Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Elektroautos im Dienst

11.06.2013
Gemeinsame Nutzung von Elektrofahrzeugflotten für kleine und mittlere Unternehmen.

Mehrere Unternehmen, die sich eine Elektrofahrzeugflotte teilen – wie kann diese Vision in die Realität umgesetzt werden? Damit beschäftigt sich das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderte Forschungsprojekt »Shared E-Fleet« des Fraunhofer IAO und seiner acht Projektpartner. Neben geeigneten IT-Lösungen sind intelligentes Energiemanagement sowie nutzbringende Geschäftsmodelle gefragt.

Elektrofahrzeuge werden auf unseren Straßen immer präsenter. Und doch scheint das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel von einer Million Elektrofahrzeugen im Jahr 2020 noch in weiter Ferne. Um dieses zu erreichen, muss die Nutzerakzeptanz für Elektrofahrzeuge gesteigert werden.

Dienstwagenflotten als Marktsegment versprechen ein großes Potenzial und können eine Signalwirkung für die allgemeine Bevölkerung erzielen. In Deutschland gibt es derzeit rund 100.000 Unternehmen mit Dienstwagenflotten mit einem großen Anteil an kleinen und mittleren Unternehmen. Besonders für diese Anwendergruppe stellt die gemeinsame Nutzung von Elektrofahrzeugen eine Alternative zum kostspieligen Kauf und Betrieb eigener Dienstfahrzeuge dar.

Im Rahmen des Projekts »Shared E-Fleet« entwickelt das Fraunhofer IAO gemeinsam mit acht Projektpartnern geeignete Konzepte für unternehmensübergreifende Elektrofahrzeugflotten. Wie kann die Buchung der Fahrzeuge nutzerfreundlich abgewickelt werden? Wie ist eine einfache Abrechnung möglich? Und wie lassen sich die Fahrzeuge ökologisch und kosteneffizient laden? Anhand realer Anwendungsszenarien werden Lösungen erarbeitet und in verschiedenen Modellversuchen erprobt. Als Pilotanwender mit dabei sind die Technologieparks STEP Stuttgarter Engineering Park (STEP) und Münchner Technologiezentrum (MTZ).

Laut einer aktuellen Befragung sind die potenziellen Anwender grundsätzlich positiv gegenüber Elektromobilität eingestellt. Auch sind die Voraussetzungen für den Einsatz von Elektrofahrzeugen prinzipiell gegeben: Die übliche Entfernung bei Dienstfahrten liegt meist bei unter 100 Kilometern. Skeptisch zeigen sich die zukünftigen Nutzer in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit von Elektrofahrzeugen im Geschäftsumfeld. Dies zeigt, wie wichtig nutzbringende Geschäftsmodelle sind – eines der Hauptthemen, denen sich das Fraunhofer IAO bei »Shared E-Fleet« widmet. Auch ein intelligentes Energiemanagement ist für eine Elektrofahrzeugflotte erfolgskritisch. Das Fraunhofer IAO bearbeitet dabei die Fragestellung, wie die Ladung der Flottenfahrzeuge mit den Einsatzplänen in Einklang gebracht werden kann. Der »Shared E-Fleet«-Pilotversuch beginnt nach Abschluss der Konzeptions- und Implementierungsphase Anfang 2014.

Das Konsortium »Shared E-Fleet« setzt sich zusammen aus: Carano Software Solutions GmbH (Konsortialführer), baimos technologies gmbh, Fraunhofer IAO, Ludwig-Maximilians-Universität München, Marquardt GmbH, MGH-Münchner Gewerbehof- und Technologiezentrumsgesellschaft mbH, Siemens AG, STEP Stuttgarter Engineering Park GmbH, TWT GmbH Science & Innovation.

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iao.fhg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Dia/Dino-Index
21.08.2017 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht Fernerkundung für den Naturschutz
17.08.2017 | Hochschule München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie