionsübliche Vorgänge durchführt (Teile schweißen, umlegen und prüfen). Die robuste, optische Drahtlosübertragung beruht auf räumlicher Diversität, d.h. Daten werden von mehreren LEDs und mehreren Photodioden gleichzeitig gesendet und empfangen. Das System kann Daten mit mehr als 100 Mbit/s und fünf Millisekunden Latenz übertragen.

Moderne Produktionstechniken in der Automobilindustrie müssen flexibler werden, um sich an individuelle Kundenwünsche anpassen zu können. Forscher untersuchen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hengstberger-Symposium zur Sternentstehung

19.06.2018 | Veranstaltungen

LymphomKompetenz KOMPAKT: Neues vom EHA2018

19.06.2018 | Veranstaltungen

Simulierter Eingriff am virtuellen Herzen

18.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Rätselhaftes IceCube-Ereignis könnte von Tau-Neutrino stammen

19.06.2018 | Physik Astronomie

Automatisierung und Produktionstechnik – Wandlungsfähig – Präzise – Digital

19.06.2018 | Messenachrichten

Überdosis Calcium

19.06.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics