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Erster Lachs passiert neue Fischtreppe Koblenz

21.03.2012
Die neue Fischaufstiegsanlage an der Staustufe Koblenz und das dazugehörige Besucherzentrum „Mosellum“ wurden am 29. September 2011 eröffnet.

Gleichzeitig nahm die Bundesanstalt für Gewässerkunde dort eine hochmoderne Anlage zur Beobachtung wandernder Fische in Betrieb. Nun wurde der erste Lachs gesichtet.


Der erste Lachs schwimmt durch den Fisch-Monitor
Foto: BfG

Am 18.03.2012 um 16:46 Uhr wurde der erste aufsteigende Lachs in der neuen Mosel-Fischtreppe Koblenz registriert. Ermöglicht wurde dies durch einen elektronischen Fischzähler der Bundesanstalt für Gewässerkunde Koblenz (BfG). Bei diesem bilden zwei Platten mit je zwei Reihen eng bestückter Infrarotsensoren ein Tor.

Die Sensoren tasten die Form der hindurch schwimmenden Fische ab und erfassen ihre Bewegungsrichtung (Aufstieg/Abstieg). Zusätzlich dokumentieren zwei Videoeinheiten die Fische.

Die Registrierung der wandernden Fische dient dazu, die Funktionsfähigkeit der Aufstiegsanlage zu überprüfen. Außerdem ermöglichen die Beobachtungen Rückschlüsse auf die in der Mosel lebenden und dazu wanderwilligen Fischpopulationen. Seit Eröffnung der Anlage hat der Fischzähler der BfG über 2000 Fische unterschiedlichster Größe erfasst; dabei wurden 13 Arten bestimmt.

Der nun gesichtete Lachs war ein Weibchen mit einer Länge von etwa 85 cm und gehört damit zu den mittelgroßen Vertretern seiner Art. Ein mögliches Laichgewässer für Lachse in der Mosel ist der Elzbach. Dieser liegt flussaufwärts von Lehmen, so dass das dortige Wehr noch überwunden werden muss.

Durch die Neuregelung des Wasserhaushaltsgesetzes im März 2010 hat die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) die Verantwortung für den Erhalt und die Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit der Bundeswasserstraßen übernommen. Die WSV wird in den nächsten Jahren gemäß EG-Wasserrahmenrichtlinie an über 200 Staustufen den Fischaufstieg verbessern bzw. überhaupt ermöglichen. Die BfG berät die WSV bei der Planung, Umsetzung und Qualitätssicherung der erforderlichen Maßnahmen.

Weitere fachliche Informationen: Bernd Mockenhaupt, Bundesanstalt für Gewässerkunde, Tel. 0261/ 1306 5941, E-mail: mockenhaupt@bafg.de

Alfred Hommes | idw
Weitere Informationen:
http://www.bafg.de

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