Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EcoTopTen: Beim Fernsehen die Umwelt im Blick

09.07.2013
Die Verbraucherinformationsplattform für nachhaltige Produkte EcoTopTen des Öko-Instituts empfiehlt die derzeit effizientesten Fernsehgeräte am Markt.

Verbraucherinnen und Verbraucher finden auf ecotopten.de rund 200 ökologische Spitzenprodukte mit Informationen zum Jahresstromverbrauch, zum CO2-Ausstoß sowie zu den jährlichen Betriebskosten.

EcoTopTen-Marktübersicht Fernsehgeräte
http://www.ecotopten.de/prod_fernsehen_prod.php
Hauptkriterium Stromverbrauch: A+ und A++ sind Trumpf
Ein Hauptkriterium von EcoTopTen ist der Energieverbrauch der Geräte. So gilt für kleinere Geräte als Mindestvoraussetzung die Energieeffizienzklasse A, bei Fernsehern mittlerer Größe A+ und bei großen A++. Generell dürfen die bei EcoTopTen gelisteten Fernsehgeräte eine Leistungsaufnahme von 90 Watt nicht überschreiten. Damit wird auch dem jährlichen Stromverbrauch eine Obergrenze von etwa 135 Kilowattstunden pro Jahr gesetzt, wenn täglich vier Stunden ferngesehen wird.
Kriterien für die Aufnahme in die EcoTopTen-Liste
http://www.ecotopten.de/download/Kriterienpapier_Fernsehen_2013.pdf
„Es ist erfreulich zu sehen, dass immer mehr Fernsehgeräte auf dem Markt die nun verschärften Kriterien erfüllen und so dazu beitragen, die Strombilanz im Haushalt verbessern. Das schont die Umwelt und spart Kosten. Unsere Vergleiche zeigen: Die jährlichen Betriebskosten eines effizienten Gerätes sind maximal halb so hoch, wie die eines ineffizienten Gerätes“ erklärt Dr. Dietlinde Quack, Leiterin der Kampagne EcoTopTen am Öko-Institut. In Zahlen ausgedrückt, heißt das: Ein ineffizientes Gerät mit einer Bildschirmdiagonale von 140 cm der Energieeffizienzklasse B verursacht beispielsweise 66 Euro jährliche Betriebskosten im Gegensatz zu nur 23 bis 26 Euro bei einem gleich großen Spitzengerät der Energieeffizienzklasse A++.

Herstellung von Elektronikgeräten ist energieintensiv

Kaufentschlossenen rät das Öko-Institut, von vorneherein die Folgekosten, das heißt die Kosten für den Stromverbrauch des Geräts, in die Kaufentscheidung einzubeziehen. Auch wenn die Anschaffungskosten der von EcoTopTen empfohlenen Geräte zunächst höher sein können, verursachen sie weniger Stromkosten und ein Kauf lohnt sich im Laufe seiner Lebensdauer finanziell. Darüber hinaus sind sie klima- und umweltschonender.

Doch muss ein Neukauf wirklich sein? Trotz der Vorteile energieeffizienter und umweltschonender Bestgeräte sollte nach Ansicht des Öko-Instituts ein Neukauf immer überdacht werden, da die Herstellung von Elektronikgeräten energieintensiv und damit klimaschädlich ist. Eine lange Lebensdauer trägt deshalb zur Entlastung von Umwelt und Klima bei.

Mit Hilfe des interaktiven Energie- und Kosten-Rechners auf ecotopten.de können Verbraucherinnen und Verbraucher den Energieverbrauch und die Betriebskosten ihres alten Gerätes ermitteln und abwägen, ob sich ein Kauf lohnt.

Energie- und Kostenrechner auf EcoTopTen
http://www.ecotopten.de/prod_fernsehen_prod_tool1.php
Über EcoTopTen
EcoTopTen ist eine groß angelegte Kampagne für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Auswahl an hochwertigen, so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern. Sie finden sie im Internet auf http://www.ecotopten.de unter der Rubrik „Produktempfehlungen“.

Seit Januar 2012 wird EcoTopTen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Kooperationspartner ist Utopia. Ebenfalls seit Januar 2012 wird EcoTopTen außerdem im Rahmen des Projekts EuroTopTen Max durch das Intelligent Energie Europe Programm der EU gefördert. Zusammen mit 22 europäischen Partnern soll das TopTen-Konzept in 20 europäischen Ländern weiter umgesetzt werden. Ergänzt wird die Finanzierung durch Spendengelder, die das Öko-Institut für EcoTopTen eingeworben hatte.

Wollen Sie regelmäßig über EcoTopTen informiert werden? Abonnieren Sie den EcoTopTen-Newsletter und senden Sie eine E-Mail an anmeldung@ecotopten.de

Ansprechpartnerin am Öko-Institut

Dr. Dietlinde Quack
Projektleiterin der Kampagne EcoTopTen und Leiterin der Gruppe Konsum im Institutsbereich Produkte & Stoffströme
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg
Telefon: +49 761 45295-248
E-Mail: d.quack(at)oeko.de
Das Öko-Institut ist eines der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft. Seit der Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann. Das Institut ist an den Standorten Freiburg, Darmstadt und Berlin vertreten.

Neues vom Öko-Institut auf Twitter: http://twitter.com/oekoinstitut

Interesse an eco@work, dem kostenlosen E-Paper des Öko-Instituts?
Abo unter http://www.oeko.de/newsletter_ein.php

Romy Klupsch | idw
Weitere Informationen:
http://www.oeko.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wie gefährlich ist Reifenabrieb?
19.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Verbreitung von Fischeiern durch Wasservögel – nur ein Mythos?
19.02.2018 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Von Hefe für Demenzerkrankungen lernen

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Sektorenkopplung: Die Energiesysteme wachsen zusammen

22.02.2018 | Seminare Workshops

Die Entschlüsselung der Struktur des Huntingtin Proteins

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics