Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

E4Water - EU-Projekt zu effizientem Wassermanagement in der chemischen Industrie

23.05.2012
Am 1. Mai 2012 startete ein neues Projekt zur Optimierung des Wasserverbrauchs in der chemischen Industrie in Europa. Das E4Water-Projekt soll neue integrierte Methoden für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit in industrieller Wasseraufbereitung und Wassermanagement entwickeln.

Die Herausforderungen im Zusammenhang mit Wasser - knappe Frischwasserressourcen, Belastungen für aquatische Ökosysteme und mehr - stehen auf der europäischen und internationalen Agenda weit oben. Ein wirtschaftliches und umweltschonendes, effizientes Wassermanagement wird dabei als eine der wesentlichen Strategien für den Umweltschutz in vielen europäischen Ländern gesehen. Innovative Lösungen bei der industriellen Wassernutzung können dazu beitragen, Produktionszuwächse weiter vom Wasserverbrauch zu entkoppeln und gleichzeitig lokale Gegebenheiten zu berücksichtigen.

Die chemische Industrie ist ein Eckpfeiler der europäischen Wirtschaft. Sie ist sowohl ein Wassergroßverbraucher als auch ein Lösungsanbieter für andere Prozessindustrien wie Bergbau und Verhüttung, industrielle Biotechnologie, die pharmazeutische und die Elektronieindustrie, Zellstoff- und Papierproduzenten und den Energiesektor. Die chemische Industrie kann so entscheidend dazu beitragen, die Ökoeffizienz des industriellen Wassermanagements über die gesamte Wertschöpfungskette zu steigern.

Das E4Water-Projekt widmet drängenden Fragen der Prozessindustrie bei der Beseitigung von Engpässen und Hürden für ein integriertes und energieeffizientes Wassermanagement. Vier Jahre lang werden 19 internationale Partner, darunter Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Anwender, gemeinsam neue Ansätze für eine Senkung des Wasserverbrauchs und der Abwassermengen sowie des Energieverbrauchs in der chemischen Industrie entwickeln.

Wichtigstes Ziel von E4Water ist die Entwicklung und Validierung integrierter Ansätze, Methoden und Verfahren. In sechs industriellen Fallstudien sollen dabei 20-40% Wasser eingespart, 30-70% weniger Abwasser erzeugt und 15-40% weniger Energie verbraucht werden; gleichzeitig soll die Wirtschaftlichkeit um bis zu 60% steigen. Davon soll nicht nur die chemische Industrie profitieren, das Projekt soll auch Ideen für andere Branchen liefern.

Das Projektkonsortium vereint große Chemieunternehmen, führende europäische Wasserversorger und innovative Forschungs- und Technologieentwicklungszentren und Universitäten. Die Partner beteiligen sich auch an der Water supply and sanitation Platform WssTP und SusChem, der europäischen Technologieplattform für nachhaltige Chemie. Darüber hinaus arbeiten sie mit den Wasserbehörden verschiedener europäischer Staaten zusammen.

Kontakt: DECHEMA e. V., Theodor-Heuss-Allee 25, 60486 Frankfurt am Main, Germany

http://www.dechema.de

Dr. Thomas Track
Tel: +49 69 7564-427
Fax: +49 69 7564-117
track@dechema.de
Dr. Christina Jungfer
Tel: +49 69 7564-364
Fax: +49 69 7564-117
jungfer@dechema.de
Dr. Renata Körfer
Tel: +49 69 7564-619
Fax: +49 69 7564-117
koerfer@dechema.de

Dr. Kathrin Rübberdt | idw
Weitere Informationen:
http://www.e4water.eu/
http://www.dechema.de

Weitere Berichte zu: E4Water E4Water-Projekt EU-Projekt Wassermanagement Wasserverbrauch

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Paradiese in Gefahr: Bayreuther Studierende forschen auf den Malediven zu Plastikmüll in den Meeren
13.04.2017 | Universität Bayreuth

nachricht Ozeanversauerung: Wie individuell sind die Reaktionen?
06.04.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Im Focus: Tief im Inneren von M87

Die Galaxie M87 enthält ein supermassereiches Schwarzes Loch von sechs Milliarden Sonnenmassen im Zentrum. Ihr leuchtkräftiger Jet dominiert das beobachtete Spektrum über einen Frequenzbereich von 10 Größenordnungen. Aufgrund ihrer Nähe, des ausgeprägten Jets und des sehr massereichen Schwarzen Lochs stellt M87 ein ideales Laboratorium dar, um die Entstehung, Beschleunigung und Bündelung der Materie in relativistischen Jets zu erforschen. Ein Forscherteam unter der Leitung von Silke Britzen vom MPIfR Bonn liefert Hinweise für die Verbindung von Akkretionsscheibe und Jet von M87 durch turbulente Prozesse und damit neue Erkenntnisse für das Problem des Ursprungs von astrophysikalischen Jets.

Supermassereiche Schwarze Löcher in den Zentren von Galaxien sind eines der rätselhaftesten Phänomene in der modernen Astrophysik. Ihr gewaltiger...

Im Focus: Deep inside Galaxy M87

The nearby, giant radio galaxy M87 hosts a supermassive black hole (BH) and is well-known for its bright jet dominating the spectrum over ten orders of magnitude in frequency. Due to its proximity, jet prominence, and the large black hole mass, M87 is the best laboratory for investigating the formation, acceleration, and collimation of relativistic jets. A research team led by Silke Britzen from the Max Planck Institute for Radio Astronomy in Bonn, Germany, has found strong indication for turbulent processes connecting the accretion disk and the jet of that galaxy providing insights into the longstanding problem of the origin of astrophysical jets.

Supermassive black holes form some of the most enigmatic phenomena in astrophysics. Their enormous energy output is supposed to be generated by the...

Im Focus: Neu entdeckter Exoplanet könnte bester Kandidat für die Suche nach Leben sein

Supererde in bewohnbarer Zone um aktivitätsschwachen roten Zwergstern gefunden

Ein Exoplanet, der 40 Lichtjahre von der Erde entfernt einen roten Zwergstern umkreist, könnte in naher Zukunft der beste Ort sein, um außerhalb des...

Im Focus: Resistiver Schaltmechanismus aufgeklärt

Sie erlauben energiesparendes Schalten innerhalb von Nanosekunden, und die gespeicherten Informationen bleiben auf Dauer erhalten: ReRAM-Speicher gelten als Hoffnungsträger für die Datenspeicher der Zukunft.

Wie ReRAM-Zellen genau funktionieren, ist jedoch bisher nicht vollständig verstanden. Insbesondere die Details der ablaufenden chemischen Reaktionen geben den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

Baukultur: Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

21.04.2017 | Veranstaltungen

Licht - ein Werkzeug für die Laborbranche

20.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligenter Werkstattwagen unterstützt Mensch in der Produktion

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Forschungszentrum Jülich auf der Hannover Messe 2017

21.04.2017 | HANNOVER MESSE

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten