Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschlands grünste Stadt gesucht

02.09.2010
Siemens und Economist Intelligence Unit erstellen Umweltranking für zwölf deutsche Städte, Leipzig ist dabei

Welche ist die grünste Stadt in Deutschland? Eine Studie von Siemens und dem Forschungsinstitut Economist Intelligence Unit wird die Antwort darauf geben.

In den kommenden Monaten werden die Beiträge von zwölf deutschen Städten für einen nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz untersucht und verglichen. Zusammengefasst werden die Ergebnisse im so genannten German Green City Index, der die Rangfolge der grünsten Städte Deutschlands zeigt. Der Index untergliedert sich in acht verschiedene Bereiche wie beispielsweise Energie, Verkehr, Luft und Wasser. Mit Hilfe des German Green City Index können Stadtverwaltungen oder auch Politiker die Leistungen der eigenen Stadt im Klima- und Umweltschutz mit denen anderer deutscher Städte vergleichen und so voneinander lernen. Das Ergebnis der Studie wird voraussichtlich Ende des Jahres 2010 veröffentlicht.

Untersucht werden alle deutschen Millionenstädte wie Berlin, Hamburg und München sowie jeweils eine Vertreterstadt der deutschen Metropolregionen Bremen, Hannover, Nürnberg, Rhein-Main (Frankfurt), Rhein-Neckar (Mannheim), Rhein-Ruhr (Essen und Köln), das Sachsendreieck (Leipzig) und Stuttgart. „Die Ergebnisse der Studie werden Leipzig helfen, ihre individuellen Herausforderungen beim Klima- und Umweltschutz besser zu verstehen und anzugehen. Auf Basis der Ergebnisse dieser Studie können wir die Städte mit unserer einmaligen Expertise bei urbanen Infrastrukturlösungen hervorragend unterstützen“, sagte Frank Stelzner, Leiter der Siemens Niederlassung Leipzig.

Der German Green City Index bewertet jede Stadt in acht Bereichen: CO2-Emissionen, Energie, Gebäude, Verkehr, Wasser, Abfall & Landnutzung, Luftqualität sowie Umweltmanagement. Diesen Bereichen wiederum liegen 30 Einzelindikatoren zugrunde – 16 quantitative Indikatoren, die die aktuelle Situation analysieren, sowie 14 qualitative Indikatoren, die die Anstrengungen einer Stadt bewerten, ihren Umwelteinfluss zu reduzieren.

Der German Green City Index ist eine Studie in der Reihe der „Green City Indizes“ von Siemens und der Economist Intelligence Unit. Über 100 der wichtigsten Metropolen der Welt werden als Teil des gesamten Projekts untersucht. 2009 stellte Siemens bereits den European Green City Index vor – ein Vergleich von 30 europäischen Metropolen. Weitere Studien sind für Asien, Afrika und Lateinamerika geplant.

Der weltweite Kampf gegen den Klimawandel wird in den Städten entschieden. Städte bedecken nur ein Prozent der Erde, verschlingen aber 75 Prozent der eingesetzten Energie und stoßen rund 80 Prozent aller klimaschädlichen Gase aus. Mehr als die Hälfte der Menschen wohnt bereits heute in Städten. Ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. 2050 werden 70 Prozent der Menschheit in den Metropolen der Welt leben. Entsprechend werden deren Wirtschaftsleistung und Energiebedarf erheblich zunehmen. Daher werden Städte massiv in den Ausbau ihrer Infrastrukturen investieren müssen. Dabei setzen sie verstärkt auf nachhaltige und umweltschonende Lösungen, um ihre eigenen und die Klimaziele ihrer jeweiligen Länder zu erreichen.

Nach Analysen der Beratungsgesellschaft Booz, Allan & Hamilton werden die Städte in den kommenden 25 Jahren weltweit rund 27 Billionen Euro in den Ausbau von Wasser, Elektrizitätsund Transportsysteme investieren. In Deutschland rechnet das Deutsche Institut für Urbanistik bis 2020 mit kommunalen Investitionen von mehr als 700 Milliarden Euro.

Siemens sieht sich bestens positioniert bei klimafreundlichen Infrastrukturlösungen für Städte. Das Unternehmen wird im Geschäftsjahr 2010 voraussichtlich mehr als 25 Milliarden Euro mit seinem Umweltportfolio umsetzen. Bestandteil des Umweltportfolios sind beispielsweise Leuchtdioden (LEDs) der Siemens-Tochter Osram. So verbrauchen Ampelanlagen in Berlin, aber auch in Leipzig nach dem Austausch herkömmlicher Leuchten durch Osram-LEDs etwa 80 Prozent weniger Strom. Eine Großstadt mit 700 Kreuzungen spart so jährlich mehr als eine Million Euro.

Weitere Informationen zu den City Indices finden sich hier: www.siemens.com/greencityindex

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein weltweit führendes Unternehmen der Elektronik und Elektrotechnik. Der Konzern ist auf den Gebieten Industrie und Energie sowie im Gesundheitssektor tätig. Siemens steht seit über 160 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität. Siemens ist außerdem weltweit der größte Anbieter umweltfreundlicher Technologien. Mit rund 23 Milliarden Euro entfällt knapp ein Drittel des Konzernumsatzes auf grüne Produkte und Lösungen. Insgesamt erzielte Siemens im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2009 endete, einen Umsatz von 76,7 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 2,5 Milliarden Euro. Ende September 2009 hatte das Unternehmen weltweit rund 405.000 Beschäftigte.

Elke Heinrich | Siemens AG
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/greencityindex
http://www.siemens.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen durch Klimawandel
20.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

nachricht Gebietsfremde Arten weltweit auf dem Vormarsch
15.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

Physikerinnen und Physiker diskutieren in Bremen über aktuelle Grenzen der Physik

21.02.2017 | Veranstaltungen

Kniffe mit Wirkung in der Biotechnik

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit den Betriebsräten Sozialpläne

21.02.2017 | Unternehmensmeldung

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zur Sprache gebracht: Und das intelligente Haus „hört zu“

21.02.2017 | Messenachrichten